Partnerschaft seit 40 Jahren
: So wichtig ist Villinger Hilfe in Peru

Das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen der Villinger Münstergemeinde und der Pfarrei San Pablo in Ocongate in Peru wurde gefeiert.
Von
Uwe Klausner
VS-Villingen
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Mit einem Festgottesdienst im Villinger Münster feierte die Villinger Münstergmeinde  die nun 40-jährige Partnerschaft mit der Pfarrei San Pablo in Ocongate in der Region Cuscos. Pfarrer Thomas Mitzkus (Mitte) leitete mit drei Jesuitenpadres den Gottesdienst.

Mit einem Festgottesdienst im Villinger Münster feierte die Villinger Münstergmeinde die nun 40-jährige Partnerschaft mit der Pfarrei San Pablo in Ocongate in der Region Cuscos. Pfarrer Thomas Mitzkus (Mitte) leitete mit drei Jesuitenpadres den Gottesdienst.

Martin Disch
  • 40 Jahre Partnerschaft: Villinger Münster feierte die Verbindung mit San Pablo in Ocongate.
  • Festgottesdienst mit Pfarrer Thomas Mitzkus und drei Jesuitenpatres aus Peru.
  • Lieder und Lesungen waren zweisprachig, Predigt von Padre Fabian wurde übersetzt.
  • Gäste stellten Projekte vor – Waisenhaus, Schule, Mensa und Garten profitierten.
  • Dank an Förderer prägte das Treffen, persönlicher Austausch war den Gästen wichtig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Samstagabend erschallte das festliche Geläut der Münsterglocken, als Pfarrer Thomas Mitzkus mit den drei Konzelebranten Padre Fabian, Padre Anibal und Padre Titu aus Peru ins Villinger Münster einzog, um gemeinsam das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen der Villinger Münstergemeinde und der Pfarrei San Pablo in Ocongate in Peru zu feiern.

Der Gottesdienst stand unter dem Thema „Dankbar gemeinsam gesendet“. Pfarrer Mitzkus hieß die drei Jesuitenpatres willkommen. Padre Fabian ist der Nachfolger von Pater Antonio, der seit der Gründung Ansprechpartner im Andenland war, aber mittlerweile im Ruhestand ist.

Padre Anibal ist im Regenwald tätig, und Padre Titu kam aus Spanien hinzu. Er wird demnächst in Ocongate pastoral tätig werden. Zu den Gästen gehörten auch Joserra Solchaga Bobadilla, der in Ocongate das Waisenhaus leitet, sowie die Sozialarbeiterin Karem Farfan Torres, die in Ocongate Frauen und Familien in schwierigen Lebenslagen begleitet und hilft.

Zweisprachig gesungen

Im Gottesdienst wurden die Lieder sowohl auf Deutsch als auch auf Spanisch gesungen, ebenso die Lesungen. Die Predigtworte von Padre Fabian wurden ins Deutsche übersetzt. Danach fand in der Aula der St. Ursula-Schulen ein Stehempfang statt. Anschließend stellten Padre Fabian, Frau Farban sowie Joserra Solchaga Bobadilla ihre Arbeit vor. Dabei kamen per Video auch ehemalige Schüler aus dem Waisenhaus zur Sprache, die sich bei den Villinger Freunden für ihre finanzielle Unterstützung über all die Jahre bedankten. Pater Antonia bedankte sich auch über ein Video bei den Villinger Freunden.

In Villingen unterwegs

Schon am Donnerstag besuchte die Delegation den Kindergarten Maria Frieden und am Sonntag nahm man die Gelegenheit wahr, das Spechtlochfest aufzusuchen. Am Montag stand der Besuch in den St. Ursula-Schulen auf dem Programm.

Immer wieder klang der Dank durch, dass man mit Hilfe von vielen Förderern diese Patenschaft über 40 Jahre aufrechterhalten konnte. Die finanzielle Hilfe wurde in Ocongate eingesetzt, um zahlreiche  Projekte zu starten. Sei es für das Waisenhaus, die Schule, die Mensa oder auch für die Gartenanlage: Immer wieder konnte man auf die Hilfe aus Deutschland zählen.

Mehrmals waren Gruppen aus Villingen schon zu Gast in Ocongate auf 3000 Meter über dem Meer. Die Villinger brachten immer Hilfe mit. So galt es für die Kleinbauern, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Wegbegleiter erzählen

Gabriele Erdel, die seit Beginn dieser Aktion 1986, als die ersten Kontakte geknüpft wurden, blickte an diesem Abend voller Dankbarkeit und Zuversicht auf dieses Projekt zurück. „Partnerschaft“, so Erdel, „beruht auf Gegenseitigkeit, und man habe auch immer von den Peruanern gelernt. Es ist ein christliches Anliegen, sich gegenseitig zu helfen.“

Und Stefan Storz, ein langjähriger Wegbegleiter des Projekts, meinte, dass die Partnerschaft als Lern-, Solidar- und Gebetsgemeinschaft zu sehen sei.

Den peruanischen Gästen gefiel es im Schwarzwald sehr. Ihnen ist der persönliche Austausch ein wichtiges Anliegen.

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