Freizeit und Tourismus: Konus wird fast 40 Prozent teurer – Triberg hält dennoch an Gästekarte fest

Künftig wollen Triberg und Fréjus noch enger kooperieren. Das Bild entstand anlässlich des Omelette-Festes 2025 in der französischen Partnerstadt und zeigt (von links) Christophe Chiocca, Gemeinderat der Stadt Fréjus, zuständig für den Tourismus, Julien Laszkiewicz, Mitarbeiter der Tourist-Info Fréjus, Natalie Courrèges, Direktorin der Tourist-Info Fréjus, Nikolaus Arnold, Vorsitzender Freundeskreis Triberg - Fréjus, seine Stellvertreterin Sabine Kobek sowie Saliha und André Olivier, Präsident des Partnerschaftskomitees in Fréjus.
Stadtverwaltung Fréjus- Konus-Beitrag steigt von 47 auf 65,5 Cent je Übernachtung – fast 40 Prozent mehr.
- Triberg übernimmt Erhöhung, die Kurtaxe bleibt bei vier Euro unverändert.
- Gemeinderat kritisiert den Aufschlag, hält Konus aber wegen Beliebtheit bei Gästen.
- Preis war sechs Jahre stabil, laut Bürgermeister bis Ende 2029 gesichert.
- Triberg und Fréjus wollen Tourist-Infos enger vernetzen; Zustimmung erfolgte einstimmig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vor wenigen Tagen tagte die Vollversammlung der Konus-Gemeinden mit insgesamt 80 Vertretern. Nach harter Diskussion einigte man sich auf eine Erhöhung des Konus-Beitrags von 47 Cent je kurtaxepflichtiger Übernachtung auf künftig 65,5 Cent – eine satte Erhöhung um fast 40 Prozent.
Zwei Mitglieder im Schwarzwald-Baar-Kreis hätten bereits gekündigt. Dennoch schlägt die Verwaltung vor, diese Erhöhung mitzugehen, ohne im Gegenzug die Kurtaxe zu erhöhen. Da liege man mit vier Euro ohnehin bereits im oberen Level. „Für unsere Gastgeber ist Konus ein gutes Verkaufsargument, bei den Gästen ist das wohl sehr beliebt“, betonten Tribergs Bürgermeister Sven Ketterer und Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold. Immerhin sei Konus sechs Jahre preisstabil gewesen und laut Bürgermeister sei der Preis bis Ende 2029 gesichert.
Inwieweit das Angebot tatsächlich angenommen werde, könne man erst dann feststellen, wenn komplett auf die digitale Gästekarte umgestellt sei. Das müsse mit allen Verkehrsverbünden verhandelt werden, um Zahlen zu verifizieren. Konus ermöglicht kurtaxepflichtigen Gästen der Stadt eine kostenfreie Nutzung aller Nahverkehrseinrichtungen einschließlich Bahn zwischen Karlsruhe und dem Badischen Bahnhof Basel – für die gesamte Aufenthaltsdauer sowie bei An- und Abreise.
Erhöhung „fast schon unverschämt“
„Wir bleiben dabei, allerdings ist die Preiserhöhung fast schon unverschämt“, ereiferte sich Klaus Wangler (CDU). Dem schloss sich auch Michael Hummel (FWV) an. KONUS sei wichtig, allerdings treffe diese Erhöhung hart. Mike Mauscherning (SPD) legte nach: Man müsse wirklich feststellen können, inwieweit sich diese Kosten rechnen. Reinhard Storz (CDU) rechnete vor, bei vier Euro Kurtaxe müsse man schon etwas bieten. Der Vertrag wurde einstimmig angenommen, die Zusatzleistungen der Triberg Gästekarte bleiben vollständig erhalten.
Touristisch ging es in der Sitzung weiter: Die Städtepartnerschaft zwischen Triberg und Fréjus ist seit 1963 ein Erfolgsprogramm. Die Verbindung der beiden mittlerweile doch recht unterschiedlichen Städte sei fast schon legendär gut. Auch unterjährig gibt es vielerlei Austausch, mit dem Schwarzwaldgymnasium, aber auch mit Vereinen sowie den Stadtverwaltungen.
Für Nikolaus Arnold ein kleiner Meilenstein
Nun sei Nathalie Courrèges von der Tourist-Info Fréjus mit einer Initiative an die Verwaltung herangetreten: Beide Tourist-Infos sollten künftig noch enger zusammenarbeiten und die Partnerstädte bei interessierten Personen entsprechend bewerben. „Wir sehen mit dieser Vereinbarung eine weitere Stärkung der langjährigen Städtepartnerschaft und einen wertvollen Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft“, argumentierte Bürgermeister Sven Ketterer. Nikolaus Arnold sah die weitergehende Zusammenarbeit als „kleinen Meilenstein“.
Für Klaus Wangler eher „Wischi-Waschi“
Klaus Wangler (CDU) meinte, die vorgelegte Vereinbarung sei etwas „Wischi-Waschi“, dennoch könne man sie mittragen. Mike Mauscherning (SPD) fand diese ebenfalls „recht nichtssagend“. Doch alles, was Europa zusammenbringe, sei in Ordnung. Michael Hummel sah in der Vereinbarung eine Stärkung der Verbindung zur Partnerstadt. Den Termin zur Vertragsunterzeichnung werde man rechtzeitig bekannt geben, so Ketterer. Die Zustimmung erfolgte einstimmig.
