Innenhof-Festival in Villingen: Beim Team herrscht beste Sommerlaune

Hat vor und hinter den Kulissen des 35. Innenhof-Festivals für einen reibungslosen Ablauf gesorgt: das Team, das bei verschiedensten Aufgaben anpackte.
Josefine StarkmannSuper Stimmung bei Helfern wie Besuchern, bestes Sommerwetter und mindestens 100 Gäste an jedem Abend: Die Macher des Villinger Innenhof-Festivals sind nach neun Tagen glücklich und zufrieden mit dem Ablauf der 35. Auflage.
„Es war ein tolles Jahr mit genialen Konzerten und spitze Gästen“, bringt Festivalsprecher Jürgen „Jogi“ Kern seine Eindrücke auf den Punkt. Auf den Tag genau habe das Wetter gepasst, während Dauerregen noch den Bühnenaufbau erschwerte, kehrten mit den Künstlern auch die sommerlichen Temperaturen zurück.
So spielte sich in diesem Jahr alles im Freien ab, was sich natürlich auch auf die Publikumszahlen auswirkte. „Es waren an jedem Abend mindestens 100 Gäste im Hof, oft waren es um die 250 Zuschauer“, zieht Festivalsprecher Richard „Richie“ Hehn Bilanz.
Mit 2051 Besuchern liege das Festival in diesem Jahr im langjährigen Mittel. Und zum Abschluss habe die Tribute-Band „Mad Zeppelin“ am Samstag für einen ausverkauften Hof gesorgt.
Neue Entdeckungen
Und einmal mehr sei es gelungen, ein Festival mit neuen Entdeckungen zu präsentieren, das Begegnungen mit verschiedensten Musikgenres und in Villingen noch unbekannten Künstlern ermöglichte. Beispielsweise die Rapperin La Nefera aus Basel, die Hip-Hop in den Hof brachte und mit ihrer Energie alle mitriss. „Wären wir ein Filmfestival, hätte sie die Goldene Palme gewonnen“, stellt Hehn mit einem Lachen fest, das zeige, dass die Konzerte im Innenhof immer für Überraschungen gut sind.
Aber jeder im Team und natürlich auch die Besucher hätten eigene Favoriten, und das spiegele sich im vielseitigen Programm wider. Das Festival genieße einen so guten Ruf, dass sich manche Künstler inzwischen um einen Gig bewerben, betont er. Das mache es dann bei plötzlichen Ausfällen leichter, schnell einen Ersatz zu finden. So sei es eben gelungen, nach der Absage der Musiker von „Trümmer“ noch Chris Kramer und Paddy Boy Zimmermann für einen Auftritt zu engagieren – übrigens ein Duo, das für einige im Team zu den Höhepunkten zählte.
Überall sind anpackende Hände gefragt
Das setzte sich in diesem Jahr aus gut 50 Helfern zusammen, die schon lange vor dem Festival mit der Organisation beschäftigt waren und dann Abend für Abend im Hof standen, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen und sich um Gäste wie Künstler zu kümmern. Ob bei der Vorbereitung der türkischen Spezialitäten in der Küche, an der Essenstheke, beim Ausschank der Getränke, an der Kaffeebar, bei der Bühnentechnik und am Mischpult, an der Abendkasse oder im Spüldienst, überall sind anpackende Hände gefragt.
Festival trägt sich seit den Anfängen allein aus dem Ehrenamt
Stolz sind Hehn und Kern, dass sich das Festival seit den Anfängen allein aus dem Ehrenamt trägt, inzwischen sind es der Folk- und der Rockclub, das Kommunale Kino Guckloch und der türkische Kulturverein Çaba, die jedes Jahr eine ganze Woche lang Kultur im Innenhof die Bühne bringen und auf ihre Mitstreiter bauen können.
Dass immer wieder neue, oft jüngere Helfer zum Team stoßen und sich jungen Leute unter das Publikum mischen, freut Kern. „Die Zukunft des Festivals ist gesichert. Und er ist froh über die Akzeptanz des Festivals bei der Stadt. Das Ordnungsamt sei in diesem Jahr keine einziges Mal vorbeigekommen, es habe sogar für den Kinoabend die Sondergenehmigung gegeben, den Film ab 22 Uhr im Freien zu zeigen. Vermutlich seien sich die Verantwortlichen in der Verwaltung der Bedeutung des Festivals für die Kultur in der Stadt bewusst. Zumal in diesem Jahr auch keine Beschwerden von Anwohnern eingegangen seien, die wie jedes Jahr Freikarten bekommen hatten.
Planungen für neue Runde
Der 36. Runde steht also nichts im Weg, sie ist schon fest im Terminkalender für die zweite Woche der Sommerferien 2026 geplant. Im September treffe sich das Organisationsteam zur Abschlussbesprechung erklärt Hehn. Wenig später gehe es dann schon an die Buchung erster Gigs für nächste Jahr. Und ein Auftritt sei schon festgezurrt – ein Wiedersehen mit einem Musiker, der mit anderen Formationen bereits im Hof zu Gast war. Mehr verrät Hehn allerdings nicht.