Forum Tanz in Schwenningen: Programm zeigt die ganze Bandbreite des zeitgenössischen Tanzes

Beim Jubiläumsabend präsentiete das Foum Tanz auch einen witzigen Tanz mit Stühlen zu traditioneller amerikanischer Swing-Musik.
Susanne Heinrich- Jubiläumsabend in VS-Schwenningen: Forum Tanz feierte 35-jähriges Bestehen.
- Tänzerinnen von 35 bis 75 zeigten Etüden, Choreografien und Improvisationen.
- Schwerpunkt war ein 20-minütiges Stück „Wie weiter, wenn der Weg verstellt scheint?“.
- Live-Harfenklang von Linda Schaible und ein Swing-Finale mit Stühlen prägten das Programm.
- Gründerin Cornelia Widmer: Ausbildung in Ausdruckstanz, Therapie und Choreografie; drei Säulen vereint.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Showing des Forums Tanz, 1991 von Cornelia Widmer gegründet, stand ganz im Zeichen des 35-jährigen Bestehens. Die Tänzerinnen im Alter von 35 bis 75 Jahren gaben einen Einblick in ihre Arbeit, sie vermittelten ihre Freude am zeitgenössischen Tanz und demonstrierten, dass das Alter keine Rolle dabei spielt.
Sie zeigten zu prägnanten kleinen Klavierstücken von Peter Jarchow Etüden, welche die Raumerfahrung, Körperwahrnehmung und das Rhythmusgefühl stärken. Das erworbene Bewegungsrepertoire konnte in diversen festgelegten Choreografien und Improvisationen eingebracht werden.
Den Schwerpunkt bildete ein 20-minütiges Stück mit dem Titel: „Wie weiter, wenn der Weg verstellt scheint?“ zu Musik aus Armenien. Bilder einer Karawane wurden angedeutet, Jahrmarktsituationen mit Begegnungen und der spirituelle Weg der Suche nach Lösungen. Eine Besonderheit bildeten die Stücke, die von Linda Schaible live auf der Harfe begleitet wurden. Der zarte Klang ging eine feine Verbindung ein mit den Bewegungen der Tänzerinnen. Den Abschluss des Programms bildete ein witziger Tanz mit Stühlen zu traditioneller amerikanischer Swing-Musik.
Fundierte Arbeit von Cornelia Widmer geschätzt
Die Reaktionen von Tänzerinnen und Publikum zeigten, wie sehr sie die fundierte Arbeit von Cornelia Widmer schätzen, diesen Tiefgang in ihrer pädagogischen Arbeit, der sich in verschiedenen Stufen entwickelt hat. Nach ihrer zehn Jahre dauernden Arbeit als Grundschullehrerin beschloss Cornelia Widmer, die Beamtenlaufbahn zu beenden, und mit dem Kauf eines Hauses in Schwenningen 1991 bekam das Forum Tanz dann seine eigenen Räume.
Widmer studierte Ausdruckstanz bei Roasalia Chladek, eine der ersten Protagonistinnen des modernen Tanzes. Nach tanz therapeutischer und tiefenpsychologischer Ausbildung folgte schließlich noch ein weiteres Studium zur Diplomchoreografin an der renommierten Palucca Hochschule für Tanz in Dresden. Ohne Werbung, nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda entwickelte sich das Projekt zu einem Selbstläufer mit Kinder- und vor allem Erwachsenengruppen sowie Einzelstunden.
Auftritt bei der Unesco in Paris
Höhepunkte in dieser beachtlichen Arbeit bildeten die Aufführung zum fünfjährigen Bestehen im Muslenzentrum mit 160 Besuchern, 1998 die Choreografie der Johannes-Passion in Ludwigsburg und zahlreiche Einladungen zu Tanzprojekten im deutschsprachigen Raum. Noch gut in Erinnerung ist auch ein Auftritt 2023 bei der Unesco in Paris, als der Moderne deutsche Ausdruckstanz der 1920er-Jahre Teil des immateriellen kulturellen Erbes der Menschheit wurde.
Die drei Säulen des Forums Tanz, Tanzpädagogik, Tanztherapie und Tanzkunst, bilden in Widmers Arbeit eine untrennbare EInheit, sie liebt und nutzt alle drei Elemente gleichermaßen. Das Ziel ihrer Arbeit ist die Förderung der körperlichen Fähigkeiten und die individuelle Weiterentwicklung einer jeden Person.

