St. Georgen nur der Anfang: Kinder- und Jugendakademie will künftig noch mehr Begeisterung wecken

Kein Unterricht, sondern Kurse, die Begeisterung wecken – wie etwa jene mit Infento-Bausätzen –, möchte die Kinder- und Jugendakademie anbieten. Martin Friedrich (von links), Juliane Schartel, Evelyn Mohrland und Thorsten Fitzon ziehen eine Zwischenbilanz.
Helen Moser- Kinder- und Jugendakademie in St. Georgen wurde im Frühjahr reaktiviert – erste Bilanz positiv.
- Bisher gab es vier MINT-Themenkurse, rund 100 Schüler der Klassen fünf bis sieben nahmen teil.
- Netzwerk wächst: PE-Stiftung, Schulamt, Bildungsbüro und Hector-Kinderakademie.
- Geplant ist eine Ausweitung der Workshops mit Themen wie KI, Robotik, erneuerbaren Energien und 3D-Druck.
- Die Akademie sucht Kursleiter, Ziel sind Angebote im ganzen Kreis und Begeisterung statt Nachhilfe.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Etwa ein halbes Jahr ist es her, dass die Begabtenförderung für weiterführende Schulen im Schwarzwald-Baar-Kreis auf neue Beine gestellt wurde – und das ausgehend von St. Georgen. Was ist passiert seit der Wiederbelebung der Kinder- und Jugendakademie? Und wie geht es weiter?
Nach knapp einem halben Jahr und einigen ersten Angeboten – insgesamt umfasste das Portfolio bislang Kurse zu vier verschiedenen Themen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) – sind die Kooperationspartner zufrieden mit der bisherigen Entwicklung. Gleichzeitig haben sie ambitionierte Pläne.
„Wir haben ja quasi einen Kaltstart hingelegt“, resümiert Martin Friedrich, Vorstand der PE-Stiftung, welche die Angebote der Kinder- und Jugendakademie finanziell unterstützt. Darüber hinaus umfasst das Netzwerk der Kooperationspartner, das derzeit noch rapide ausgebaut wird, das staatliche Schulamt Donaueschingen und das Bildungsbüro des Kreises. Auch mit der Hector-Kinderakademie als Institution für die Begabtenförderung von Grundschülern wird eng zusammengearbeitet.
Kurse mit bislang 100 Teilnehmern
Vor dem Hintergrund, dass die Begabtenförderung für Kinder jenseits des Grundschulalters in den vergangenen Jahren im Schwarzwald-Baar-Kreis ein Schattendasein fristete, erfreut die bisherige Entwicklung die Kooperationspartner. Etwa 100 Schüler der Klassen fünf bis sieben haben Friedrich zufolge bislang an den Angeboten der Kinder- und Jugendakademie teilgenommen.
Diese Zahl soll in den kommenden Jahren steigen. Wie Juliane Schartel, Leiterin der Hector-Kinderakademie Schwarzwald-Baar und zudem bei der Kinder- und Jugendakademie aktiv, erklärt, habe man derzeit jährlich etwa 200 Hector-Abgänger. Die Hälfte davon, meint Schartel, hätte sicherlich auch Interesse an einem weiterführenden Angebot.

Evelyn Mohrland, Thorsten Fitzon, Juliane Schartel und Martin Friedrich freuen sich über die bisherige Resonanz – und haben große Pläne.
Helen MoserDamit scheint das Klientel für die Kinder- und Jugendakademie gesichert – es fehlen nur noch weitere Angebote. Denn auch in diesem Zusammenhang möchte die Institution in den kommenden Jahren deutlich wachsen und sich vor allem thematisch noch breiter aufstellen, wie Friedrich erklärt.
Kinder- und Jugendakademie soll Interesse erhalten
Schon jetzt habe man erste Zusagen für Workshops in Zusammenarbeit mit der Hochschule Furtwangen (HFU), etwa zu Themen wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik. Die Bereiche erneuerbare Energien und 3D-Druck möchte die Kinder- und Jugendakademie ebenfalls weiter ausbauen. Und auch geografisch möchte sich die Organisation ausweiten, um Kurse an Standorten im ganzen Kreis anzubieten.
Dafür werden auch weitere Interessierte gesucht, die Kurse anbieten müssen. Neben pädagogischen Grundfertigkeiten kommt es dabei vor allem aufs Thema an. Grundsätzlich sei da vieles möglich, „aber es ist kein Unterricht am Nachmittag“, sagt Thorsten Fitzon von der Kinder- und Jugendakademie. Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe, und, und, und – solche oder ähnliche Konzepte sind nicht Sinn der Sache, betont er. „Es geht darum, die Jugendlichen zu begeistern“ – gerne auch mit außergewöhnlichen Methoden und Fragestellungen.
Kursleiter gesucht
Um das Angebot der Kinder- und Jugendakademie auszubauen, ist die Organisation stets auf der Suche nach Interessierten, die Kurse anbieten möchten. Wer sich engagieren möchte, kann sich bei Martin Friedrich unter E-Mail martin.friedrich@pe-stgeorgen.de melden.
Genau das ist die langfristige Zielsetzung der Begabtenförderung: nachhaltige Begeisterung für Technik und naturwissenschaftliche Themen wecken. Ebendiese sei bei vielen Kindern durchaus vorhanden, sagt Schartel aus Erfahrung. „Das Interesse ist da, es schläft nur ein, weil wir es nicht dort abholen, wo es entsteht.“


