St. Ursula Schulen in Villingen: Kinder setzen sich für Hilfsprojekt ein

Runde um Runde haben die Fünft- und Sechstklässler der St. Ursula Schulen für Straßenkinder in Indien gedreht.
Heinrich SchidelkoEin außergewöhnliches Ereignis stand in der letzten Schulwoche für die Fünft- und Sechstklässler der St. Ursula Schulen in Villingen an. Bei strahlendem Sonnenschein und mit viel Begeisterung nahmen rund 160 Jungen und Mädchen und Schüler an einem Sponsorenlauf teil, um Spenden für Straßenkinder in Indien zu sammeln, heißt es in einer Mitteilung der Schule.
Der Sponsorenlauf hatte das Ziel, auf die schwierige Lebenssituation von Straßenkindern in Neu Delhi aufmerksam zu machen und gleichzeitig finanzielle Unterstützung für das Hilfsprojekt Butterflies zu generieren. Die Kinder hatten im Vorfeld fleißig Sponsoren in ihren Familien, bei Freunden und Nachbarn gesucht, die für jede gelaufene Runde von je 1,3 Kilometer einen bestimmten Betrag spendeten.
Insgesamt liefen alle Schüler in jeweils 90 Minuten 1177 Runden. Das sind rund 1530 Kilometer und entspricht einer Entfernung von Villingen bis nach Granada in Südspanien. Dabei wurde eine Summe von über 12 612 Euro gesammelt.
Überwältigt vom sportlichen Einsatz der Kinder
Die Organisatoren waren überwältigt vom sportlichen Einsatz der Kinder und von der Großzügigkeit ihrer Familien und Freunde. Die Schüler, die für ihre Altersklasse die meisten Runden liefen, wurden am letzten Tag vor den Ferien vor der Schulgemeinschaft mit einem Eisgutschein geehrt.
Die St. Ursula Schulen haben seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit dem kirchlichen Hilfswerk Misereor. Es unterstützt das Kinderprojekt Butterflies seit seiner Gründung 1988. Indische Sozialarbeiter suchen die Kinder auf der Straße auf und versuchen, durch Gespräche und gemeinsame Freizeitaktivitäten ihr Vertrauen zu gewinnen. Dann bieten sie an Straßenecken Unterricht an, damit die Schüler sich wieder in der normalen Schule anmelden können. Sie leisten außerdem Hilfe bei gesundheitlichen Problemen, bei Konflikten mit der Polizei und vermitteln gegebenenfalls eine vorübergehende Unterkunft in Notquartieren.
Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls
Die Fünft- und Sechstklässler von St. Ursula haben sich am Tag des Sponsorenlaufs in einer Projektarbeit mit Straßenkindern und dem Hilfsprojekt Butterflies näher beschäftigt. Der Sponsorenlauf war nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls. Die Kinder haben gezeigt, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für eine bessere Zukunft ihrer Altersgenossen in Indien einzusetzen.
Nach diesem großen Erfolg wollen die Lehrer von St Ursula in zwei Jahren erneut einen Sponsorenlauf organisieren.