Debatte in Trossingen
: Weiter Kritik an Äußerungen von CDU-Stadtrat Vosseler

Auf die Meinungsäußerung von CDU-Stadtrat Jürgen Vosseler zur Demonstration vom 7. Februar in Trossingen reagiert Stadtrat Thomas Herrmann (SPD).
Von
red/pm
Oberndorf
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Redebeitrag auf der Demonstration in Trossingen am 7. Februar. (Archivfoto)

Forum für Demokratie und Menschenrechte

„Das Leitthema der Demonstration war ’Aufstehen für Demokratie’ und stand somit in einer Reihe von bundesweit durchgeführten Demonstrationen zur Verteidigung der Demokratie - das Thema Frieden stand nicht im Vordergrund“, so der Hinweis von Thomas Herrmann zur Kritik von Vosseler an der Demonstration in Trossingen am 7. Februar. Auch ein CDU-Mitglied habe im übrigen einen Redebeitrag beigesteuert. Eine geflüchtete Schülerin aus der Ukraine habe eine flammende Ansprache zum Demokratieauftrag an die Menschen gerichtet. Im Vorfeld hätten alle Gemeinderäte eine Einladung zu der Demonstration erhalten - nur zwei seien erschienen, argumentiert Thomas Herrmann weiter.

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration seien auch durch ihren Glauben motiviert, für Menschenwürde, Zusammenhalt und Nächstenliebe auf die Straße zu gehen. „In einem freien Land lassen Menschen sich nicht vorschreiben, was sie auf ihre Plakate schreiben.“ Die Veranstaltung war nach Angaben des Sozialdemokraten „strikt überparteilich und eine Plattform für jeden aufrechten und friedlichen Demokraten. Außerdem: (Potenzielle) Attentäter würden über Demonstrationen nicht erreicht – „diese Banalität sollte Herrn Vosseler eigentlich geläufig sein“. Formulierungen Vosselers wie „Aufstand der Unanständigen“ und „Der nächste Aufstand kommt bestimmt“ seien zynisch. Dabei lehre die Geschichte Weimars: „Die demokratische Mitte muss zusammenhalten - auch das sollte die Demonstration bewirken.“