Mit GPS auf Irrwegen
: Hightech auf dem Acker – so entsteht das Maislabyrinth in Schwenningen

Vom Maisfeld zum Irrgarten: Hinter dem Maislabyrinth am Schillerhof in Schwenningen steckt jede Menge Planung. Und so werden die verschlungenen Wege angelegt.
Von
Mareike Kratt
VS-Schwenningen
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Ist froh, dass die Wege durch das Maislabyrinth jetzt fertiggestellt sind und auf möglichst viele Besucher warten: Cedric Maier vom Schillerhof in Schwenningen.

Ist froh, dass die Wege durch das Maislabyrinth jetzt fertiggestellt sind und auf möglichst viele Besucher warten: Cedric Maier vom Schillerhof in Schwenningen.

Mareike Kratt
  • Maislabyrinth in Schwenningen entstand mithilfe GPS-gesteuerter Aussaat direkt beim Säen.
  • Digitale Feldkarte steuerte Einzelkornsämaschine – Wege wurden dort nicht bepflanzt.
  • Nacharbeit per Motorsense in Kurven, zugleich entfernte der Betrieb unerwünschtes Unkraut.
  • Technik spart Ressourcen beim Säen und Düngen, ist laut Betrieb jedoch sehr teuer.
  • Geöffnet bis Anfang Oktober von 9 bis 21 Uhr – danach wird der Mais gehäckselt und verfüttert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die einen hechten ambitioniert hindurch, die anderen fragen sich beim Besuch des neuen Maislabyrinths gegenüber vom Schillerhof in Schwenningen: Wie kommen die zahlreichen verschlungenen Wege eigentlich zustande? Bei der Premiere im vergangenen Jahr ist das Maisfeld erst einmal ganz normal angelegt worden und gewachsen, bevor das Muster nachträglich hineingeschnitten wurde – diesmal ist die Entstehung aber ganz anders gewesen.

„Das Labyrinth wurde von Anfang an so gesät“, erklärt Cedric Maier, Juniorchef des Schillerhofs. Bereits Ende April wurde die Fläche mithilfe moderner Landtechnik vorbereitet. Grundlage war eine digitale Karte des Feldes. Die entsprechende Fläche wurde aus dem Flächenverzeichnis in eine Datei übertragen, in die anschließend das gewünschte Labyrinth-Muster eingezeichnet wurde, so Cedric Maier weiter zum Prozedere.

Wie moderne GPS-Technik funktioniert

Diese Daten wurden anschließend in einen geliehenen Traktor programmiert. Beim Aussäen mit dieser Einzelkornsämaschine, die im Übrigen auch extern gesteuert wurde, kam dann GPS-Technik zum Einsatz. „Jemand sitzt zwar im Traktor, aber die Maschine lenkt praktisch selbst“, sagt Maier. Das System erkennt anhand der hinterlegten Karte genau, wo Mais gesät werden soll – und wo die späteren Wege verlaufen. „Die Maschine sieht: Hier ist ein Weg, also säe ich dort nichts.“

Das eigentliche Aussäen des Labyrinths dauerte nur rund 20 Minuten. Ganz ohne Handarbeit ging es allerdings nicht. Vor allem in den Kurven hat der Jung-Landwirt, der im Herbst sein Masterstudium des Agribusiness aufnimmt, die Wege später mit einer Motorsense nachgearbeitet. Gleichzeitig wurde dabei auch unerwünschtes Unkraut entfernt.

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Die genutzte GPS-Technologie ist längst fester Bestandteil moderner Landwirtschaft, erklärt Cedric Maier weiter. Sie kommt nicht nur beim Säen zum Einsatz, sondern beispielsweise auch beim Düngen.

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Der Mais hat seine volle Höhe erreicht – gerade so, dass das Maislabyrinth überhaupt stattfinden kann.

Mareike Kratt

Mithilfe sogenannter Section-Control-Verfahren können Maschinen exakt steuern, wo und in welcher Menge Dünger ausgebracht wird. Das spart Ressourcen und verhindert Überlappungen. „Die Technik ist allerdings sehr teuer“, sagt Maier.

Was passiert jetzt mit dem Mais?

Mittlerweile hat der Mais seine volle Höhe erreicht – in diesem Jahr, bedingt durch die Dürre, sei die Zielhöhe als Voraussetzung fürs Labyrinth wirklich nur knapp erreicht worden. Rund 2,50 Meter ragen die Pflanzen jetzt in die Höhe, weiter wachsen werden sie nicht mehr. Stattdessen bildet der Mais nun seine Kolben aus.

Bis Anfang Oktober bleibt das Labyrinth geöffnet. Danach wird das Feld geerntet. Der Mais wird wie üblich gehäckselt und als Futter für Kühe weiterverwendet, blickt der Juniorchef voraus – und freut sich jetzt erstmal auf das zweite Maislabyrinth-Abenteuer und auf erneut viele Besucher.

DIe Öffnungszeiten

Das Maislabyrinth gegenüber vom Schillerhof in Schwenningen, Weilersbacherstraße 141, ist ab sofort bis Anfang Oktober von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Im Hoflädele gibt's an der Selbstbedienungstheke Snacks und Getränke.