Hoch hinauf an Villingens Wahrzeichen: Schäden am Münster aus der Nähe betrachtet

Mit dem Hubsteiger ging es am Villinger Münster hoch hinauf.
Martin Disch- Führungen am Tag des offenen Denkmals gaben Einblicke in Baugeschichte und Sanierung.
- Hubsteiger-Tour: in 41 Metern Höhe waren Schäden an Fassade und Wasserspeiern sichtbar.
- Start der Langzeitsanierung im Herbst – geplant bis voraussichtlich 2029.
- Kosten von rund 4,6 bis 5 Mio. Euro, teils finanziert durch Erzdiözese, Spenden und Fördermittel.
- Handwerker arbeiten mit traditionellen Materialien; zunächst wird das Münster eingerüstet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Tag des offenen Denkmals fanden in Villingen Führungen um und durch das Münster statt und gaben Einblicke in seine Baugeschichte und die bevorstehende Fassadensanierung.
Der ehemalige Münsterpfarrer Josef Fischer, Münstermessner Andreas Turner und der Villinger Stadtführer Heinrich Greif führten die Gruppen um das Münster und gaben auch kaum beachtete Einblicke.
Bei einer etwa 15-minütigen Hubsteiger-Führung mit dem Fachplaner Dietmar Bader konnten jeweils fünf Personen in 41 Meter Höhe sonst kaum erreichbare Bereiche der Fassade und vorhandene Schäden aus nächster Nähe betrachten.
Freilich war die Nachfrage groß und man musste sich schon im Vorfeld im Münsterpfarrbüro dafür registrieren lassen. Auf dem Münsterplatz begutachteten den ganzen Nachmittag stets Schaulustige diese besondere Begehung.
Baustart im Herbst
Die Langzeitsanierung des Villinger Münsters beginnt im Herbst und ist auf mehrere Jahre bis voraussichtlich 2029 ausgelegt. Das Projekt hat ein geschätztes Gesamtvolumen von rund 4,6 bis 5 Millionen Euro. Schäden an der Außenhülle, am Fugenmörtel der Sandsteine, Risse an den Wasserspeiern, mürber Putz sowie Instandsetzungsbedarf am Dachstuhl (besonders am gotischen Chor) und an Fenstern machen die Renovierung nach fast 50 Jahren seit der letzten Außenrenovierung notwendig.
Die Handwerker arbeiten fast komplett von Hand und nutzen traditionelle Materialien wie vor Jahrhunderten statt reinem Zement. Als erste Maßnahme wird das Münster eingerüstet.
Die Kosten werden unter anderem durch die Erzdiözese Freiburg, Spenden sowie Fördermittel getragen – so gab das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg einen Förderbetrag von rund 390.000 Euro aus der Denkmalförderung 2026 bekannt.
Zum Ende des Tages gab Münsterkantor Roman Laub eine Orgelvorführung mit kleinem Konzert.
Auch die momentane Ausstellung im Franziskaner zog Menschen am Denkmaltag an, und Freunde des Villinger Eisenbahnclubs gaben in Marbach an der Epfentalbrücke interessante Hinweise auf den Bau der Strecke in Richtung Württemberg.
