„Stulle meets Art“ in Schwenningen
: Wenn das Pausenbrot zum Kunstwerk wird - Gartenschüler stellen aus

Was ist überhaupt eine Stulle? Und wie kann man sie künstlerisch darstellen? Das alles haben Schüler der Schwenninger Gartenschule erarbeitet. Die Bilder sind jetzt zu bestaunen - in der Stulle three26.
Von
Mareike Kratt
Villingen-Schwenningen
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Die Schüler der Klasse 2r sowie der 4d der Schwenninger Gartenschule

Die Schüler der Klassen 2r sowie der 4d der Schwenninger Gartenschule stellen derzeit im Café Stulle three26 ihre Werke zum Thema Stulle aus. Initiatoren für das ungewöhnliche Kunstprojekt sind Tanja Strom (hinten, von links), Katja Doser, Viktoria Haller sowie Jana Maier.

Mareike Kratt
  • Gartenschüler stellen im Café Stulle three26 in Schwenningen Kunst zum Thema Stulle aus.
  • Beteiligte Klassen: 2r der Außenstelle Rinelen und 4d – rund 50 Schüler präsentieren Werke.
  • Projekt entstand durch Jana Maier sowie die Lehrerinnen Viktoria Haller und Katja Doser.
  • Elf Bilder wurden auf Leinwand umgesetzt, weitere Collagen aller Schüler hängen ebenfalls.
  • Die Ausstellung läuft bis etwa Mitte August – Kinder stellen dort erstmals aus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Ich finde es wirklich cool, dass Ihr da seid und Euch mit der Stulle beschäftigt habt“, sagt Tanja Strom, Mitinhaberin der Stulle three26. Soviele Kinder wie an diesem Morgen sind wohl noch nie auf einen Haufen im beliebten Café auf Rinelen gewesen.

Nämlich ganze 50 Schüler - eine vierte Klasse der Gartenschule sowie die zweite Klasse der Außenstelle Rinelen -, die ein ganz außergewöhnliches Kunstprojekt auf die Beine gestellt haben und das Ergebnis nun bestaunen dürfen: Stullen malen, bei einem Kunstwettbewerb mitmachen und die Bilder genau dort ausstellen, wo täglich unzählige unterschiedlich belegte Brot geschmiert werden.

Besondere Kooperation

Entstanden ist das Projekt durch das Zusammenwirken von Jana Maier, die Studentin an der Gartenschule, aber auch Mitarbeiterin in der Stulle ist, sowie den Gartenschul-Kunst- beziehungsweise Klassenlehrerinen Viktoria Haller und Katja Doser, die Wettbewerb und Ausstellung gemeinsam ins Leben gerufen hatten.

„Einige von uns wussten gar nicht, was eine Stulle überhaupt ist“, erzählt ein Zweitklässler die Entstehungsgeschichte. Nach Begriffsklärung habe man im Unterricht losgelegt und Brote in unterschiedlichster Form aufs Papier gebracht.

Ungewöhnliche Kreationen

„Was sind denn Eure Lieblingsstullen?“, fragt Tanja Strom zwischendurch. Klassische Zutaten - Käse, Marmelade oder Wurst - werden da von den jungen Künstlern ausgerufen, aber auch ungewöhnliche Kreationen - Butter mit Joghurt, Marmelade und einer Tomate drauf - beschrieben.

Die Viertklässlerin Janine erzählt, dass ihre Klasse erst einmal nach dem Begriff gegoogelt und verschiedene Alternativausdrücke - etwa Sandwich, Brot, Knifte -  gefunden habe. Daraus entwickelt hatte sich dann sogar ein eigenes Kunstwerk in 3-D-Optik, das nun zusammen mit weiteren Bildern auf Leinwand an den Wänden der Stulle zu bestaunen ist.

Elf Bilder und drei Collagen

Im Zuge eines Wettbewerbs hatte die vierköpfige Jury nämlich insgesamt elf Bilder ausgewählt, die daraufhin mit Acrylfarbe auf Leinwand gemalt und ausgestellt werden durften. Die einzige Vorgabe: seiner Kreativität freien Lauf lassen. Doch auch alle anderen Schüler können ihre ganz persönliche Stullen-Interpretation in Form einer Collage in der Stulle hängen sehen. Dass im Kunstunterricht schon Künstlerinnen wie Frida Kahlo und Yayoi Kusama thematisert wurden, ist in dem einen oder anderen Werk unverkennbar.

Die Zweitklässlerin Emilia Braun zeigt ihre küsntlerische Interpretation der Stulle. Stullen-Mitinhaberin Tanja Strom (links) und Klassenlehrerin Viktoria Haller sind angetan.

Die Zweitklässlerin Emilia Braun zeigt ihre küsntlerische Interpretation der Stulle. Stullen-Mitinhaberin Tanja Strom (links) und Klassenlehrerin Viktoria Haller sind angetan.

Mareike Kratt

Seit Eröffnung im Herbst 2024 bietet das Café unter dem Motto „Stulle meets Art“ Künstlern, Schulen und Vereinen aus der Region die Möglichkeit, ihren Bekanntheitsgrad durch kleine Ausstellungen zu steigern. Die Ziegelbuben etwa hatten Fasnetsproträts ausgestellt, tierisch ging es bei Hundeporträts zu und ebenso gab es schon eine Ausstellung zur U13-Eishockeymannschaft der Schwenninger Wild Wings.

Die Warteliste ist voll

„Ich hätte nicht erwartet, dass es so gut angenommen wird“, blickt die Inhaberin zufrieden auf die Ausstellungen, die jeweils rund zweieinhalb Monate dauern, zurück. Und die Warteliste für kommende Ausstellungen sei bereits voll bis zur Fasnet 2027. Auch die Kunden gäben stets ein positives Feedback. Diejenigen Bilder, die zum Kauf angeboten gewesen wären, seien letztendlich alle weg gewesen.

Bis etwa Mitte August werden die Stullen-Kunstwerke noch auf Rinelen hängen und Appetit auf die verschiedenen belegten Brote machen. Damit stellen erstmals Kinder in der Stulle three26 aus. Ihnen eine Plattform zu geben, um sich zu verwirklichen, war Tanja Strom besonders wichtig. „Ihr könnt wirklich stolz auf Euch sein.“

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