Fest für Villinger Münsterpfarrer: So viele sagen „Danke Josef Fischer“

„Danke Josef“ lautete die Laudatio der pastoralen Mitarbeiter von Dekan Josef Fischer (am Mikrofon) beim Fest im Münsterzentrum.
Martin DischZum Ende des Jahres wird Josef Fischer in den Ruhestand treten. Der 68- jährige Theologe war 18 Jahre als Pfarrer in Villingen tätig.
Wie er selber sagt, blickt er dankbar auf die Jahre zurück. „In den meisten Jahren waren auch dunkle Wege dabei und finstere Schluchten und manches ist abgebrochen und manches ist nicht gut geworden. Aber ich bin dankbar, weil alles in allem der Weinstock meines Lebens doch auch Früchte trägt.“
Seit August ist er aus dem Münsterpfarramt in eine Mietwohnung umgezogen. Sein Büro ist nun im Münsterzentrum. Dorthin hat der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Villingen die Mitglieder der selben zu einem Dankeschön-Fest eingeladen.
Es ist ja nicht ein Abschied, denn bis Ende des Jahres wird er die Administration der beiden Seelsorgeeinheiten Zwischen Brigach und Breg sowie An der Eschach übernehmen.
Fischer weiter im Seelsorgeteam
Mit dem 1. Januar wird die neue Pfarrei Unsere Liebe Frau Villingen rechtlich errichtet. Pfarrer Fischer wird als Subsidiar danach Aufgaben vornehmen. Er bleibt Mitglied im Seelsorgeteam. Er wird im Januar und Februar eine Auszeit nehmen, um sich zu erholen und sich persönlich neu zu orientieren. Danach wird er unter anderem Gottesdienste übernehmen, damit der neue Leiter Thomas Mitzkus die Möglichkeit hat, die Pfarreien besser kennenzulernen.
Der Festtag begann mit einem festlichen Gottesdienst im Münster, den Dekan Fischer zusammen mit seinem Nachfolger Thomas Mitzkus und Diakon Rupert Kubon zelebrierte. Das Münster war zu diesem Dankeschön-Gottesdienst mit Gläubigen aus allen fünf Pfarreien besetzt. Alle Plätze waren belegt.
Die Gottesdienstbesucher und die große Ministrantenschar aus allen Pfarreien bewiesen in eindrucksvoller Art und Weise die Dankbarkeit für die lange seelsorgerische Tätigkeit von Pfarrer Fischer. Mitglieder der Capella Nova unter Leitung von Roman Laub umrahmten den Gottesdienst musikalisch.

Viele Gäste kamen zum Dankeschönfest ins Münsterzentrum.
Foto: Martin DischAm Nachmittag war ebenso der Gemeindesaal im Münsterzentrum voll besetzt. In „familiärer“ Weise feierte man zuerst bei Kaffee und Kuchen. Die Anwesenden konnten ihren Dank persönlich dem geschätzten Seelsorger übermitteln oder in ein Anwesenheitsbuch schreiben.
Zahlreiche Redner danken Josef Fischer
Pfarrgemeinderatsvorsitzender Martin Schuhbauer war der erste, der seinen Dank in Worten ausdrückte. Dabei, wie bei allen weiteren Rednern, standen lobende Worte für die pastorale Arbeit wie Gottesdienste, die treffenden Worte bei den Predigten an Hochfesten, Hochzeiten, Beerdigungen und Taufen wie auch die professionelle Zusammenarbeit in den verschiedenen Gremien und in den Verbänden.
Ihm folgten Oberbürgermeister Jürgen Roth, Landrat Sven Hinterseh und Christoph Käfer von den St.Ursula Schulen, Frank Bonath vom Bernhardshüttenverein sowie das gesamte Pastoralteam.
Dazwischen lockerte „die Bänd“ von St. Fidelis mit einem Danklied das Geschehen auf der Bühne auf, ebenso später die Alphornbläser unter Leitung von Martin Fetscher.
Pfarrer Fischer war nicht ein Priester, der durch Baumaßnahmen in Erinnerungen bleiben wird, sondern durch seine Arbeit mit den Menschen, die ihm in all ihren Lebenszeiten von der Taufe bis zum Tod am Herzen lagen. Viele Veränderungen in der Struktur der Kirche, aber auch Aufgaben in der Coronazeit wurden von ihm bewältigt.
Der evangelische Kollege Dekan Wolfgang Rüter-Ebel betonte die gute ökumenische Zusammenarbeit über all die Jahre hinweg wie beim ökumenischen Kirchentag 2015 oder bei ökumenischen Feiern. Den Abschluss des Dankeschön-Festes fanden die Fidelis-Frauen mit treffenden Worten.