Caritas-Angebot im Schwarzwald-Baar-Kreis: Familienpflege hilft im Notfall

Der Leiterin der Caritas Familienhilfe Dunja Groneberg (links) und ihrer Stellvertreterin Sabrina Albicker liegt das Wohlergehen aller Familien und Alleinerziehenden sehr am Herzen.
Rüdiger Fein- Caritas-Familienpflege unterstützt im Schwarzwald-Baar-Kreis Familien in akuten Notsituationen.
- Zehn geschulte Fachkräfte springen ein, wenn ein Elternteil ausfällt – Fokus liegt auf Kindern.
- Aufgaben: Tagesstruktur sichern, Frühstück, Kinder zur Kita und Schule bringen, Haushalt stabil halten.
- Kosten übernimmt in der Regel die Krankenkasse, wenn ein ärztliches Attest vorliegt.
- Caritas bittet um frühzeitige Kontaktaufnahme: Schulstraße 5, 78166 Donaueschingen, 0771/8322810.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Immer wieder kommt es vor, dass ganze Familien und oft auch alleinerziehende Mütter und Väter ebenso unverschuldet wie plötzlich in Not geraten. Das kann eine Krankheit oder ein Unfall sein, die ein ansonsten funktionierendes Familienleben aus der Bahn werfen, und plötzlich tauchen bisher nicht gekannte Probleme auf.
Wenn beispielsweise die Mutter im Krankenhaus liegt und der Vater früh zur Arbeit muss und berufsbedingt den ganzen Tag unterwegs ist, dann ist Hilfe gefragt. Die Kinder müssen zur Schule oder in die Kita, eine Oma steht nicht bereit, um hier auszuhelfen. Hier springen die Mitarbeiter der Caritas Familienpflege gerne ein, wenn man sie um Hilfe bittet. Und was oft nicht bekannt ist: Für die Kosten dieser unbürokratischen Hilfe kommt – ein ärztliches Attest vorausgesetzt – in aller Regel die Krankenkasse auf.
Frühzeitig um Hilfe bitten
„Leider erreichen uns viele der Anfragen und Hilferufe viel zu spät“, bedauert Dunja Groneberg die gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Sabrina Albicker die Einsätze der aktuell acht Familienhelferinnen koordiniert, und bedauert, dass vielen ihrer notleidenden Klienten schneller und besser geholfen werden könnte, wenn diese sich rechtzeitig melden. In einer solchen Notsituation, die in den früher üblichen Großfamilien problemlos bewältigt wurden, springen die Familienpflegerinnen ein und machen in aller Regel nichts anderes, als den Haushalt am Laufen zu halten.
Erhalt der Haushaltsstrukturen
Im Mittelpunkt stehen hierbei immer die Kinder und der Erhalt der bestehenden Haushaltsstrukturen, erklärt Sabrina Albicker und berichtet aus der Praxis: „Wir sind keine Putzkräfte“, betont die Familienhelferin. Mit einem vernünftigen Frühstück den Tag beginnen, die Kinder rechtzeitig zu Kita und Schule schicken und die Strukturen des Familienalltags am Leben erhalten – das seien die Hauptaufgaben der Pflegerinnen. Und die möglichen Gründe für diese Not sind vielfältig.
Das kann ein Todesfall sein, der die Familienstruktur verändert und die zurück gebliebenen manchmal vor unlösbare Aufgaben stellt, eine schwere, oft auch lang anhaltende Erkrankung eines Familienmitglieds oder die anstehende OP eines der Eltern, an die sich oft ein Klinikaufenthalt anschließt. Ebenso könnte es eine Grippe oder eine psychische Erkrankung sein. Immer wenn ein Elternteil ausfällt ist Hilfe von Nöten. Die dann nachgefragte Hilfe kann nur von kurzer Dauer sein oder im Extremfall auch mal zwölf Monate andauern.
Auf Antrag übernimmt die Krankenkasse dann die Kosten, so die Mitteilung der Caritas. Kontakt: Caritas-Verband für den Schwarzwald-Baar-Kreis, Leitung Familienpflege, Schulstraße 5, 78166 Donaueschingen. Teleon 0771/8322810, E-Mail: Dunja.groneberg@caritas-sbk.de.