Nach dem Erfolg von Art in Town in Schwenningen
: Schnitzeljagd und Kunstführung – so geht's mit den Streetart-Werken weiter

Sie waren die absoluten Hingucker des Stadtfests Art in Town: die Streetart-Werke, die immer noch die Schwenninger Innenstadt schmücken. Jetzt hat Initiator Dirk Werner etwas Neues mit ihnen vor.
Von
Mareike Kratt
VS-Schwenningen
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Die Streetart in Schwenningen geht in die nächste Runde: Initiator Dirk Werner hat noch einiges mit den Kunstwerken vor, wie hier am Modehaus Zinser von der Künstlerin Somari gestaltet.

Mareike Kratt
  • Streetart aus „Art in Town“ schmückt weiter die Schwenninger Innenstadt und zieht Besucher an.
  • Neuer Streetart-Spaziergang: 13 Stationen von Neckarhalle bis Rössle-Tower mit Künstlerinfos.
  • Schnitzeljagd für alle mit Smartphone – 8 QR-Codes führen zum Gewinnspiel mit Preisen.
  • Führungen an 15. und 29. August sowie 5., 19. und 26. September, Start 14 Uhr an der Neckarhalle.
  • Werke bleiben bis Ende September, Abschlussveranstaltung in der Fußgängerzone ist geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es waren sich alle einig: Das Stadtfest Art in Town, das am ersten Juli-Wochenende in Schwenningen über die Bühne gegangen ist, war ein Riesenerfolg – und vor allem ein nachhaltiger. Denn schon damals war geplant, dass die Streetart-Werke, die im Zuge des Fests an Schaufenstern und Glasfassaden entstanden sind, auch über den Sommer hinweg noch die Innenstadt schmücken und aufhübschen werden.

Initiator Dirk Werner hatte für das Projekt – regional, aber auch überregional bekannte – Künstler verschiedener Streetart-Stile gewinnen können, die durch ihre Hingucker für neue Sichtweisen und überraschende Blickachsen sorgen sollten.

So ist die Reaktion auf das Streetart-Projekt

Und das Konzept ist voll und ganz aufgegangen, kann Dirk Werner fünf Wochen nach dem Großereignis sagen. Regelmäßig sei er in der Stadt unterwegs und komme ins Gespräch mit Bürgern. „Sie reagieren total positiv. Das Ziel, neue Sichtbeziehungen zu schaffen, ist wirklich geglückt“, sagt er etwa mit Blick auf die Werke an der DHBW-Mensa und am Bahnhofsgebäude. Zudem beobachte er immer wieder auswärtige Passanten, die gezielt von Streetart zu Streetart laufen – und Selfies vor den Kunstwerken machten.

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Dirk Werner bringt an den einzelnen Kunstwerken, hier am Osiander, die noch fehlenden QR-Codes für die Schnitzeljagd an. Das Teilnehmen ist unkompliziert und niederschwellig.

Mareike Kratt

Überhaupt findet Dirk Werner, dass sich die sonst so trostlos anmutende Fußgängerzone verändert hat und zumindest derzeit voll von Menschen ist – „das ist richtig schön“. Positiv findet er auch, dass einige Einzelhändler so angetan von dem Streetart-Projekt sind, dass sie überlegen, jetzt noch, im Nachgang von Art in Town, ihr eigenes Laden-Schaufenster für ein Kunstwerk zur Verfügung zu stellen.

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Ein Streetart-Spaziergang lädt ein

Und die Streetart-Kunstwerke sollen in den kommenden Wochen noch mehr Passanten anlocken und ihnen einen zusätzlichen Mehrwert bieten: Ab sofort sind an den 13 Stationen – von Neckarhalle bis Rössle-Tower – Infos über die jeweiligen Künstler angebracht. „13 Objekte + 13 Künstler = 1 Ziel: Schwenningen in eine bunte Farbwolke verwandeln!“ lautet das Motto dieses Streetart-Spaziergangs, zu dem Dirk Werner zusammen mit dem städtischen Kulturamt einlädt.

Doch Werners Idee geht noch weiter: Aus dem Spaziergang kann für Interessierte zudem eine richtige Schnitzeljagd werden. An acht der 13 Kunstwerke sind nämlich QR-Codes angebracht, die einfach abgescannt werden müssen und am Ende mit einem Gewinnspiel locken. „Jeder, der ein Smartphone hat, kann mitmachen“, erklärt Werner das niederschwellige und datenschutzkonforme Angebot.

Ein besonderer Ort wird geöffnet

Wer darüber hinaus noch mehr Fakten und Hintergründe, etwa zu den Urban Arts der Künstler, wissen möchte, kann zudem an einer Führung von Dirk Werner beziehungsweise Konstantin Viktor Müller – Streetart-Künstler aus Rottweil, der den Rössle-Tower gestaltet hat, entlang der Kunstwerke teilnehmen. In den kommenden Wochen gibt es immer samstags einen festen Termin, individuell sind Gruppenführungen aber ebenso buchbar, erklärt Werner.

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Beim eigenen Spaziergang oder auch bei Kunstführungen, die Dirk Werner in den kommenden Wochen anbietet, können die Streetart-Werke neu erlebt werden.

Mareike Kratt

Unter anderem ist dann auch ein Abstecher ins Rössle geplant, denn hier ist seit Art in Town die sogenannte Kreuz-Street zu erleben, eine Ausstellung, die es bereits im Heilig-Kreuz-Münster in Rottweil gab. Sieben Streetart-Künstler interpretieren dabei den Kreuzweg in ihrer ganz eigenen Sprache.

Das ist zum Abschluss der Street Art geplant

Bis Ende September hängen die auf Folie angebrachten Werke noch quer über die Schwenninger Innenstadt verteilt. Was danach mit ihnen passiert, ist derzeit noch nicht klar, sagt Dirk Werner. Auch wenn einige Stimmen bereits laut geworden sind, dass sie darüber hinaus erhalten bleiben und genutzt werden sollen, macht er deutlich: „Urban Art ist eigentlich auf Vergänglichkeit ausgelegt.“

Klar ist auf jeden Fall, dass es zur Abrundung des vielfältigen Kunstprojekts – und damit auch als Abschluss von Art in Town – im September nochmals eine bunte Veranstaltung in der Fußgängerzone geben wird. Und die hat schwerpunktmäßig wiederum viel mit Kunst zu tun, macht der Initiator neugierig. „Damit Art in Town richtig gut und positiv in Erinnerung bleibt.“

Die Projekte rund die Streetart-Kunstwerke in Schwenningen

  • Die Schnitzeljagd: An acht der 13 Kunstwerke in der Schwenninger Innenstadt sind QR -Codes angebracht – wer mitmachen will, scannt sie mit der Kamera des Smartphones und klickt auf die hinterlegte Website. Wer alle gefunden hat, gibt auf der Website die Mailadresse an und nimmt am Gewinnspiel teil. Am 3. und 28. September werden die Gewinner durch das Kulturamt ermittelt und per E-Mail benachrichtigt. Es werden Preise wie Einkaufsgutscheine, Eintrittskarten und individuelle Streetart-Kunstwerke verlost.
  • Führungen: Zu den 13 Streetart-Werken sind Führungen mit Fakten und Hintergründen durch die Schwenninger Innenstadt geplant, nämlich am 15. und 29. August sowie am 5. und 19. September. Am 26. September gibt es anlässlich des Kürbisfests eine Künstlerführung mit Konstantin Viktor Müller. Beginn ist jeweils um 14 Uhr, Treffpunkt ist vor der Neckarhalle. Infos für individuelle Führungen gibt's bei Dirk Werner unter streetart@agentur-landfrust.de.
  • Weiteres Infos: Flyer mit der Auflistung der einzelnen Streetart-Stationen gibt's in mehreren Geschäften in der Schwenninger Innenstadt sowie in der Touristinfo am Bahnhof.