SPD in Mönchweiler
: Ganztagsschule als Chance für Dorfgemeinschaft

Landtagskandidat Nicola Schurr spricht bei der Hauptversammlung der SPD Mönchweiler/Niedereschach/Dauchingen mit Bürgern über das Ehrenamt und die Ganztagsbetreuung.
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(red/pm)
Oberndorf
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Nicola Schurr (Mitte) diskutiert mit Bürgern und Genossen im Löwen-Döner Mönchweiler.

Steffen Mengel

Bei der Hauptversammlung der SPD Mönchweiler/Niedereschach/ Dauchingen diskutierte der Landtagskandidat Nicola Schurr mit interessierten Bürgern über das Dorf von morgen.

Einsamkeit betrifft heute nicht mehr nur ältere Menschen, sondern ist mit den Pandemiejahren für viele Jugendliche zu einer Realität geworden, die sich zu verfestigen drohe, heißt es in der Mitteilung der SPD.

Für Nicola Schurr, SPD-Kandidat für den Wahlkreis Villingen-Schwenningen, ist es ein besonderes Anliegen, dass dies ernst genommen werde und sich Junge und Ältere im Dorf wieder begegnen können.

Eine Frage des Geldes

Die Vereine können dabei eine wichtige Rolle spielen, aber oft werden die Angebote von Familien, gar nicht mehr wahrgenommen. Das sei nicht nur eine Frage des Geldes, es brauche vielmehr „Brückenbauer“, so Schurr, die auf Jugendliche und Familien zugehen und Türen öffnen.

Die Vorsitzende Sabine Roth erklärte, wie ab 2026 der Rechtsanspruch auf eine Ganztagesbetreuung in der Grundschule im Land umgesetzt werde. Dies böte auch die Chance, Schule und Dorf stärker zusammenzubringen und Schule zu einem Begegnungsort zu machen.

Rahmenbedingungen für das Ehrenamt

Karl-Josef Birbaum berichtete, dass man in Mönchweiler mit dem Modell der „Offenen Bürgerschule“ seit 2014 sehr gute Erfahrungen gesammelt hat, aber auch hier sei es seit der Pandemie deutlich schwerer geworden, Ehrenamtliche zu gewinnen, auch weil der Versicherungsschutz weggefallen sei.

Nicola Schurr und zwei anwesende Lehrerinnen betonten, dass die Gestaltung und Organisation einer offenen, kooperativen Ganztagsbetreuung nicht als weitere Aufgabe von den Lehrkräften übernommen werden können. Hier sei vielmehr die Dorfgemeinschaft gefragt und die Gemeinde gefordert, Rahmenbedingungen für ein „sicheres Ehrenamt“ in der Schule zu schaffen.

Wahlen und Ehrungen

Lothar Behrendt aus Dauchingen, den man gerne für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt hätte, konnte nicht an der Jahreshauptversammlung teilnehmen. Neben dem Vortrag des Kassenberichts und den Berichten aus Ortsverein und Gemeinderat war auch der Vorstand neu zu wählen.

Als Vorsitzende wurden Sabine Roth und Thorsten Fitzon wieder gewählt. Das Amt des Kassierers führt Klaus Eisenhardt fort, und auch die beiden Beisitzenden Heide Kühling und Steffen Mengel wurden von den Mitgliedern bestätigt. Die Kassenprüfung übernehmen Ilse Mehlhorn und Michael Kaiser.

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