Katholiken in Villingen
: So sieht es mit der Großpfarrei aus

So langsam nimmt die neue Großpfarrei Unsere Liebe Frau Villingen Konturen an. So haben sich 500 Mitglieder per Online-Voting für das neue Logo der Pfarrei entschieden.
Von
Martin Disch
Oberndorf
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Josef Fischer (rechts) war 17 Jahre Dekan und Pfarrer in Villingen.

Martin Disch

Im Frühjahr wurde ein erstes Crossmedia-Konzept zur Entwicklung des neuen Erscheinungsbildes der „Kirchengemeinde im Quellenland“ vorgestellt.

Nach der Präsentation von drei passenden Logo-Design Vorschlägen waren alle Menschen der sechs Seelsorgeeinheiten, die sich künftig als neue „Kirchengemeinde im Quellenland“ zusammenschließen, aufgerufen, mitzuentscheiden, welches Logo die neue katholische Großpfarrei repräsentieren soll.

Die Teilnehmer der Umfrage und der Präsentation bei der Dekanatskonferenz entschieden sich mehrheitlich für die zweite, moderne und frische Version des Logos. Ein weiterer Schritt wird im Oktober genommen, wobei die Vorbereitungen schon jetzt laufen. Es handelt sich um die Wahl zum Pfarreirat. Ein Wahlvorstand hat sich gebildet, und man ist auf der Suche nach Kandidaten.

Künftige Kirchengemeinde

Die künftige Kirchengemeinde umfasst die derzeitigen sechs Seelsorgeeinheiten An der Eschach, Bregtal, St. Georgen-Tennenbronn, Maria in der Tanne, Triberg, Villingen und Zwischen Brigach und Kirnach.

Im Wahlgebiet der künftigen Kirchengemeinde sind 23 Mitglieder des Pfarreirats zu wählen. Das Wahlgebiet ist in sechs Stimmbezirke eingeteilt, die den derzeitigen Seelsorgeeinheiten entsprechen.

Die künftigen Sitze im Pfarreirat sind den Stimmbezirken wie folgt zugewiesen: Stimmbezirk, Sitze im Pfarreirat: An der Eschach vier, Bregtal vier, St. Georgen-Tennenbronn drei, Triberg drei, Villingen sechs sowie Zwischen Brigach und Kirnach drei.

Die Wahl

Wahlberechtigt sind alle Katholiken, die seit mindestens drei Monaten in der Kirchengemeinde ihren Hauptwohnsitz haben und am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben. Die Wahlberechtigung können auch Katholiken erwerben, die am Leben der Pfarrgemeinde aktiv teilnehmen und spätestens bis 24. September beim Wahlvorstand einen Antrag stellen. Der Kontakt erfolgt über die jeweiligen Pfarrbüros.

Wählbar sind alle wahlberechtigten Katholiken, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, ordnungsgemäß zur Wahl vorgeschlagen wurden und ihrer Kandidatur zugestimmt haben. Alle Wahlberechtigten sind aufgefordert, beim Wahlvorstand bis zu diesem Mittwoch, 3. September, Kandidaten vorzuschlagen.

Von Fischer zu Mitzkus

Ein weiterer Schritt ist die Besetzung der Stellen, die Erzbischof Stephan Burger schon vor einem Jahr vorgenommen hatte. Der geistliche Leiter dieser Kirchengemeinde, Pfarrer Thomas Mitzkus, wird in der zweiten Septemberhälfte nach Villingen kommen.

Thomas Mitzkus wird neuer Pfarrer der neuen Pfarrei mit Sitz in Villingen.

Foto: Kirchengemeinde/Henning Feldbaum

Davor möchte die Seelsorgeeinheit Villingen am Sonntag, 21. September, mit dem jetzigen Pfarrer Josef Fischer ein Fest feiern als Dankeschön nach 18 Jahren priesterlichem Wirken in Villingen. Dazu sind alle eingeladen, die gerne einen Nachmittag zusammen mit Pfarrer Fischer und vielen anderen verbringen wollen. Das Fest beginnt um 15 im Münsterzentrum mit Kaffee und Kuchen.

Ab 16 Uhr gibt es die Möglichkeit, mit kleinen Beiträgen oder Dankesworten zum Programm beizutragen. Wer dies tun möchte, kann sich zur Abstimmung bei Martin Schuhbauer, Telefon 07721/5 61 75 und E-Mail martin.schubi@web.de melden. Der Nachmittag klingt mit kleinen Häppchen aus. Kuchenspenden sind willkommen. Um einen Überblick zu bekommen, ist eine Anmeldung im Münsterpfarrbüro unter Telefon 07721/88 63 60 oder E-Mail muensterpfarramt@kath-kirche-villingen.de erwünscht. An diesem Nachmittag liegt ein Gästebuch aus, in das jeder Wünsche und Gedanken für Josef Fischer oder einfach nur seinen Namen eintragen kann.

Offiziell endet die bisherige Seelsorgeeinheit am 31. Dezember. Dekan Josef Fischer wird in den nächsten Wochen aus der Münsterpfarrhaus ausziehen und in eine Mietwohnung einziehen. Er wird weiterhin im Ruhestand hier in Villingen wohnen und sicherlich das ein oder andere Mal auch Gottesdienste als Zelebrant vorstehen.

Für Josef Fischer war die Sache klar: „Wenn der neue Pfarrer kommt, muss der alte weg.“ Seit Monaten ist er mit dem neuen Leiter im Austausch. So soll das Pfarrhaus saniert werden. Fischer organisierte als lokaler Projektkoordinator gemeinsam mit der Pastoralreferentin Elisabeth Auer die Umsetzung der Umstrukturierungen.

Fischers Wirken

Bevor Josef Fischer nach Villingen kam, war er Seelsorger in Vogtsburg am Kaiserstuhl, wo er fünf kleinen Pfarrgemeinden in einer Seelsorgeeinheit mit 3500 Katholiken vorstand. Geboren wurde Josef Fischer in Sinsheim-Rohrbach. Nach seinem Studium wurde er 1992 zum Priester geweiht – er war zunächst als Vikar in Oftersheim, St. Georgen, Lörrach und Überlingen tätig.

Im Januar 2008 wurde er zum Dekan des Dekanats Schwarzwald-Baar gewählt. In der Zwischenzeit wurde er in seinem Amt bestätigt und seit Mai 2015 gehört er auch dem Freiburger Domkapitel an. Erzbischof Stephan Burger hat ihn zum Domkapitular ernannt.

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