Caritas Schwarzwald-Baar: Der Chef verabschiedet sich

Finanzvorständin Natalia Degler (von links), der aus dem Amt scheidende Michael Stöffelmaier und sein Nachfolger Oscar Hannabach.
CaritasEr blickt zurück auf 24 Jahre im Dienst der Menschlichkeit – in der vergangenen Woche nahm Michael Stöffelmaier, lange Zeit an der Spitze des Caritasverband Schwarzwald-Baar-Kreis erfolgreicher Lenker und Gestalter seinen Abschied.
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge, wie der scheidende Vorstandsvorsitzende in seiner Abschiedsrede ausführte, nehme er Abschied von einer Aufgabe, die viele Jahre seinen beruflichen Werdegang geprägt hat.
Er freue sich über die neue Freiheit und Freizeit, die es ihm erlauben werden Dinge zu tun, für die in den vergangenen Jahren kein Raum war, so der 66-jährige, für den ein Achtstundentag ein Fremdwort war. Aber er werde auch die vielen liebgewonnenen, wunderbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermissen, die ihn bei seiner Aufgabe Menschen in Not zu helfen, begleitet haben.
„Wenn ich heute gehe, nehme ich Erinnerungen mit, Erinnerungen an Gespräche und gemeinsame Erfolge. Caritas ist für mich nicht nur ein Verband – Caritas ist Nähe, ist Menschlichkeit, ist das ‚Wir‘ in einer Welt, die oft ‚Ich‘ ruft. Ich wünsche mir, dass dieser Geist bleibt.“
Von 30 auf 500 Mitarbeiter
In einem Rückblick erinnerte Rupert Kubon, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Caritasverband SBK, an die Anfangszeit als Michael Stöffelmaier noch mit einem Personalstamm von lediglich 30 Mitarbeitern wichtige humanitäre Aufgaben erfüllen musste. Heute seien es mehr als 500 Mitarbeiter und genauso viele ehrenamtlich engagierte Menschen die helfen, die vielfältigen humanitären Aufgaben zu meistern.
In die Zeit des langjährigen Vorstandsvorsitzenden fallen viele neue Projekte, die heute als selbstverständliche Aufgaben gesehen werden. Die größte Aufgabe, die Michael Stöffelmaier in den Caritasverband eingliederte, war die Übernahme des Alten- und Pflegeheim St. Lioba im Villingen, die dieser mit der ihm üblichen Ruhe und nachdrücklichen Willenskraft umgesetzt habe, so Kubon. „Sie haben den Caritasverband SBK zum wichtigsten Akteur der freien Wohlfahrtsverbände in unserer Region gemacht.“