Engpass in den Kindergärten?: Ein Bauwagen gegen volle Furtwanger Kitas

Außenansicht des Bauwagens für den neuen Furtwanger „Naturkindergarten an der Quelle“.
Finkota- Furtwangen bestellt einen Bauwagen für den „Naturkindergarten an der Quelle“.
- Laut Bedarfsplanung sind Mai bis Juli voraussichtlich keine Plätze mehr frei.
- UL will Vergabe verschieben, sieht keinen akuten Bedarf – Verwaltung warnt vor Dauer-Volllast.
- Zuschlag an Finkota: 132.720 Euro, Unterlaufschutz enthalten, vier Gegenstimmen.
- Erste Gruppe trägt den Namen „Bregfrösche“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Breiten Raum nahm in der Sitzung des Gemeinderates das Thema Kindergarten ein. Franziska Kuner, bei der Stadtverwaltung Fachbereichsleitung Bildung und Betreuung, machte anhand der aktuellen Zahlen die Engpässe bei den Kindergärten deutlich. Anschließend wurde der Bauwagen für den neuen Naturkindergarten der Stadt Furtwangen bestellt, der im kommenden Jahr den Betrieb aufnehmen soll. Auch die Namen für den Kindergarten und die erste Gruppe wurden bereits festgelegt.
Insgesamt stehen in den Kindergärten in der Stadt Furtwangen 422 Plätze zur Verfügung, wie Franziska Kuner bei der Kindergarten-Bedarfsplanung erläuterte. Neben der Krippe im Haus Elisabeth sind es 352 Plätze in den Kindergärten. Anhand der vorliegenden Anmeldungen und der konkreten aktuellen Belegung konnte sie dabei auch die Auslastung der Kindergärten für die einzelnen Monate des Kindergartenjahres 2026/2027 vorstellen.
Eng wird es danach vor allem Mai bis Juli des kommenden Jahres. Dann sind nach dieser Aufstellung voraussichtlich keine Kindergartenplätze mehr frei. Dabei gibt es noch zwei Unsicherheiten. Das betrifft 15 noch nicht konkret belegte Plätze: Zum einen gibt es eine Vereinbarung mit der Hochschule Furtwangen, dass für Hochschul-Angehörige bis zu vier Plätze zur Verfügung stehen. Diese ruht aktuell, soll aber auf Wunsch der Stadt wieder in Kraft gesetzt werden. Außerdem gibt es elf Kinder, die für einen Kindergarten angemeldet werden sollten. Nachdem der Wunsch-Kindergarten nicht möglich war, haben sich die Eltern nicht für eine Alternative entschieden. Doch sehr schnell können auch diese Kinder dann in einem anderen Kindergarten aufgenommen werden. Zudem ging es um die Beschaffung eines Bauwagens für den Naturkindergarten, der im Frühjahr geliefert werden soll. Dann könnte hier eine weitere Gruppe, dieses Mal als Kindergarten unter der Regie der Stadt, eingerichtet werden.

Innenansicht eines Wagens speziell für Natur- und Wald-Kindergärten
FinkotaDie UL hatte allerdings beantragt, die Vergabe des Bauwagens von der Tagesordnung zu nehmen und damit die Einrichtung dieses weiteren Kindergartens zu verschieben. Denn nach Einschätzung der Fraktion gibt es den Bedarf aktuell nicht, für einen solchen weiteren Kindergarten jetzt das Geld in die Hand zu nehmen. Man könne das Ganze noch ein Jahr verschieben.
Isolde Grieshaber (UL) führte aus, dass die Kindergärten bisher schon Möglichkeiten hatten, Engpässe zu managen. Daher sehe die UL aktuell keine Notwendigkeit für weitere Kindergartenplätze durch den Naturkindergarten: „Ich meine, dass die Einrichtungen das hinkriegen, weil sie das in der Vergangenheit auch bewiesen haben.“ Außerdem gebe es im Bereich der Kinder unter drei Jahren noch Kapazitäten, die man mit Ü3-Kindern auffüllen könnte. Von der Verwaltung kritisch gesehen werde allerdings, so Bürgermeister Merz und Franziska Kuner, dass die Kindergärten immer wieder an ihr Limit kommen. Man habe dann keine Möglichkeit auf zusätzlichen Bedarf zu reagieren. Für die Mitarbeiter sei die Arbeit immer unter voller Auslastung eine Belastung.
Franziska Kuner stellte drei Angebote für einen Bauwagen vor. Zwei davon fielen durch wegen mangelnder Ausstattung. Das dritte Angebot überzeugte, unter anderem wegen der geforderten Ausstattung etwa in Sachen warmes Wasser und Abwasser. Der Angebotspreis liegt bei 132.720 Euro und damit deutlich höher als die anderen Angebote (109.000 Euro und 115.000 Euro). Aber auch dieses Angebot liegt deutlich unter der Kostenschätzung von rund 200.000 Euro. Außerdem ist ein zusätzlich geplanter Unterlaufschutz für 10.000 Euro bereits enthalten. Damit erhielt die Firma Finkota GmbH aus Hebertshausen den Zuschlag - bei vier Gegenstimmen.
Die erste Gruppe heißt „Bregfrösche“
Schließlich beschloss der Gemeinderat auch den Namen für den neuen Naturkindergarten. Mit fünf Stimmen entschied man sich dann für „Naturkindergarten an der Quelle“. Die beiden anderen Vorschläge waren „Naturfuchs“ und „Kuckucksnest“ (jeweils vier Stimmen). Die erste Gruppe dieses Kindergartens wird dazu passend „Bregfrösche“ heißen.
