Katholische Sozialstation VS: Das ist der neue Geschäftsführer

Christian Fett (Zweiter von links) folgt bei der Katholischen Sozialstation VS auf Hans-Peter Hable (Vierter von links). Flankiert werden sie hier von Berthold Frisch (links) sowie (von rechts) Helmut Lohrer, Bernhard Sieber, Christian Müller-Heidt und Stephan Jacob.
Birgit Heinig„Gefunkt“ habe es zwischen den sieben Vereinsvorständen und dem Neuen, berichtet der Vorstandsvorsitzende Berthold Frisch und macht kein Hehl daraus, dass es sich bei dem bisherigen Leiter des vom Caritasverband getragenen St. Lioba-Pflegeheims um einen „Glücksgriff“ handelt.
Fetts berufliche und menschliche Expertise passe zur Sozialstation mit ihren derzeit rund 120 Mitarbeitenden und den gut 500 Patienten, die es mit jährlich bis zu 180 000 Hausbesuchen zu versorgen gilt.
25 Dienstjahre
Hans-Peter Hable tritt im 50. Vereinsjahr nach 25 Dienstjahren in den Ruhestand. In dieser Zeit hat er nach dem Motto „Qualität vor Quantität“ 4,4 Millionen Hausbesuche ermöglicht. Eine „zugewandte, kompetente und individuelle Pflege“ sei ihm stets eine Herzensangelegenheit gewesen. „Es ging uns nicht in erster Linie um Wachstum, aber durch unsere Pflege sind wir gewachsen“, schreibt er in der Hauszeitung.
Christian Fett
Sein Nachfolger Christian Fett ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Beruflich führte es ihn nach seiner ersten Ausbildung zum Steuerassistenten über den Zivildienst in die Pflege. In Tuttlingen ließ er sich zum Altenpfleger ausbilden und bekleidete danach bei der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn verschiedene Positionen. 2007 übernahm er die Leitung des Caritas-Pflegeheimes am Eschachpark in Niedereschach und wechselte 2014 ins St. Lioba, dessen Leitung er 2019 schließlich übernahm.
„Christliche Werte, Fachlichkeit und Menschlichkeit“ habe ihn beim Verein Katholische Sozialstation VS überzeugt, sagt Fett, der sein neues Amt bereits angetreten hat und in den nächsten Tagen von der Villinger Bleichestraße aus die Niederlassungen in Schwenningen, Brigachtal und Niedereschach sowie den Wohnpark in Dauchingen besuchen wird.
Sein Motto
In der Reihenfolge „zuhören, verstehen und gestalten“, hat er sich gemeinsam mit dem Team vorgenommen, die Sozialstation in die Zukunft zu führen. Zwar mache sich der allgemeine Pflegenotstand hier noch nicht eklatant bemerkbar, da sie „aufgrund ihres guten Rufes“, wie Fett vermutet, noch über ausreichend Personal verfügt, gleichwohl seien die Digitalisierung eine Herausforderung und gelte es, auf die zukünftigen politischen Entscheidungen in Sachen Pflege zu reagieren.
An neuen Ideen fehlt es Christian Fett auf jeden Fall nicht. Zu seinen ersten Aufgaben gehört unter anderem die Ausrichtung der Jubiläumsfeier am 20. September. Einen Tag lang werde man Besucher auf dem Gelände der benachbarten Fideliskirche informieren, unterhalten und verköstigen.