Katholische Sozialstation VS: Seit 50 Jahren eine wichtige Einrichtung

Diese Verantwortlichen der Katholischen Sozialstation Villingen-Schwenningen stehen für alle 118 Mitarbeitende, die am Samstag, 20. September, das 50-jährige Bestehen feiern (von links): Claudia Häberle, Andrea Hahn, Heike Reich, Silke Sailer, Silke Klingenstein, Elena Krebs, Frauke Bahr und Christian Fett.
Birgit Heinig„Die Wurzeln ehren und in die Zukunft schauen“ – nach diesem Motto soll an diesem Tag im benachbarten Gemeindesaal der Fideliskirche ab 10 Uhr den Gründern gedacht, den aktuell Mitarbeitenden gedankt und die pflegerische und betreuende Arbeit der Sozialstation der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
1867 gründeten die Heilig Kreuz Schwestern aus Hegne in Villingen an der Ecke Klosterring/Mönchweilerstraße eine Krankenpflegestation, kümmerten sich darin um schwache und kranke Menschen und legten damit den Grundstein für die heutige soziale Einrichtung.
1975, gut 100 Jahre später, gründete sich an gleicher Stelle und im Namen der Erzdiözese Freiburg die Sozialstation als Verein. Erster Vorsitzender wurde der damalige Bürgermeister Volker Lindner. 1977 zog man in das neu errichtete Münsterzentrum ein- und 1995 in die Bleichestraße um.
Start mit zehn Mitarbeitenden
Was 1975 mit zehn Mitarbeitenden unter der Geschäftsführung von Bernhard Eck begann, umfasst heute unter dem Motto „Wir pflegen Menschlichkeit“ einen umfassenden Fürsorgebetrieb mit 118 Kräften, die pro Jahr rund 160 000 Hausbesuche leisten. Neben ganzheitlicher Pflege im heimischen Umfeld, Behandlungspflege, Betreuung, und Hauswirtschaft umfasst der Aufgabenkatalog der Sozialstation auch Pflegeberatungsgespräche – und das alles unabhängig von Konfessionen.
In den ersten Jahren wuchs das Einzugsgebiet ständig. Niedereschach, Fischbach und Schabenhausen kamen 1977, Dauchingen 1984, Bad Dürrheim 1997 hinzu. Auf Lindner folgten als Vorsitzende Theo Kühn, Rudolf Hirt und Kurt Müller. Seit 2019 führt Berthold Frisch den Verein an.
Bernhard Eck übergab die Geschäfte 1985 an Margarethe Schachtner, die den Staffelstab 2000 an Hans-Peter Hable weitergab. Der ist nach 25-jähriger Tätigkeit soeben in den Ruhestand getreten, die Geschäftsführung wurde Christian Fett übertragen. Verabschieden wird sich in diesem Jahr auch noch Silke Sailer, Pflegedienstleiterin seit 2011. Sie übergibt an Elena Krebs.
Es gibt Niederlassungen
Derzeit betreibt die Katholische Sozialstation Villingen-Schwenningen Niederlassungen in Schwenningen, Brigachtal und Niedereschach sowie in Dauchingen die Wohngruppe „Löwen“ mit zwölf unterstützungsbedürftigen Bewohnern.
Stützen kann sie sich dabei auf ein Netzwerk, das sich bei der Geburtstagsfeier am Samstag ebenfalls präsentieren wird: der Pflegestützpunkt Schwarzwald-Baar-Kreis, eine kostenlose und neutrale Anlaufstelle des Landratsamtes für alle Fragen rund um Pflege und deren Finanzierung, der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und Männer (SkM) sowie das Deutsche Rote Kreuz mit schneller Ersten Hilfe im Notfall, „Essen auf Rädern“ und dem Hausnotruf.
Als Partner schätzt die Sozialstation auch das Pflegeheim St. Lioba und den ehrenamtlich tätigen Seniorenrat der Stadt, der sich für die Interessen älterer Menschen einsetzt.