Neu im St. Georgener Rathaus
: Philip Gauger hat ein offenes Ohr für Kinder und Jugendliche

Philip Gauger ist neuer Leiter des St. Georgener Kinder- und Jugendbüros. Er erzählt, wieso er von Kiel in die Bergstadt kam – und wie ihm seine kaufmännische Ausbildung jetzt hilft.
Von
Helen Moser
Oberndorf
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Philip Gauger (rechts) leitet nun das St. Georgener Kinder- und Jugendbüro – das freut auch Bürgermeister Michael Rieger.

Helen Moser

Die Suche nahm einige Zeit in Anspruch, doch nun ist man sich bei der St. Georgener Stadtverwaltung sicher, den Richtigen gefunden zu haben, betont Bürgermeister Michael Rieger: Seit Anfang Juli ist Philip Gauger neuer Leiter des Kinder- und Jugendbüros in der Bergstadt. Und er hat ereignis- und arbeitsreiche Wochen hinter sich – wollte doch das vierwöchige Ferienprogramm, das die Stadt seit Montag für Erst- bis Fünftklässler anbietet, gleich einmal organisiert sein.

Obwohl es für Gauger gleich mitten in die Dinge ging, ist er mit seiner Entscheidung mehr als glücklich. Das Zwischenfazit des 45-Jährigen fällt positiv aus. „Auch wenn es viel und vor allem viel Neues ist, fühle ich mich hier wohl“, sagt er über seine Arbeit genauso wie über die Bergstadt an sich. Seit Jahresanfang lebt Gauger mit Frau und drei Kindern in St. Georgen.

Ursprünglich kommt der Wahl-Bergstädter aus Norddeutschland, „auf Höhe Kiel“, wie er sagt. In seiner Heimat absolvierte er auch eine Ausbildung zum Industriekaufmann, bevor er sich für ein Studium entschied – jedoch nicht, wie man vielleicht annehmen würde, im Bereich der Betriebswirtschaftslehre, sondern mit sozialpädagogischem Schwerpunkt. „Es schlugen da schon immer zwei Herzen in meiner Brust“, meint Gauger heute.

Und auch bei seiner neuen Stelle in St. Georgen helfe ihm nicht nur sein Studium, sondern auch seine Ausbildung ganz entscheidend weiter, betont Gauger. Denn eines habe er als Industriekaufmann ganz sicher gelernt: organisieren. Und davon tue er – das hätten die ersten Wochen gezeigt – auch jetzt eine ganze Menge, meint der neue Leiter des Kinder- und Jugendbüros.

Zusammen mit Teilnehmerinnen des Ferienprogramms malen Philip Gauger und Michaela Cieslik ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Feld auf den Hof der Robert-Gerwig-Schule.

Foto: Helen Moser

Bevor er zur St. Georgener Stadtverwaltung wechselte, arbeitete Gauger übrigens in Oberndorf an der dortigen Berufsschule – und lebte damals in Spaichingen. Der Liebe wegen war er nach Süddeutschland gezogen: Seine Frau, die zeitweise mit Gauger in Norddeutschland lebte, stammt ursprünglich aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis, erzählt er. Damit sei es auch naheliegend gewesen, sich in der Region niederzulassen, wobei die Wahl letztlich auf St. Georgen fiel.

Stelle war mehrere Monate vakant

Für Bürgermeister Rieger ist es ein Glücksfall, dass das Kinder- und Jugendbüro wieder einen festen Leiter hat. Denn nachdem Samira Bensmail die Stadtverwaltung Ende des vergangenen Jahres verlassen hatte, war die Stelle vakant gewesen. Nur dank des Einsatzes von Helfern rund um Michaela Cieslik, Mitarbeiterin im Kinder- und Jugendbüro, sei es überhaupt möglich gewesen, die bestehenden Angebote aufrecht zu erhalten, betont Rieger.

Nun hofft der Bürgermeister wieder auf mehr Kontinuität – auch was das Jugendhaus im Roten Löwen angehe. Denn dieses biete noch ganz viel Potenzial, ist sich Rieger sicher. „Da kann wirklich viel entstehen“ – aber dazu brauche es eben jemanden, der das Heft in die Hand nehme und nicht warte, bis die Jugendlichen zu ihm kämen.

Erste konkrete Ideen hat er schon

Genau das hat Gauger vor, wie er betont. „Es ist wichtig, auf die Jugendlichen zuzugehen“, meint er – das sei ein ganz klarer Teil des Konzepts, mit dem er seine Aufgabe in St. Georgen angehe. Und Gauger hat auch schon erste Ideen, um diesen Plan in die Tat umzusetzen: So plant er beispielsweise ein Tischkicker-Turnier während der interkulturellen Woche – und auch ein Streetball-Turnier „könnte ich mir gut vorstellen“, sagt er.

Dem neuen Leiter des Kinder- und Jugendbüros ist es wichtig, „Kindern und Jugendlichen in den Themen zu begegnen, die sie beschäftigen“. Hier wolle er als Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch den Jugendgemeinderat begleitet Gauger bei seiner Arbeit.

Das Ferienprogramm

Aktivitäten
Vier Wochen lang dauert das Ferienprogramm der Stadt St. Georgen, das am Montag begonnen hat. Dabei steht jede Woche unter einem anderen Motto: Zunächst geht es in die Kreativ-Werkstatt, bevor Woche zwei „Sport, Fun und Fitness“ bietet. In der dritten Woche steht der Teamgedanke bei diversen Aktivitäten im Vordergrund. Glanzlicht der Woche ist eine Teamolympiade. „St. Georgen – Draußen – Erleben“ ist schließlich das Motto der vierten und letzten Woche, in der unter anderem ein Besuch des Ökomobils, eine Reise auf dem „Juwelenweg der Stadt“ und eine Schatzsuche anstehen.

Teilnehmer
Etwa 130 Kinder haben sich Philip Gauger, Leiter des Kinder- und Jugendbüros, für die Aktivitäten angemeldet. Kurzfristige Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

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