Caritasverband Schwarzwald-Baar-Kreis steht für ein Miteinander: Mehr Teilhabe und Solidarität für alle

Für mehr Miteinander stehen die Projekte der Caritas im Landkreis. Man will die Generationen zusammenbringen und kämpft gegen die Vereinsamung. (Symbolfoto)
WavebreakMediaMicro - stock.adobe.com- Caritas SBK wirbt für mehr Miteinander, Teilhabe und Solidarität im Landkreis.
- Vorsitzender Oscar Hannabach kritisiert Polarisierung und fordert Verantwortung der Generationen.
- Beispiel „Speisestärke“: günstiger Mittagstisch schafft Kontakte – Engagement macht Ältere sichtbar.
- Verband will Reform der Sozialversicherungen und eine „Du-wirst-gebraucht-Kultur“.
- Mehrgenerationenhaus Donaueschingen: über 95 Ehrenamtliche aktiv – soziale Infrastruktur stärken.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zwei Phänomene prägen unsere Zeit: Alles geht schneller, politische Akteurinnen und Akteure denken in immer kürzeren Umfragezyklen, in der medialen Aufregerdemokratie ist Kurzfristigkeit Trumpf. Es zählt das Hier und Heute, der Moment. „Sozialmedialer Sofortismus“ ist angesagt und immer stärker werden Menschen Gruppen zugeordnet, die sich konkurrierend und verständnislos gegenüberstehen.
Singularisierung und Polarisierung sind die gesellschaftlichen Megatrends. Dieser gesellschaftlichen Veränderung setzt die Caritas und hier auch der regionale Caritasverband Schwarzwald-Baar-Kreis eigene Forderungen entgegen. Oscar Hannabach, Vorsitzender des Caritasverbandes SBK, erklärt, was aus seiner Sicht schief läuft und welche Konsequenzen daraus erwachsen. „Wir brauchen mehr Miteinander und Füreinander“ so der Vorsitzende des Caritasverbandes SBK.
Zukunft entstehe dort, wo Generationen Verantwortung füreinander übernehmen. Wenn die Erfahrungen der Älteren und die Perspektiven der Jüngeren zusammenkommen, wachsen Verständnis füreinander und faire Chancen für alle, so Hannabach.
Ein gutes Beispiel hierfür sei die Aktion Speisestärke, die nicht nur jedem Gast einen preiswerten Mittagstisch bietet, sondern darüber hinaus viele soziale Kontakte ermöglicht. Weiter wichtig für ein sozial ausgewogenes Miteinander seien Teilhabe und Solidarität. Erst dadurch sei ein gerechtes, friedliches Nebeneinander möglich. Aus der Praxis erzählt Antonia Berberich, Stabstelle Freiwilligenarbeit, von einer 83-jährigen Frau, die beim Projekt „Speisestärke“ geholfen hat: „Ich habe heute vier Stunden die Spülmaschine eingeräumt und es hat mich glücklich gemacht, wieder gebraucht zu werden.“
Reform der Sozialvesicherung
Der Caritasverband setzt sich beispielsweise ein für eine starke Familien- und Bildungspolitik. Eine Kultur der Teilhabe und Solidarität stärke die Resilienz des Aufwachsens in der analogen und digitalen Welt und lade zur Mitverantwortung ein, so deren Vorsitzender. „Beim Caritasverband setzen wir uns ein für eine Reform der Sozialversicherungen.“ Hier gelte es, Vertrauen zu stärken und den Marktrealitäten Rechnung zu tragen.
Der Caritasverband setze sich außerdem ein für eine neue „Du-wirst-gebraucht-Kultur“. Es gilt, die Menschen jeden Lebensalters aus der Einsamkeit zu befreien und durch ein neues Miteinander neue Kräfte in der Gesellschaft zu wecken. Außerdem gelte es, die soziale Infrastruktur zu stärken. Man wolle ein neues Erwachen und den Erhalt einer lebensweltgerechten sozialen Infrastruktur, die sich einem neuen Miteinander erschließt und die teilweise verödeten Sozialräume wie unbelebte Innenstädte oder verlassene Dorfzentren neu belebt und so Sozialräume für alle schafft.
Viele ehrenamtliche Helfer
Das von vielen ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern getragene Mehrgenerationenhaus in Donaueschingen sieht der Vorsitzende Oscar Hannabach als gutes Beispiel hierfür. Martina Ott, vom Mehrgenerationenhaus, erzählt von ihrer Arbeit. „Zusammen geht `was“, lautet das Motto auch beim Mehrgenerationenhaus in Donaueschingen. Dort sind mehr als 95 ehrenamtlich Engagierte und viele weitere Unterstützer tätig. „Als einzige hauptamtliche Teilzeitmitarbeiterin kann ich nur immer wieder staunen, was diese Menschen gemeinsam alles mit Freude leisten. Meine Aufgabe als Koordinatorin und Leitung mag ich, weil ich es sehr sinnstiftend finde, eine Plattform für dieses tolle Engagement bereit zu halten. Die Arbeit einzelner Menschen potenziert sich hier um ein Vielfaches durch die Arbeit der Ehrenamtlichen. Das ist mega.“
Last but not least sei die Klimapolitik aktuell ein großes und wichtiges Thema. Man brauche eine Klimasozialpolitik, die zu einer neuen Wirtschaftsweise führt, die den Wohlstand Weniger nicht zulasten der Armen erkauft.

