Streetfood in Schwenningen
: Von Roll-Eis bis Würstchen in Maisteig

Die Besucher lassen sich die Köstlichkeiten auf dem Muslenplatz in Schwenningen schmecken. Das Street-Food-Festival setzt den Schlusspunkt unter den Stadtstrand.
Von
Jochen Schwillo
Oberndorf
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Beim Street-Food-Festival auf dem Schwenninger Muslenplatz war am Wochenende viel geboten

Jochen Schwillo

Einen tollen Abschluss des Stadtstrandes bot am Wochenende das Street-Food-Festival auf dem Muslenplatz in Schwenningen. Die Foodtrucker, wie auch die WIR-GmbH zeigten sich durchaus zufrieden. Auch das Publikum lobte die Veranstaltung.

Von Freitag bis Sonntag dauerte das Festival, und jeden Tag bildeten sich meist lange Schlangen vor den Trucks und den Ständen.

Beispielsweise bei Johann Polling aus Aldingen, der ganz neu im Geschäft ist und erst vor einer Woche seinen Stand Flexi-Joe eröffnete.

Besonders sein Röstzwiebelfleisch mit Kartoffelspalten und das cremige Erbsenlimettenrisotto mit Lachsfilet fand seine hungrigen Abnehmer. „Der Stadtstrand ist eine tolle Sache und ich komme das nächste Jahr gerne wieder“, so Polling.

Aus Aldingen war Johann Polling gekommen.

Foto: Jochen Schwillo

Auf lauter nette Leute ist auch Sigi Zobel aus Donaueschingen getroffen, der als Schwarzwald Ba(a)rista ebenfalls neu im Streetfood-Geschäft ist und mit seinem mobilen Kaffeecatering noch bekannter werden will. „Wir arbeiten mit hochwertigen Bohnen und ganz viel Herz und Leidenschaft“, so Zobel. Ob es nun ein Espresso war oder der traditionelle Cappuccino mit frischem Milchschaum, der Barista aus der Stadt der Donauquelle kam gerne an die Stadt am Neckarursprung. „Nächstes Jahr sind wir gerne wieder mit von der Partie“, kündigte er an.

Große Auswahl an Essen

Eine erfrischende Abwechslung in der spätsommerlichen Hitze war das Teppanyaki-Roll-Eis von Ersen Cülcüloglu aus Kirchheim, der mit dieser thailändischen Art des Eismachens durchaus sein Publikum hatte. Auf einer Metallfläche, die bis 22 Grad Minus erkaltet ist, wird das Eis zubereitet. Vier bis fünf Minuten dauere es, bis die Masse aufgerollt im Becher landet.

Besonders Sorten wie Kinder-Bueno oder Früchteeis wie Erdbeere oder Zitrone kamen beim Publikum an, erklärte der Chef von Flavour Fusion und bemerkte, dass das Interesse der Leute schon groß war. Denn viele haben erstmals diese Art und Weise der Eiszubereitung gesehen und das wichtigste war: „Es hat allen geschmeckt.“

Roll-Eis auf thailändische Art gab es bei Flavour Fusion.

Foto: Jochen Schwillo

Geschmeckt hat es den Besuchern auch am MMQ-Foodtruck aus Oberndorf. Besonders der Corn-Dog kam gut an. Es handelt sich um ein Würstchen, das von einer Maisteighülle ummantelt ist und in heiße Öl frittiert wird, berichtete Mahire Qunaj. „Gerne kommen wir wieder nach Schwenningen“, so die Verkäuferin. Den Muslenplatz kenne man sowieso. „Hier waren wir schon beim Weihnachtsmarkt“, sagte sie.

16 Foodtruck-Betreiber aus Baden-Württemberg waren der Einladung der städtischen WIR-Gesellschaft gefolgt, in Schwenningen das Street-Food-Festival zu bespielen. Während die vergangenen beiden Jahren die Foodtrucker über eine Agentur gebucht wurden, hatten heuer WIR-Projektleiterin Cinja Schwer und ihre Kollegen die fahrenden Imbissstände eingeladen. Und das Konzept ging auf. Sie berichtete, dass man bei der Auswahl des Essenangebotes auf eine große Sortenvielfalt großen Wert legte.

Mit Resonanz zufrieden

Auch Cinja Schwer war mit der Resonanz mit dem Festival zum Abschluss des Stadtstrandes sehr zufrieden. Obwohl es in den vergangenen fünfeinhalb Wochen den einen oder anderen Regentag gab, zog sie ein positives Fazit dieses dritten Stadtstrandes. Bei schönem Wetter waren auf der Strandfläche und den Sitzgelegenheiten beim Heimatmuseum regelmäßig bis zu 100 Leute auf dem Platz. Gut angenommen wurden auch das Sommerkino mit 150 bis 250 Zuschauern pro Vorstellung, und die Modenschau fand ebenso ihre Fans wie die Mitmachaktivitäten der Tanzschule Seidel oder die Do-It-Yourself-Angebote. Auch die Kochaktion mit Oberbürgermeister Jürgen Roth, der Paella zubereitete, kam gut an. Und bei der Auswahl des musikalischen Rahmenprogramms achtete man darauf, dass für jede Generation und Musikgeschmack etwas geboten wurde.

Das tolle spätsommerliche Wetter wurde noch einmal von vielen Leuten zum Besuch des Stadtstrandes genutzt.

Foto: Jochen Schwillo

Am Sonntag wurde bereits mit dem Abbau begonnen. Die nächsten Tage werden die 3000 Tonnen Sand in die städtischen Sportanlagen und Kindergärten gefahren. Intern im Amt gebe es zum Abschluss noch eine Manöverkritik zum Stadtstrand, außerdem müsse noch eine Umfrage ausgewertet werden, kündigte Cinja Schwer an.

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