Besondere Schulstunde in Bad Dürrheim: Türk-Nachbaur beantwortet Schülern Fragen zum Ukraine-Krieg und viele mehr

Kurz vor den Sommerferien besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Derya Türk Nachbaur in ihrer Heimatstadt Bad Dürrheim die Realschule und diskutierte mit den Schülern.
Marc Eich- SPD-Abgeordnete Derya Türk-Nachbaur besuchte die Realschule in Bad Dürrheim.
- In einer Doppelstunde beantwortete sie Fragen zu Bundestagsarbeit, Wirtschaft und Bahn.
- Schwerpunkt war der Ukraine-Krieg – Unterstützung diene Abschreckung und Europas Sicherheit.
- Entwicklungshilfe nütze auch Deutschland, da Partnerschaften Handel und Jobs schaffen.
- Sie ermutigte die Schüler, weiter Fragen zu stellen, vor den Sommerferien blieb Interesse groß.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für deine Doppelstunde in der Klassenstufe neun hatten die Lehrerinnen und Lehrer die SPD-Bundestagsabgeordnete und Bad Dürrheimerin Derya Türk-Nachbaur eingeladen, um aus erster Hand von ihrer Arbeit im Bundestag zu berichten.
Nach einer kurzen Vorstellung der Außenpolitikerin ging die Fragerunde los, und es zeigte sich schnell: Die Stufe hatte sich einiges vorgenommen. Von persönlichen Motivationsgründen für den Weg in die Politik über die Zukunft von Deutscher Bahn und Wirtschaft bis zur Frage, warum Deutschland die Ukraine und nicht Russland unterstützt, blieb kein Thema ausgespart.
Auf jede Frage hatte die Bundestagsabgeordnete eine Antwort parat, besonders ausführlich wurde es beim Thema Entwicklungshilfe und beim Krieg in der Ukraine. Deutschland sei bei seinem internationalen Engagement nicht so selbstlos, wie viele denken, erklärte Türk-Nachbaur. Das bezog sie auf Entwicklungshilfe, Kredite an neue Partnerländer und die daraus entstehenden Handelsbeziehungen. „Alles, was wir in der Welt tun, ist vor allem in unserem eigenen Interesse", so die Abgeordnete, denn aus solchen Partnerschaften entstünden Geschäfte und Aufträge für deutsche Unternehmen, die wiederum Arbeitsplätze zu Hause sicherten.
Gleichzeitig sei Entwicklungshilfe eine der wirksamsten Methoden, um Fluchtursachen direkt zu bekämpfen: Gehe es den Menschen vor Ort besser, entstünden neue Zukunftsperspektiven, Bürgerkriege ließen sich verhindern und Länder könnten sich stabilisieren und demokratisieren.
„Warum unterstützen wir nicht Russland, wenn die doch die Stärkeren sind?“, wollte ein Schüler wissen. Die Antwort der Außenpolitikerin ließ keinen Zweifel offen: Würde man Russland gewinnen lassen, lebe man wieder in einer Welt, in der das Recht des Stärkeren gelte und Grenzen mit Gewalt verschoben werden könnten. In so einer Welt wolle sie nicht leben.
Eine Schülerin hakte nach: „Aber wenn wir doch Frieden wollen, warum liefern wir dann Waffen und investieren so viel in unser Militär?“ „Eine clevere Frage“, fand Türk-Nachbaur und erklärte, dass militärische Stärke vor allem abschreckend wirke. Je stärker Deutschland und seine Partner aufgestellt seien, desto geringer seien von vornherein die Gewinnchancen für Putin und Co. Sie verwies auf den langen Atem der Ukraine, mit dem zu Kriegsbeginn niemand gerechnet habe, auch Russland nicht: Stehe man zusammen, sei man stark genug, die Freiheit in Europa zu verteidigen.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur gibt Schülern der Realschule politische Informationen und Antworten aus erster Hand.
Büro Türk-NachbaurWürde Deutschland der Ukraine nicht zur Seite stehen, würde Putin nach einem Sieg sicher nicht einfach aufhören. Als direkter Nachbar, enger europäischer Partner und NATO-Mitglied könnte dann auch Polen ins Visier geraten, mit der Folge einer weiteren Eskalation auf europäischem Boden. Genau das gelte es zu verhindern, denn mit dem Beistand für die Ukraine verteidige Deutschland auch die eigene Freiheit und Sicherheit.
Auch mit Ende der Doppelstunde gab es noch Fragen von den Schülerinnen und Schülern. Türk-Nachbaur ermutigte sie, sich jederzeit an sie zu wenden, schließlich vertrete sie auch ihre Anliegen in Berlin, wo nun, wie an den Schulen, die Sommerpause wartet.

