Ferienhit am Schillerhof in Schwenningen
: So lief die zweite Saison des Maislabyrinths – und das sind die Pläne für 2027

Rund 5000 Besucher waren es, die sich in diesem Sommer durchs Maislabyrinth am Schwenninger Schillerhof gewagt haben. Jetzt ziehen die Organisatoren Bilanz – und blicken schon aufs nächste Jahr, in dem es Neuerungen geben wird.
Von
Mareike Kratt
VS-Schwenningen
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Das Lösungsbild des diesjährigen Maislabyrinths am Schwenninger Schillerhof zeigt eine Kuh – 5000 Besucher haben sich diesmal den Weg durchs Labyrinth

Schillerhof
  • Zweite Saison des Maislabyrinths am Schillerhof: rund 5000 Besucher, weniger als im Vorjahr.
  • Hitze in den Sommerferien bremste den Zulauf – im Feld war es oft zu heiß.
  • Start klappte trotz Dürre, Mindesthöhe von 2,50 Metern wurde bis Anfang August erreicht.
  • Hagel am 3. August beschädigte Blätter, Mais wurde Ende September geerntet und siliert.
  • 2027 folgt ein neues Labyrinth auf anderem Feld, zum Saisonende als Grusellabyrinth geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Sommer 2026 war heiß und turbulent – das hat auch Familie Maier vom Schillerhof zu spüren bekommen. Denn dass es überhaupt eine zweite Ausgabe ihres Maislabyrinths, das im vergangenen Jahr erfolgreich Premiere gefeiert hatte, geben wird, stand zwischenzeitlich auf der Kippe.

Durch die Dürre konnte der Mais, den Junglandwirt Cedric Maier Anfang Mai mit einem Labyrinth-Muster aufs Feld gegenüber des Schillerhofs gesät hatte, zunächst nicht hoch genug wachsen. Zum geplanten Start des Irrgartens Anfang August hatte er die erforderliche Mindesthöhe von 2,50 Metern aber doch noch erreicht.

Rund zwei Monate lang lockte also das Labyrinth wieder zahlreiche Besucher an, die sich ihren Weg durch die Pflanzen bahnen und im Zuge des Gewinnspiels an verschiedenen Stationen Fragen rund um die Landwirtschaft beantworten durften.

Warum es in diesem Sommer weniger Besucher sind

Rund 5000 ausgefüllte Karten seien in den Briefkasten am Ausgang geschmissen worden – ein ordentliches Ergebnis. Dass es etwa 2000 Stück weniger waren als im vergangenen Jahr, führt die Familie auf die anhaltende Hitze während der Sommerferien zurück. „Im Feld war es oft einfach zu heiß“, hat auch Cedric Maier so empfunden.

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Rund 5000 Karten, die mit dem Lösungswort „Weizen“ ausgefüllt wurden, zählt Landwirt Cedric Maier nach zwei Monaten. Die 20 gezogenen Gewinner erhalten je nach Alter verschiedene Preise: Traktorfahrt, Ponyreiten oder einen Presentkorb des Schullerhofs.

Mareike Kratt

Dennoch: Als „sehr positiv“ sei das Labyrinth wahrgenommen worden, freut sich der Landwirt, der hauptverantwortlich für die tägliche Pflege war und zwischendurch viele Gespräche geführt hat. Zu den Besuchern hätten nicht nur Familien gezählt, sondern vermehrt auch Gruppen: aus dem Kindergarten oder der Grundschule, von der Land- oder der Feuerwehrjugend. Auch von weiter her sei man gekommen, sogar Autos mit Schweizer Nummernschild hätten am Straßenrand geparkt.

Und auch Maier zeigt sich zufrieden: Bis auf eine Ausnahme habe es keine Vandalismus-Zwischenfälle gegeben. Zudem hätten die Besucher das Angebot, am Ausgang des Labyrinths rund um die aufgestellten Heuballen zu verweilen, ebenso rege genutzt wie den Selbstbedienungsservice am Hofladen.

Ein Wehmutstropfen bleibt

Einziger Wehmutstropfen: Der Hagelsturm, der am 3. August in Teilen des Schwenninger Nordens gewütet hat, hat auch vor dem Mais nicht Halt gemacht. Zahlreiche Blätter seien zerrupft worden und somit anfälliger für die anhaltende Trockenheit gewesen.

Ende September hat Cedric Maier dann den Mais geerntet. Mit einem Maishexler sei das Korn zerkleinert und die Blätter gehexelt worden, ehe sie durch ein Rohrgebläse in den Anhänger gelangt sind. Seine wichtigste Funktion erhält der Mais eigentlich erst in den kommenden Wochen:

Jetzt befindet er sich nämlich abgedeckt mit einer Folie im Silo auf dem Schillerhof. „Damit er gären kann wie Sauerkraut“, erklärt der Landwirt. Dieser Prozess mache den Mais haltbar – und damit zum Winterfutter für die hofeigenen 25 Mutterkühe und Kälber, die von November bis etwa April nicht ausreichend Gras auf der Weide finden.

Das passiert jetzt mit dem Mais

Rund sechs Wochen muss der Mais liegen, ehe er ein- bis zweimal pro Woche im Stall aufgefüllt wird. Das sei im Übrigen kein Vergleich zu den großen Milchviehbetrieben, die zweimal pro Tag füttern müssten und durch die Trockenheit ihre Wintervorräte schon angebrochen hätten, so Cedric Maier.

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Mit dem Hexler ist der Mais Ende September geernet worden und dient im Winter als Futter der 25 Mutterkühe und Kälber am Schillerhof.

Schillerhof

Dass hinter dem Freizeitangebot Maislabyrinth also auch wichtige landwirtschaftliche Prozesse stecken, macht der Schwenninger ebenso beim Blick Richtung Sommer 2027 deutlich: Dann nämlich wird die Familie Maier wieder ein Labyrinth auf die Beine stellen – allerdings auf einem anderen Feld hinter dem Hof mit Zugang von der Grüngutsammelstelle, auf dem derzeit noch Kürbisse wachsen. „Wegen der Fruchtfolge“, erklärt Cedric Maier den Prozess, der einen Saatwechsel nach zwei Jahren erforderlich macht, um die Nutzpflanzen vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen.

Es soll gruselig werden

Zudem hat er für kommendes Jahr ein besonderes Schmankerl parat, wie er schon jetzt verrät: Gegen Ende der Saison nämlich soll sich der Irrgarten in ein Grusellabyrinth verwandeln und für mehr Nervenkitzel sorgen.