Deutsches Uhrenmuseum
: Furtwanger Statt-Museum ist mehr als nur ein Ausweichquartier

Es ist geschlossen, aber nicht inaktiv: Das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen präsentiert sich in Form des Statt-Museums. Das ist Ausweichquartier und Experimentierraum.
Von
Helen Moser
Oberndorf
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Besonders knifflig ist die Montage des Uhrwerks.

Helen Moser

Diese Beklebung zieht sicherlich so einige Blicke auf sich: Knallgelb gestreift sind die Fenster der einstigen Apotheke in der Furtwanger Friedrichstraße – doch Medikamente werden hier schon längst keine mehr verkauft. Und auch der städtische Pop-up-Store ist mittlerweile wieder ausgezogen. Stattdessen ist das Statt-Museum als Ausweichquartier des Deutschen Uhrenmuseums an dieser Stelle untergekommen.

Denn das Museum an sich wird derzeit umfangreich saniert – voraussichtlich, sagt Eva Renz, die beim Uhrenmuseum für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, werde die Generalsanierung und die damit einhergehende Schließzeit des Museums noch bis 2027 andauern. Doch auch wenn das Museum derzeit keine Besucher empfängt, gehen die Arbeiten im Hintergrund weiter. Immerhin soll das Uhrenmuseum trotz vorübergehender Schließung nicht aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden.

Ein Baustein, der dazu beitragen soll, ist das Statt-Museum, Friedrichstraße 3, in welchem das Team des Uhrenmuseums seit Oktober unter anderem den Kreativ-Workshop „Kuckucksuhr“ anbietet. Teilnehmer ab 16 Jahren oder jüngere Besucher in Begleitung beispielsweise ihrer Eltern bauen dabei ihre eigene funktionierende Uhr – inklusive kniffliger Montage des Uhrwerks und kreativem Pinselschwingen beim Bemalen der Uhr.

Das Statt-Museum ist für das Uhrenmuseum aber nicht nur ein Ausweichquartier. „Für uns ist das auch ein Experimentierraum“, sagt Renz, was auch Museumsleiterin Nicole Deisenberger bekräftigt. Das Statt-Museum sei neben einer Übergangslösung auch eine Chance: „Wir erproben, wie sich unsere Vermittlungsarbeit in einem flexiblen, zentralen Raum umsetzen lässt.“

Angebot weckt Interesse

Das Statt-Museum sei eine gute Gelegenheit, das Uhrenmuseum zu präsentieren und besonders auch mit Menschen in Kontakt zu kommen, die das Uhrenmuseum sonst nicht besuchen würden – vielleicht auch, weil sie schon einmal dort waren und die Einrichtung bereits kennen.

Vorsichtig muss die kleine Kuckucksuhr zusammengesetzt werden.

Foto: Helen Moser

Von der Resonanz sind Deisenberger und Renz nach den ersten Wochen begeistert. Das neue Angebot „weckt schon Interesse“, schildert Renz ihren Eindruck. Kooperationen mit der Volkshochschule und weiteren Einrichtungen bestehen bereits – und sollen noch weiter ausgebaut werden. Dasselbe gilt für das Veranstaltungsangebot.

Die Uhr wird vor dem Zusammenbauen bunt bemalt.

Foto: Helen Moser

Geöffnet ist das Statt-Museum donnerstags von 10 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung und für bestimmte Angebote. Kooperations- und Buchungswünsche werden unter 07723/9 20 28 00 und email@deutsches-uhrenmuseum.de entgegen genommen.

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