Fischbach im Ausnahmezustand: Mofarennen überzeugt mit Organisation und Teamgeist

Zahlreiche Besucher zog es am vergangenen Wochenende nach Fischbach zum Mofarennen.
Albert Bantle- Mofarennen in Fischbach endete erfolgreich, viele Besucher lobten Organisation und Ablauf.
- Rund 400 Helfer und eine junge Truppe ermöglichten Aufbau, Betrieb und schnellen Rückbau.
- Gemeinderat verwies auf Staub, Lärm und Verkehr – die Bürgerschaft trug das Ereignis mit.
- Landwirte stellten Flächen bereit, Rennleiter dankte Helfern und der gesamten Ortsgemeinschaft.
- Neu war der aufgerüstete Sanitärbereich mit Containern, dennoch missachteten einige Sperrungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Über großes Lob von vielen Seiten darf sich im Nachgang des Fischbacher Mofarennens das ganze Mofa-Team freuen. Schon bei der Siegerehrung am Sonntagnachmittag wurde mehr als deutlich, wie sehr es gerade auch den aktiv beteiligten Rennteams und den vielen Besuchern in Fischbach gefallen hat. Immer wieder war zu hören: „super Veranstaltung“, „tolle Organisation“ und „wir kommen gerne wieder“.
Gemeinderat Gerhard Rabus ging in der zurückliegenden Sitzung des Gemeinderates allerdings auch noch auf einen ganz anderen Aspekt ein. „Das Mofarennen hat der Bürgerschaft einiges abverlangt“, so das Fazit des in der Sinkinger Straße wohnenden Fischbacher Ratsmitglieds. Er verwies auf Staub, Lärm, Umweltbelastung und das immense Verkehrsaufkommen. Die Sinkinger Straße sei an beiden Tagen durch anfahrende und abfahrende Fahrzeuge dauerbelastet gewesen. Seine Frau zum Beispiel habe über eine Viertelstunde warten müssen, bis sie von der Garage auf die Sinkinger Straße habe ausfahren können.
Dennoch hatte Rabus viel Lob für die Veranstaltung übrig: Die Bürgerschaft trage dies alles mit, weil es schlicht und einfach eine „super Mannschaft“ sei, die die Veranstaltung organisiere und durchführe. Es sei wirklich „tipptopp“ gewesen, wie die Großveranstaltung organisiert gewesen sei, wie in zwei Tagen aus dem Nichts alles aufgebaut und unmittelbar nach dem Rennende auch wieder abgebaut und auf den Grundstücken wieder fein säuberlich der Unrat beseitigt worden sei. Das sei alles andere als selbstverständlich.
Der gemeinschaftliche Einsatz einer jungen Truppe und von rund 400 Helfern dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass die Fischbacher Bürger alle zwei Jahre den durch das Mofarennen verursachten „Ausnahmezustand“ akzeptieren.
Landwirte stellen ihre Flächen zur Verfügung
Das gilt auch für die Landwirte, die ihre Flächen bereitstellen. Denn ohne diese Bereitschaft wäre die Veranstaltung nicht durchführbar, wie Rennleiter Daniel Lipp bei der Siegerehrung betonte. Zudem schloss er die gesamte Bürgerschaft von Fischbach und die große Helferschar in seine Dankesworte ein.
Gut angekommen ist auch der neue Sanitärbereich. Denn dort haben die Organisatoren des 17¾‑Stunden-Rennens kräftig aufgerüstet. Statt der bislang verwendeten und kritisierten Dixie-WCs kamen bei der 13. Auflage des Rennens Sanitärcontainer mit WC-Schüsseln nebst Wasserspülung und Waschbecken zum Einsatz.
Nicht jeder hält sich an die Regeln
Dass es für Veranstalter dennoch nicht immer einfach ist, zeigten Beobachtungen unserer Redaktion bei der Veranstaltung. So wollte am Samstag, als das freie Training bereits lief, eine Radfahrergruppe, die Sperrung des Richtung Horgen führenden Grüne-Plan-Weges, der Teil der Rennstrecke war, einfach nicht akzeptieren. Und das, obwohl der Umweg in Richtung Flözlingen und dann vorbei am Teufensee in Richtung Horgen mit dem Rad keine fünf Minuten gedauert hätte. Stattdessen diskutierten sie mit den jungen Streckenposten.
Und in der Nacht von Samstag auf Sonntag, als das Rennen noch lief, wollte sogar eine Autofahrerin mit ihrem Auto vom Bubenholzweg – ebenfalls unter Nutzung der Rennstrecke – in Richtung Horgen fahren, obwohl dieses Unterfangen ohnehin ganzjährig verboten ist. Die Feuerwehr stellte daraufhin ihr Fahrzeug quer zur Straße und versperrte damit den Zugang zur Rennstrecke, da nicht auszuschließen war, dass die uneinsichtige Autofahrerin am Ende doch noch losfährt und die Rennteilnehmer gefährdet.

