Landtagswahl Trossingen
: AfD weiter Spitzenreiter bei den Wählerstimmen

In Trossingen liegt der Blick bei dieser Wahl des Landtags speziell auf dem Ergebnis von FDP und AfD.
Von
Cornelia Hellweg
Oberndorf
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Die Landtagswahl im Jahr 2021 stand wegen Corona noch unter anderen Vorzeichen: mehr Briefwähler als Stimmabgaben am Wahltag an der Urne. Die Wahlbeteiligung lag in Trossingen bei 50,7 Prozent. Es gab damals nur eine Stimme und zwar für eine der zur Wahl stehenden Parteien: Die Grünen erreichten 28,2 Prozent der Stimmen, die CDU 26,1 Prozent, die FDP 12,4 Prozent, die AfD 15,2 Prozent, die SPD 7,4 Prozent, für die Linke votierten 3,2 Prozent, der Rest entfiel auf die sonstigen Parteien auf dem Stimmzettel.

Bei der Landtagswahl 2026 gab es zwei wichtige Änderungen: Jeder Wähler/Jede Wählerin hatte zwei Stimmen, und erstmals konnten auch die 16- und 17-Jährigen über die Zusammensetzung des Landtages mitbestimmen.

So sieht’s aus bei der FDP

Die Liberalen haben über lange Jahre in Trossingen starke – sprich zweistellige – Wahlergebnisse eingefahren und mit beispielsweise Ernst Pfister oder Ernst Burgbacher in Land und Bund politisches Spitzenpersonal hervorgebracht. Diese Zeiten scheinen vorbei. Bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr votierten knapp sechs Prozent für die FDP (2021: 17,8 Prozent) in Trossingen. Bis zum Redaktionsschluss sah es gestern Abend nicht danach aus, dass die FDP in den neu gewählten Landtag in Stuttgart einziehen würde. Ein bitteres Ergebnis sicher auch für den hiesigen FDP-Landtagsabgeordneten Niko Reith, der in Trossingen immerhin 7 Prozent der Stimmen bekommt und damit besser abschneidet als seine Partei (5,7 Prozent).

Das beste Stimmenergebnis in Trossingen kann die Alternative für Deutschland (AfD) einfahren. Diese Entwicklung zeichnete sich bereits bei der Bundestagswahl 2025 ab, wo die AfD 34,5 Prozent der Zweitstimmen erreichte. Die Partei hat von der Landtagswahl 2021 (15,2 Prozent) zu Landtagswahl 2026 (32,8 Prozent) ihren Stimmenanteil verdoppelt. Hier gibt es kaum einen Unterschied zwischen Stimmanteil bei den Erst- und Zweitstimmen.

Spitze bei den Erststimmen

Guido Wolf (CDU) gehört dem Landtag Baden-Württemberg seit 2006 als Abgeordneter an und wird diese Arbeit auch in der neuen Wahlperiode fortführen können. In Trossingen erhielt er mehr Erststimmen (32,8 Prozent) als die CDU Zweitstimmen (26,6 Prozent). Mit diesem Ergebnis liegt er hauchdünn hinter dem Ergebnis des AfD-Kandidaten Kay Rittweg mit 32,9 Prozent.

Bei der Bundestagswahl konnte die CDU 27 Prozent der Zweitstimmen für sich verbuchen. Insgesamt verteidigte Wolf sein Direktmandat für den Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen. Die Grünen erhielten mehr Zweitstimmen (21,2 Prozent) als Erststimmen (17,4 Prozent) für ihren Landtagskandidaten Jens Metzger. Bei der Bundestagswahl bekamen die Grünen 8,1 Prozent der Zweitstimmen.

Bitteres Ergebnis für SPD

Der SPD im Wahlkreis Tuttlingen/Donaueschingen dürfte gestern nicht zum Feiern zumute gewesen sein. Christine Treublut erreichte für die SPD in Trossingen lediglich 4,8 Prozent der Erststimmen, die SPD erhielt bei den Zweitstimmen vier Prozent.

Bei der Bundestagswahl waren noch knapp 10,2 Prozent der Zweitstimmen auf die SPD entfallen. Wahlberechtigt waren in Trossingen 10 955 Personen, von denen 6541 von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 59,7 Prozent. Bei den Erststimmen waren 62 und bei den Zweitstimmen 52 Stimmen ungültig.

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