St. Ursula-Schulen in Villingen: Nachwuchs setzt sich für Straßenkinder ein

Nach dem Sponsorenlauf der St. Ursula Schulen in der Nähe des Waldkindergartens stellten sich Lehrer, Organisatoren und die Schüler zu einem Erinnerungsfoto zusammen. Stolze 10.000 Euro kamen für die Misereorprojekte in Brasilien zusammen.
Martin Disch- Sponsorenlauf der St. Ursula Schulen: Fünft- und Sechstklässler sammeln für Misereor.
- Rund 170 Schüler liefen je 1,4 km pro Runde nahe dem Waldkindergarten.
- Ergebnis: 10.000 Euro für Straßenkinderprojekte in Recife in Brasilien.
- Viele schafften sechs bis acht Runden – Spitzenwerte: 14 und 12 Runden.
- Begleitend gab es Infos zu Straßenkindern und zur Arbeit von „Ruas e Pracas“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Alle zwei Jahre veranstalten die Villinger St. Ursula Schulen zusammen mit den fünften und sechsten Klassen einen Sponsorenlauf zugunsten von Straßenkinderprojekten von Misereor.
Die Schüler waren wieder aufgefordert, auch bei hochsommerlichen Temperaturen mehrere Runden zu rennen und im Vorfeld Sponsoren zu suchen, die ihnen für jede Runde eine bestimmte Summe zahlen sollten. Seit über zehn Jahren ist St. Ursula eine Partnerschule von Misereor.
Dieses Jahr wurde der Lauf zugunsten mehrerer kleinerer Straßenkinderprojekte in Recife in Brasilien organisiert. Rund 170 Schüler waren am Start und liefen jeweils 1,4 Kilometer pro Runde in der Nähe des Waldkindergartens. Nach dem Lauf wurde dann das Geld bei den Sponsoren, abhängig von der Rundenanzahl, abgeholt und in der Schule abgegeben.
Zwischen sechs und acht Runden zurückgelegt
Viele Läufer sind zwischen sechs und acht Runden gelaufen. Der schnellste Läufer aus der sechsten Klasse war Noah Bonath mit 14 Runden und aus der fünften Klasse Paolo Falleta mit zwölf Runden.
In der Schule wird dieses Projekt von Friederike Auer und Heinrich Schidelko organisiert, rund 15 Klassenlehrer beteiligen sich bei der Begleitung der Schüler. Unmittelbar vor oder nach dem Lauf erhielten die Schüler in einer Projektarbeit viele Informationen über das Leben von Straßenkindern. So erfuhren sie, wie die Kinder in Brasilien auf der Straße landen, wie ihr Leben aussieht und welche Wege der Hilfe es gib. So gab es auch Informationen über die Projekte von Misereor. Groß war die Freude bei allen, als man den Schülern am letzten Schultag mitteilen konnte, dass die stolze Summe von 10.000 Euro zusammengekommen war.
Das Projekt
Misereor unterstützt Menschen jeden Glaubens, jeder Kultur und jeder Hautfarbe in Afrika, Asien und Lateinamerika. Dabei setzen sich die Mitarbeiter aktiv für die Armen und Benachteiligten ein, so auch für Straßenkinder. Viele der Jungen und Mädchen haben keinen Kontakt mehr zu ihren Familien, besuchen keine Schule und leben vom Betteln, von Gelegenheitsarbeiten oder dem Stehlen. Die Kinderrechtsorganisation „Ruas e Pracas “ hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Straßenkindern auf vielfältige Weise zu helfen. Die Kinder und Jugendlichen können viele traurige Geschichten erzählen, zum Beispiel. wie Erkrankte von Kliniken abgewiesen und ihrem Schicksal überlassen wurden. Die Mitarbeiter von „Ruas e Pracas“ kümmern sich um die Kinder, versorgen sie mit Lebensmitteln, Medikamenten und bieten eine psychosoziale Betreuung. Sie versuchen in vielen Fällen, wieder einen Kontakt zu den Familien herzustellen. Es gibt sogar auf dem Land eine Erstaufnahmestelle für Drogensüchtige.
