Übung in Furtwangen
: Brand im Rathaus mit Menschenrettung

Ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen und ein Brand im Rathaus lautete die Übungsannahme der Feuerwehr in Furtwangen.
Von
Stefan Heimpel
Furtwangen
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Fünf Menschen waren im Sitzungszimmer im zweiten Obergeschoss durch den Rauch eingeschlossen. Sie mussten dann mit der Drehleiter in Sicherheit gebracht werden. Am Fenster oben sieht man die zweite, noch nicht gerettete Gruppe.

Fünf Menschen waren im Sitzungszimmer im zweiten Obergeschoss durch den Rauch eingeschlossen. Sie mussten dann mit der Drehleiter in Sicherheit gebracht werden. Am Fenster oben sieht man die zweite, noch nicht gerettete Gruppe.

Stefan Heimpel
  • Feuerwehr Furtwangen übte groß: Verkehrsunfall und Brand im Rathaus mit Menschenrettung.
  • Beim Crash wurden Personen eingeklemmt. Türen wurden mit Schere und Spreizer entfernt.
  • DRK betreute die Verletzten, mehrere Abteilungen und die Drehleiter waren im Einsatz.
  • Rauch im Treppenhaus: Rettung aus dem Rathaus teils über Fenster und mit Fluchthaube.
  • Kommentar durch den stellvertretenden Gesamtkommandanten, Bilanz der Übung durchweg positiv.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Am Samstag hatte die Feuerwehr Furtwangen zur großen Herbsthauptprobe aller Abteilungen rund um das Furtwanger Rathaus eingeladen. Nicht zuletzt, weil das Wetter mitspielte, waren sehr viele Zuschauer auf den Marktplatz gekommen und verfolgten die Übung.

Dabei gab es zwei unterschiedliche Szenarien: einen Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen und anschließend einen Brand im Rathaus mit Menschenrettung.

Damit wurde auch wieder deutlich: Ganz wesentlich für die Arbeit der Feuerwehr bei allen Einsätzen ist in erster Linie die Rettung von Menschenleben. Dazu kommen dann aber viele weitere Aufgaben vom Löschen der Brände bis zu verschiedenen technischen Hilfeleistungen.

Bürgermeister Florian Merz begrüßte die Besucher zu Beginn der Probe mit einem Lob für die Feuerwehr: „Wir hoffen ja, dass wir sie nie brauchen. Aber ich weiß: Wenn wir sie brauchen, sind sie da und sie können was. Sie können richtig viel!“

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Deshalb setzen sich auch immer die Stadt und der Gemeinderat dafür ein, dass die Feuerwehr die notwendige Ausrüstung erhält.

Perfekt kommentiert wurde die große Übung durch den stellvertretenden Gesamtkommandanten Nico Heidinger. Er erläuterte auch die Zusammenarbeit in dem DRK, die vorgegebenen Einsatzzeiten für die Rettungskräfte bis zum Eintreffen am Notfallort und vieles mehr. Ebenso wies er beim „Brand“ im Rathaus auf die Bedeutung von Rauchmeldern hin.

„Wenn wir sie brauchen, sind sie da und sie können was. Sie können richtig viel!“
Florian Merz
Bürgermeister

Das erste Szenario war ein spektakulärer Verkehrsunfall auf dem Marktplatz. Zwei Fahrzeuge waren zusammengestoßen und ineinander verkeilt und dabei wurde noch der Fahrer eines Motorrollers unter dem Auto eingeklemmt.

Feuerwehrprobe Furtwangen

Bei einem der beiden Fahrzeuge müssen die Türen mit Schere und Spreizer entfernt werden, damit das Unfallopfer möglichst schonend aus dem Fahrzeug geborgen werden kann.

Stefan Heimpel

Der Fahrer des einen Fahrzeugs, das auf dem anderen obendrauf gelandet war, blieb weitgehend unverletzt und konnte sich selbst befreien. Unter seinem Fahrzeug lag aber dann ein Rollerfahrer eingeklemmt, der von der Feuerwehr aus seiner misslichen Lage befreit werden musste.

Im zweiten Auto war kein Fahrer mehr aufzufinden, doch die Beifahrerin war eingeklemmt. Hier musste die Feuerwehr mit schwerem Gerät daran gehen und die Türen mit Schere und Spreizer entfernen, um das „Opfer“ schonend retten zu können.

Herausforderung für die Feuerwehrleute

Das Ganze musste aber aufgrund der Schwere der Verletzungen schnell geschehen, eine große Herausforderung für die Feuerwehrleute. Dabei standen bereits die Helfer des DRK Furtwangen bereit, die sich schon in den Fahrzeugen um die Patientin kümmerten. Im Ernstfall wäre auch gleich noch ein Notarzt dabei gewesen. Das DRK übernahm nach der Bergung die weitere Versorgung der Verletzten.

  • Feuerwehrprobe Furtwangen

    Starker Rauch im Treppenhaus des Rathauses verhindert, dass die Menschen das Rathaus selbst verlassen können. Die Feuerwehr muss daher zuerst unter Atemschutz das Haus betreten.

    Stefan Heimpel
  • Feuerwehrprobe Furtwangen

    Bei einem der beiden Fahrzeuge müssen die Türen mit Schere und Spreizer entfernt werden, damit das Unfallopfer möglichst schonend aus dem Fahrzeug geborgen werden kann.

    Stefan Heimpel
  • Feuerwehrprobe Furtwangen

    Zahlreiche Zuschauer verfolgen auf dem Marktplatz auch den zweiten Teil der Übung mit dem Brand im Rathaus.

    Stefan Heimpel
  • Feuerwehrprobe Furtwangen

    Bei einem der beiden Fahrzeuge müssen die Türen mit Schere und Spreizer entfernt werden, damit das Unfallopfer möglichst schonend aus dem Fahrzeug geborgen werden kann.

    Stefan Heimpel
  • Feuerwehrprobe Furtwangen

    Bürgermeister Florian Merz (rechts) begrüßt zu Beginn der Herbsthauptprobe der Furtwanger Feuerwehr die zahlreichen Zuschauer auf dem Marktplatz. Der stellvertretende Gesamtkommandant Nico Heidinger (links) kommentiert im Anschluss ausführlich das Geschehen.

    Stefan Heimpel
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Die Feuerwehr-Abteilungen waren dabei für diese Übungen aufgeteilt. Beim Unfall war die Abteilung Furtwangen mit ihrem HLF (Hilfeleistungslöschfahrzeug) im Einsatz, unterstützt dann noch von der Abteilung Neukirch. Die Einsatzleitung hatte Abteilungskommandant Alfons Scholl aus Furtwangen-Stadt.

In der Pause zwischen den beiden Übungen hatten die Besucher die Gelegenheit, die ausgestellten Fahrzeuge aus Furtwangen und Schönwald sowie die Drohnengruppe aus Vöhrenbach zu besuchen und sich ausführlich über die Arbeit der Feuerwehren zu informieren.

Nico Heidinger lud die Besucher gleichzeitig ein, bei Interesse die Feuerwehr am Montagabend bei ihren regelmäßigen Übungsabenden zu besuchen. Vielleicht bekommt wieder jemand Lust, bei der Feuerwehr mitzumachen?

Bei der zweiten Übung ging es um einen Brand im Rathaus, wobei es zwar keine Verletzten gab, aber durch die massive Rauchentwicklung im Treppenhaus eine Rettung auf anderem Wege erfolgen musste.

Bei diesem Einsatz übernahm Abteilungskommandant Jürgen Wahl aus Schönenbach die Einsatzleitung, unterstützt von den Abteilungen Rohrbach und Linach sowie von der Furtwanger Drehleiter. Eine Mitarbeiterin aus dem Empfang wurde über einen Fenster-Notausstieg im Erdgeschoss gerettet.

Mit Fluchthaube durchs Treppenhaus

Der Hausmeister bekam für den Weg durch das verrauchte Treppenhaus eine Fluchthaube als Schutz vor dem Rauch, während die Feuerwehrleute hier mit Atemschutz im Einsatz waren. Und schließlich waren im zweiten Obergeschoss fünf Personen in einem Sitzungszimmer eingesperrt. Hier war eine Rettung nur über die große Drehleiter möglich. Zweimal fuhr die Leiter das Fenster an, schon waren alle Personen auch aus dem Sitzungszimmer gerettet.

Kommentator Nico Heidinger wies unter anderem auf den Sammelplatz für die Atemschutz-Träger hin, wo sich diese für den Einsatz rüsteten und dann auch die Atemschutzgeräte wieder getauscht werden konnten. Die Wasserversorgung bei diesem großen Brand erfolgte sowohl aus dem Hydranten wie aus der Breg.

Zum Abschluss der großen Übung trafen sich die Feuerwehrleute dann im Furtwanger Gerätehaus zu einem gemütlichen Vesper. Nico Heidinger als stellvertretender Gesamtkommandant zog dabei eine durchweg positive Bilanz von der Übung. Die Aufgaben wurden problemlos gemeistert.