Ortsverein Mönchweiler/Niedereschach: SPD fordert Schulerweiterung

Thorsten Fitzon (links) überreicht den Jubilaren Hannelore Kühling und Michael Kaiser Urkunden für 25 und 50 Jahre Engagement in der SPD.
Sabine RothWie lässt sich angesichts enger werdender Spielräume auch auf kommunaler Ebene die politische Meinungsbildung vor Ort so gestalten, sodass die Bürger an notwendigen Entscheidungen stärker beteiligt werden?
Diese Frage hat sich der SPD-Ortsverein Mönchweiler/Niedereschach bei seiner Jahreshauptversammlung gestellt. Durch die Umstellung der kameralen auf die doppische Haushaltsführung werde in Mönchweiler zunehmend deutlich, dass die Bauinvestitionen der vergangenen Jahre und die damit verbundenen Abschreibungen die Spielräume im Ertragshaushalt zunehmend verengen.
Umso wichtiger werde eine langfristigere Planung der Gemeindeentwicklung, die um Priorisierungen nicht umhinkommen wird.
Unterbringung von Grundschulklassen in Containern
Der zurückliegende Kommunalwahlkampf habe gezeigt, dass öffentliche Diskussionen, wie die um die Unterbringung von Grundschulklassen in Containern, etwas bewirken können. Inzwischen seien die Container aufgelöst worden und die Klassen in provisorisch hergerichteten Räumlichkeiten im Hauptgebäude der Schule über der Mensa untergebracht, teilt die SPD mit.
Das eigentliche Problem sei damit aber nicht gelöst, betonen Sabine Roth und Thorsten Fitzon. Die notwendige und beschlossene Schulerweiterung stelle sich mit neuer Dringlichkeit, wenn wieder zweizügige Abschlussklassen folgen.
Der Ortsverein wünsche sich daher eine breite Diskussion darüber, welche Vorhaben vorrangig abgearbeitet werden sollen, da nicht alles gleichzeitig angepackt werden kann.
Ehrungen für langjährige Mitglieder
An der Diskussion beteiligte sich auch Michael Kaiser aus Niedereschach, der bei der Sitzung für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt wurde. Der gebürtige Essener war lange Zeit Vorstand der SPD in Bietigheim und ist im Frühjahr nach Niedereschach gezogen. Hannelore Kühling, von 2004 bis 2009 Gemeinderätin in Mönchweiler, wurde ebenfalls für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Sie habe Sozialdemokratie von ihrem Vater gelernt und sei nach ihrer Rückkehr von Frankfurt nach Mönchweiler 1998 in die SPD eingetreten, um sich dort in der Kommunalpolitik zu engagieren.