Führung in Villingen
: Ein Blick hinter die Türen einer besonderen Kirche

Sakristei, Dachboden, Turm und Gruft: Bei einer besonderen Entdeckertour durch die Villinger Benediktinerkirche gab es für rund 50 Besucher viel zu entdecken. Engagierte Kirchenkenner öffneten Türen, die sonst verschlossen bleiben, und machten die Geschichte lebendig.
Von
Martin Disch
VS-Villingen
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Den Blick vom Benediktertum aus über die Villingre Innestadt genossen die Teilnehmer der  Besichtigung.

Den Blick vom Benediktertum aus über die Villingre Innestadt genossen die Teilnehmer der Besichtigung.

Martin Disch
  • Entdeckertour in der Villinger Benediktinerkirche: rund 50 Besucher trotz Regen.
  • Vier Stationen mit zwei Gruppen, Auftakt mit Klängen der nachgebauten Silbermannorgel.
  • Pfarrer Thomas Mitzkus gab einen Impuls und erklärte Symbole an der Kanzel von 1759.
  • Führung durch Sakristei, Dachboden, Turm und Gruft – Zugang sonst verschlossen.
  • Anekdote zu Statuen: Originale stehen heute in der Kirche, Ersatz am Portal.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die mittelalterliche Zähringerstadt Villingen hat vieles für Geschichts- und Kunstinteressierte zu bieten. Viele Bauwerke lassen über hunderte von Jahren zurückblicken. Neben dem Villinger Münster bietet sich die Benediktinerkirche, benannt nach dem daneben befindlichen Kloster,  aber dem Heiligen Georg geweiht, besonders an für eine Entdeckertour.

Das Kirchortsteam Münster organisierte nun eine besondere Besichtigung, nachdem eine ähnliche Aktion schon im Münster großen Anklang gefunden hatte. Das Regenwetter hielt viele sicherlich ab, ihr Haus zu verlassen, aber 50 Personen machten sich auf. Sie wurden von Uschi Schwert begrüßt. Sie erklärte den Ablauf. Aufgrund der Anzahl von Entdeckern wurden zwei Gruppen gebildet, die vier Stationen ablaufen könnten.

Doch zuerst wurden die Besucher von Matthias Eschbach mit Klängen der nachgebauten Silbermannorgel eingestimmt und begrüßt. Pfarrer Thomas Mitzkus trug mit einen kleinen spirituellen Impuls zum Programm bei. Er erwähnte unter anderem die Kanzel von Josef Anton Hops aus dem Jahr 1759, an der die christlichen Symbole für Glaube, Liebe und Hoffnung – Kreuz, Kelch und Anker  – von Puten getragen, zu sehen sind. Diese können, so Mitzkus, zu einer Reflexion beitragen, wie man selbst damit umgeht.

Anschließend führte Münstermesner Andreas Turner die Gruppe in die Sakristei. Dort findet man noch die Hälfte der ursprünglichen Schränke. Dieter Jauch und Gunther Schwarz erklärten die Klosteranlage und die Kirche. So manche Anekdote wurde dabei erzählt. So sei vor langer Zeit einmal die Statue von Jesus Christus, die oberhalb des Hauptportals ihren Platz hatte, in die Schulgasse gestürzt. Sie sei unversehrt geblieben, aber für die Verantwortlichen sei klar gewesen, dass man sie zusammen mit den beiden anderen Statuen von St. Georg und Benedict von Nursia  durch eine neue ersetzen musste. Die Originale stehen nun in der Kirche.

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Münstermessner Anfreas Tuner gewährte einen Blick in die Sakristei gewähren und zeigte auch einige Paramenten.

Münstermessner Andreas Turner gewährte einen Blick in die Sakristei gewähren und zeigte auch einige Paramenten.

Martin Disch

Einige Holztreppen mussten die Teilnehmer erklimmen, um zum Dachboden und Turm zu kommen. Martin Schuhbauer und Sebastian Bohrer zeigten das mächtige Gewölbe. Wer wollte,  konnte auch zu den Glocken und zur Turmempore hinauf, was aber bei dem regnerischen und windigen Wetter kein Genuss war.

Matthias Eschbach bringt Orgel zum Klingen

Matthias Eschbach wiederum begrüßte die Gruppen im Trockenen auf der Kirchenempore an der nachgebauten Silbermannorgel, um deren ursprüngliche Geschichte und den Nachbau zu erklären, zudem ließ er die Töne der Orgel erklingen. Zum Schluss öffnete man auch noch die Türen zur Gruft, die unter die Kirche führten. Dort wurden die Mönche einst beerdigt. Bis vor wenigen Jahren lagen da auch noch die Gebeine.

Wahrlich ein erbauender Nachmittag lag nach über zwei Stunden hinter den Besuchern. Sie konnten ihr Wissen über die Geschichte der Benediktiner, das Konventgebäude, den Orden, die heimischen Maler, welche die Gemälde gemalt hatten, sowie weitere Einrichtungen in der Kirche wie Chorgestühl, Altar und Statuen erweitern.