Experten geben Tipps: Trockenheit und Hitze setzen Gärten in VS zu

Bei so hohen Temperaturen müssen Kleingärtner ihren Garten ausreichend gießen. (Symbolfoto)
dpa- Anhaltende Hitze und Trockenheit setzen Gärten in Villingen-Schwenningen stark zu.
- Kleingärtnerin rät: morgens vor 9 Uhr gießen – alternativ zwischen 20 und 21 Uhr.
- Tomaten und Gurken abdecken oder mit Dach schützen, heimische Sorten bevorzugen.
- Gartencenter: Rosen leiden ab etwa 35 Grad, hitzefest sind Lavendel, Sonnenhut, Katzenminze.
- Problem bleibt Wassermangel: Regentonnen oft leer, Leitungswasser teuer – Bewässerung hilft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Temperaturen schießen hoch, die Sonne lässt sich immer häufiger blicken. Doch problematisch wird das für Klein- und Hobbygärtner, da viele Pflanzen unter der ständigen Hitze leiden.
Wie man Pflanzen vor der Hitze schützen kann, erklärt Hildegard Engelhardt, erste Vorsitzende des Schwenninger Kleingärtnervereins Gunnentalstraße. Sie nutzt ihren Schrebergarten für die Selbstversorgung und pflanzt überwiegend heimische Produkte an.
Pflanzen wie Tomaten und Gurken sollten laut der Hobbygärtnerin abgedeckt werden, da sie sehr viel Sonnenschutz benötigen. Alternativ könnte man auch ein Dach bauen, um das Gemüse vor der Hitze zu schützen. Doch nicht nur Gemüse leidet unter den hohen Temperaturen: Auch Apfelbäumen und Beerensträuchern setzen die anhaltende Hitze und Trockenheit zu.
Daher empfiehlt Engelhardt, Pflanzen möglichst früh am Morgen – im Idealfall vor 9 Uhr – zu bewässern. Sollte das nicht möglich sein, rät sie, das Gießen auf die späteren Abendstunden zwischen 20 und 21 Uhr zu verlegen.
In vielen Gartencentern gebe es mittlerweile auch Neuzuchtpflanzen, die sich an den Klimawandel anpassen können. Besonders praktisch sind außerdem Bewässerungsanlagen, die sich individuell einstellen lassen. So werden die Pflanzen auch zuverlässig mit Wasser versorgt, wenn man selbst keine Zeit zum Gießen hat.
Manche Pflanzen vertragen die Hitze besser
Das Gartencenter Späth in Villingen-Schwenningen erklärt zudem, dass vor allem Rosen unter den hohen Temperaturen leiden, denn bereits ab etwa 35 Grad können ihre Blätter verbrennen. Eine Mitarbeiterin aus dem Gartencenter empfiehlt, sich hitzebeständige Pflanzen anzuschaffen, wie beispielsweise Lavendel, Sonnenhut oder Katzenminze.
Bernhard Lösch, erster Vorsitzender der Gartenfreunde Marbach, erzählt im Gespräch mit unserer Redaktion, dass heimisches Gemüse ebenfalls in seinem Kleingarten einen festen Platz hat – darunter Peperoni, Gurken, Rote Beete, Zwiebeln und Kartoffeln. Die anhaltende Hitze bereitet jedoch auch ihm Sorgen. Vor allem Beeren, Obst und Salat würden bei den hohen Temperaturen kaum noch gedeihen.
Für viele Kleingärtner stelle die Hitze ein großes Problem dar. Da es kaum noch regnet, seien die Regentonnen nahezu leer. Gleichzeitig sei Leitungswasser nicht gerade günstig, sodass eine ganze Bewässerung oft sehr schwierig sei.
Viel mehr als abzuwarten bleibt den Gärtnern daher häufig nicht, denn die Trockenheit betrifft bei so enormen Hitzewellen so gut wie alle. Hoffnung macht jedoch der Blick auf die kommenden Tage: Die Temperaturen sollen zumindest vorübergehend etwas zurückgehen.

