Gemeinderat beschließt
: Furtwangen bekommt Standort für Naturkindergarten

Nach erneuter Beratung hat der Gemeinderat in Furtwangen die Einrichtung eines Naturkindergartens in städtischer Trägerschaft beschlossen.
Von
Stefan Heimpel
Oberndorf
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Der Standort am Kussenhof wurde vom Gemeinderat abgelehnt. Stattdessen wird der Naturkindergarten nun am Rena-Stadion errichtet.

Helen Moser

Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung die Schaffung eines Naturkindergartens in städtischer Trägerschaft. Die Verwaltung wird nun mit der Planung zur Errichtung fortfahren, unter anderem mit der Beschaffung eines Bauwagens mit Vollausstattung als Mittelpunkt des Kindergartens.

Der neue Kindergarten und damit der Bauwagen sollen beim Rena-Stadion errichtet werden. Die Alternative am Kussenhof wurde abgelehnt. Bereits in der letzten Sitzung des Gemeinderates stand dieses Thema auf der Tagesordnung, wurde aber noch einmal vertagt, da die genauen Belegungszahlen der Kindergärten und damit der Bedarf nicht rechtzeitig vorgelegt wurde.

Anhand dieser Zahlen wurde von den Gemeinderäten ausführlich diskutiert, ob tatsächlich Bedarf für einen weiteren Kindergarten und damit weitere Kindergarten-Plätze sei.

Die höchste Auslastung, so erläuterte Franziska Kuner, werde sich nach den aktuell vorliegenden Zahlen im Juni ergeben. Auf der Liste sind von den 349 vorhandenen Plätzen dann noch 30 nicht belegt. Allerdings gibt es bereits vier Anmerkungen. Vier Plätze werden laut Vertrag für die Hochschule frei gehalten. Gleichzeitig gibt es vier Überbelegungen.

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Die größte Unsicherheit stellen 17 erteilte Absagen dar. Denn hier hatten die Eltern die Möglichkeit, bei der Anmeldung einen alternativen Platz in einem anderen Kindergarten zu nennen und anzunehmen, nicht genutzt und bisher auch nicht erneut angefragt.

Bei Auswertung aller Zahlen fehlen dann im Juni acht Kindergartenplätze. Nach diesen, allerdings immer noch vorläufigen Zahlen wäre Bedarf vorhanden. Es gebe auch die Möglichkeit, für eine kurze Zeit mit Überbelegung wieder eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Dies sollte aber, so wurde in der Diskussion deutlich, tatsächlich eine Ausnahme und nicht die Regel sein.

Weitere Überlegungen

Kritisch angemerkt wurde, dass bei bis an die Grenze belegten Kindergartengruppen die Erzieher besonders belastet seien. Auch hier sei es sinnvoll, mit neuen Kindergartenplätzen für etwas Entspannung zu sorgen. Gleichzeitig wurde vorgebracht, dass in Schonach wegen sinkender Geburtenzahlen eine Kindergartengruppe bereits geschlossen wird. Bedacht müsse allerdings werden, dass die Einrichtung des neuen Kindergartens mit Kauf und Installation des Bauwagens, Anmeldung und Verpflichtung des Personals auch Zeit benötigt und daher jetzt angegangen werden sollte.

Außerdem betonte Bürgermeister Florian Merz, dass es klares Ziel der Stadtverwaltung sei, dass neben den Kindergärten anderer Träger nun auch ein Kindergarten in städtischer Trägerschaft geschaffen wird.

Nach einer Beratungspause wurde über den Antrag der UL abgestimmt, die Entscheidung auf das kommende Frühjahr zu vertagen, was jedoch mehrfach abgelehnt wurde.

Entscheidung gefallen

Beschlossen wurde vom Gemeinderat dann zuerst der Standort beim Bregstadion, da teilweise eine Zustimmung zum neuen Kindergarten an diesem Standort abhängig gemacht wurde. Anschließend wurde die Schaffung des neuen Naturkindergartens der Stadt Furtwangen mehrheitlich beschlossen.