Tennisclub zieht Erfolgsbilanz: Niedereschacher Verein investiert in sein Domizil

Wie es sich beim Tennisclub zeigt, steht ein Verein mit langjährigen, treuen Mitgliedern auch auf gesunden Beinen. Bei der Hauptversammlung wurden Walter Schlenker (Zweiter von links) für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit und Julius Werner (Dritter von links) für 20 Jahre vom Vorsitzenden Christoph Blessing (rechts) und seiner Stellvertreterin Lena Müller (links) geehrt.
TennisclubSportlich, personell wie finanziell konnte der Tennisclub Niedereschach (TCN) im vergangenen Vereinsjahr so richtig aus dem Vollen schöpfen, was insbesondere den Vorsitzenden Christoph Blessing bei der gut besuchten Hauptversammlung im Café Restaurant Bantle freute.
Sportliche Erfolge So haben von den fünf gemeldeten Teams am Start insbesondere die Frauen gleich mehrere Meistertitel eingeheimst, in der Altersklasse 50 / Vierer-Mannschaft der zweiten Bezirksklasse wie auch die Frauen/Sechser- Mannschaft in der ersten Bezirksklasse, wie der Vorsitzende berichtete.
Jugendarbeit Beim TCN-Nachwuchs widmen sich 18 Jugendliche bis 18 Jahren dem weißen Sport. Aus verschiedenen Gründen, vor allem wegen der großen Altersspanne sei es bisher nicht gelungen, eigene Jugendmannschaften zu melden, weshalb die Jugendarbeit mit Aktionen wie Schnuppertraining für Schulkinder enorm forciert werde, wie auch mit der Teilnahme am Kinderferienprogramm. 25 Kinder hatten an der angebotenen Tennis-Olympiade teilgenommen.
Freizeitaktivitäten Aber auch neben dem Sport war wieder viel geboten, so sei die Wandergruppe der Senioren im Vereinsheim kulinarisch betreut worden, mit positiver Resonanz, weshalb man dies beibehalten wolle. Beim Jedermanns-Turnier waren acht motivierte Doppelteams am Start, und die Herbstwanderung unter Führung von Klaus-Peter Hauser hatte mit stolzem 29 Wanderern eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen. Die Boule-Gruppe des TCN trifft sich jeden Mittwoch, und auch die Clubanlage war im Berichtsjahr gut besucht. Neu ins Programm aufgenommen war die Aktion „Fit durch den Winter“ mit einem Allroundsport- und Gymnastikprogramm in der Eschachhalle für alle Altersgruppen, was ebenfalls sehr gut angenommen wurde.
Mit Besenwirtschaft mehr Gewinn als mit Eschachfestival
Bei den großen Events sei das Eschach-Festival zu nennen, bei diesmal eher miesepetrigem Wetter und damit verbunden entsprechend niedrigeren Einnahmen. Und daraus ergebe sich die neue Erfahrung, dass man mit der Besenwirtschaft in den zwei Stunden des Umzugs der Narrenzunft durch Niedereschach mehr Gewinn erzielt habe wie an den zwei vollen Tagen Eschachfestival mit einem enormen Personal- und Arbeitsaufwand.
Finanzen Mit diesen Einnahmen konnte Kassierer Kevin Franzkoch mit 5371 Euro in seinem Kassenbericht ein hervorragendes Ergebnis vorstellen, nachdem die Bilanz ein Jahr zuvor gerade mit annähernd Null auf Null an einem Minus vorbeigeschrammt war. Dies ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass 2025 keine großen Aufwendungen und Investitionen im Gegensatz zum Vorjahr erbracht werden mussten. Die Mitgliederzahlen belaufen sich auf 58 Passive und 92 Aktive und sind leicht um ein Mitglied gestiegen, der Anteil männlich zu weiblich macht exakt 50 zu 50 aus.
Viele Aktivitäten innerhalb der Dorfgemeinschaft
Lob für Einsatz Bürgermeisterstellvertreterin Regina Rist freute sich, mit dem TCN einen solch regen Verein im Ort zu haben, der mit seinen sportlichen Ambitionen die Gemeinde in der ganzen Region vertritt. Vor allem aber den vielen Aktivitäten innerhalb der Dorfgemeinschaft und den vielen Arbeiten, um die Anlage und das Clubheim zu pflegen und auf Vordermann zu bringen, zollte sie großen Respekt.
Beiträge bleiben stabil Abschließend gab der Vorsitzende bekannt, dass trotz enorm gestiegenen Kosten gerade für den Betrieb und den Unterhalt des Clubheims und dem Herrichten der Plätze eine Erhöhung der Beiträge nicht in Erwägung gezogen werde. Und um den Verein auch für die kommenden Jahre zukunftssicher zu machen, sei sogar eine größere Investition beschlossen worden in Form einer Sanierung der Heizanlage mit dem Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mitsamt Pufferspeicher. Der Einbau der Anlage soll zum Ende der Saison in Angriff genommen werden, damit sei endlich das Clubhaus über den Winter nutzbar. 46 Prozent der kompletten Investition können voraussichtlich gefördert werden.