Das verrät die Statistik in St. Georgen: 150 Schüler weniger als vor elf Jahren – eine Schule muss Federn lassen

Im St. Georgener Bildungszentrum sind Realschule und Thomas-Strittmatter-Gymnasium Tür an Tür untergebracht. Doch während die Schülerzahlen der einen Bildungseinrichtung im vergangenen Jahrzehnt sogar leicht gestiegen sind, gehen sie bei der anderen rapide bergab. (Archivfoto)
Helen Moser- St. Georgen verzeichnet sinkende Gesamtschülerzahl – 1607 im Schuljahr 2025/2026.
- Gleichzeitig steigen die Grundschüler: von 411 in 2014/2015 auf 540 im vergangenen Schuljahr.
- Thomas-Strittmatter-Gymnasium verliert stark, zuletzt 372 Schüler, weniger Auswärtige als früher.
- Realschule stabil bis leicht steigend, Höchststand 514 in 2024/2025, viele Auswärtige.
- Förderschule schrumpft: von 96 in 2014/2015 auf 62 in 2025/2026, Tiefstand 48 in 2022/2023.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
1607 Schüler zählte St. Georgen im Schuljahr 2025/2026. Damit ist die Gesamtzahl jener, die in der Bergstadt zur Schule gehen, in den vergangenen elf Schuljahren deutlich gesunken. Das geht aus dem statistischen Jahresbericht der Stadtverwaltung hervor.
Demnach gingen im Schuljahr 2014/2015 – weiter reicht die Statistik nicht zurück – insgesamt 1694 Kinder und Jugendliche in St. Georgen zur Schule. Das sind fast 90 Schüler mehr als im vergangenen Schuljahr.
Den absoluten Tiefpunkt der Schülerzahlen der Statistik markiert das Schuljahr 2025/2026 trotzdem nicht. Denn im Schuljahr 2019/2020 zählte die Verwaltung gerade einmal 1599 Schüler in der Bergstadt. Dabei handelt es sich auch um das einzige Jahr im Betrachtungszeitraum der Statistik, in dem die Schülerzahl unter 1600 fiel.
In den übrigen Jahren schwankte die Zahl meist im Bereich zwischen 1600 und 1650 Schülern. Mit zwei größeren Sprüngen: In den Sommerferien 2015 sackte die Zahl von 1694 auf 1642 – und damit um mehr als 50 Schüler – ab. Ebenso zählten die St. Georgener Schulen nach dem Sommer 2025 genau 40 Schüler weniger als davor.
Weniger Schüler insgesamt – aber mehr Grundschüler
Augenfällig ist jedoch vor allem eine Entwicklung: Während die Gesamtschülerzahl in den vergangenen elf Schuljahren sank, stieg die Zahl der Kinder, die eine der St. Georgener Grundschulen besuchten – und zwar deutlich: 411 Grundschüler zählte die Verwaltung im Schuljahr 2014/2015. Im vergangenen Schuljahr waren es dann 540 Grundschüler – also knapp 130 mehr als noch vor einem guten Jahrzehnt.
Dabei ging es nahezu stetig bergauf mit den Grundschülerzahlen. Nur einmal, im Sommer 2019 – zwischen den Schuljahren 2018/2019 und 2019/2020 – fiel ihre Zahl von 451 auf 419 ab. Doch die Abwärtsbewegung wurde nicht zum Trend: Seit dem Schuljahresbeginn 2019 kannten die Grundschülerzahlen wieder nur eine Richtung – aufwärts.
Während die Schülerzahlen an der Grundschule der Robert-Gerwig-Schule als auch der Rupertsbergschule in den vergangenen elf Schuljahren recht stetig kletterten, schwankten sie an der Grundschule Peterzell und waren jüngst wieder leicht rückläufig.
Thomas-Strittmatter-Gymnasium mit massiven Einbußen
Dennoch: Über alle Grundschulen gesehen, ist der Zuwachs offensichtlich. Wie aber kommen dann insgesamt sinkende Schülerzahlen zustande? Grund ist, wie die Statistik der Stadtverwaltung zeigt, vor allem das Thomas-Strittmatter-Gymnasium, das in den vergangenen Jahren stark Federn lassen musste.
Will konkret heißen: Im Schuljahr 2014/2015 besuchten 524 Schüler das Thomas-Strittmatter-Gymnasium, davon 174 auswärtige. In den Folgejahren sank die Zahl stetig: Schon im Schuljahr 2015/2016 rutschte sie unter die 500‑Schüler-Marke – damals mit 494 Schülern. Seit dem Schuljahr 2023/2024 sind es weniger als 400 Schüler: Von 391 Schülern sank die Zahl auf 378 und schließlich auf 372 Schüler im vergangenen Schuljahr, in dem die Zahl der auswärtigen Schüler zudem erstmals unter die 100-Personen-Marke rutschte.
Viele auswärtige Schüler an der Realschule
Konstante und sogar leicht steigende Schülerzahlen verzeichnete hingegen die Realschule, die im Bildungszentrum auf dem Roßberg Tür an Tür mit dem Thomas-Strittmatter-Gymnasium untergebracht ist. 468 Schüler weist die Statistik der Verwaltung für das Schuljahr 2014/2015 aus; 488 Schüler für das Schuljahr 2025/2026. Zwischenzeitlich war die Zahl der Realschüler im Schuljahr 2024/2025 sogar auf 514 gestiegen – ein Höchststand in der Statistik.
Auffällig ist der hohe Anteil auswärtiger Schüler an der St. Georgener Realschule: Ihre Zahl lag in der Betrachtungsperiode der Statistik Jahr für Jahr über 200. Im groben Schnitt machten die Auswärtigen stets knapp die Hälfte aller Realschüler in St. Georgen aus.
Förderschule zählt ein Drittel Schüler weniger
Zwischenzeitlich stark gestiegen, in jüngerer Vergangenheit aber wieder gefallen sind zudem die Schülerzahlen an der Haupt- und Werkrealschule der Robert-Gerwig-Schule. Im Schuljahr 2014/2015 besuchten 165 Schüler die weiterführende Robert-Gerwig-Schule; im vergangenen Schuljahr waren es 162. Zwischen 2019 und 2024 zählte die Verwaltung mit zwischen 201 und 222 derweil deutlich mehr Schüler.
Das Thomas-Strittmatter-Gymnasium ist jedoch nicht die einzige Einrichtung, die unterm Strich Schüler einbüßte. Auch bei der Förderschule ging es bergab: Von 96 Schülern im Schuljahr 2014/2015 sank die Zahl bis zum vergangenen Schuljahr 2025/2026 auf 62. Das entspricht dem Verlust von etwa einem Drittel der Schüler. Zwischenzeitlich waren die Zahlen sogar noch etwas tiefer gesunken: auf 48 Schüler im Schuljahr 2022/2023.




