Bürgerzentrum Roter Löwen: St. Georgener Mammutprojekt findet krönenden Abschluss

Viele Hände machen den Außenbereich des Roten Löwen zu einem echten Hingucker: die Helfer des gemeinsamen sozialen Tags von Baugenossenschaft Familienheim und Stiftung Liebenau.
Helen Moser- Außenbereich des Bürgerzentrums Roter Löwen in St. Georgen wurde neu gestaltet.
- Rund 60 Helfer arbeiteten einen Tag in gemischten Teams mit und ohne Behinderung.
- Ergebnis: Rollrasen, Hecken, viele Pflanzen, Holzdeck und Sitzbänke – höhere Aufenthaltsqualität.
- Baugenossenschaft Familienheim trug Materialkosten für die Holzterrasse, Arbeitszeit wurde gestiftet.
- Der gemeinsame soziale Tag von Familienheim und Stiftung Liebenau fand erstmals in St. Georgen statt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Jede Menge Rollrasen, Dutzende Hecken, zig weitere Pflanzen, ein Holzdeck, Sitzbänke, Arbeiten an der Fassade am Gebäudesockel und, und, und – der Außenbereich des St. Georgener Bürgerzentrums Roter Löwen ist kaum mehr wiederzuerkennen. Wo bislang noch Leere dominierte, ist nun ein Ort mit Aufenthaltsqualität entstanden.
„Das ist das Tüpfelchen auf dem i“, fand Bürgermeister Michael Rieger, der allen Helfern ein großes Dankeschön aussprach. Etwa 60 von ihnen waren vergangene Woche einen ganzen Tag lang im Einsatz – in gemischten Teams mit Menschen mit und ohne Behinderung. „Das ist Gemeinschaftsgefühl und Gemeinschaftsarbeit“, sagt Barbara Reichstein von der Stiftung Liebenau. „Hier konnte sich jeder einbringen und etwas beitragen.“
Genau das ist die Idee des gemeinsamen sozialen Tags der Baugenossenschaft Familienheim und der Stiftung Liebenau, in dessen Rahmen der Außenbereich des Roten Löwen neu gestaltet wurde. Auch der Bauhof sowie Steinmetz- und Bildhauermeister Stefan Rosenfelder unterstützten tatkräftig.
Mehr als 800 Familienheim-Wohnungen in St. Georgen
Ziel des sozialen Tags, den Familienheim und Stiftung Liebenau seit 2013 regelmäßig ausrichten und der dieses Jahr erstmals in St. Georgen stattfand, sei es, „etwas an die Stadtgemeinschaft zurückzugeben“, sagt Sebastian Merkle, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft.

Mark Fischer von der Baugenossenschaft Familienheim präsentiert das Schild, das künftig an die Aktion erinnern soll.
Helen MoserDabei ist es kein Zufall, dass das Projekt in St. Georgen realisiert wurde: Die Idee entstand bei einer Aufsichtsratssitzung im Roten Löwen im vergangenen Herbst, als der Außenbereich des Bürgerzentrums noch deutlich trostloser anmutete als aktuell. Und da St. Georgen mit mehr als 800 Familienheim-Wohnungen einer der Kernmärkte der Baugenossenschaft ist, passte das Projekt wie die Faust aufs Auge.
Rieger: „Solche Aktionen bringen die Menschen zusammen“
Für die Stadt ist die Aktion ganz nebenbei auch finanziell eine Entlastung. Denn die Materialkosten für die Holzterrasse trug die Baugenossenschaft. Und noch viel gewichtiger: Die Helfer von Familienheim und Stiftung Liebenau stiften ihre Arbeitszeit. Deshalb, sagt Familienheim-Vorstandsmitglied Merkle, seien die eigentlichen Kosten der Maßnahme auch schwierig zu ermitteln. „Das Material ist da der kleinste Anteil.“

Bürgermeister Michael Rieger (links) dankt den Helfern für ihren Einsatz.
Helen MoserRieger freut sich nicht nur über das Ergebnis des sozialen Tags, sondern vor allem auch über die Art und Weise, wie es zustande kam: „Solche Aktionen bringen Menschen zusammen“, betont der Bürgermeister. Das Projekt sieht er als beispielhaft an. Wenn man solche Bürgeraktionen aufs Gleis heben könne, könne man auch in Zukunft viel bewegen – trotz klammer Stadtkassen.
Bürgerzentren im Trend, weil es Begegnungsorte braucht
Mit dem neu gestalteten Außenbereich des Roten Löwen endet in St. Georgen auch ein Mammutprojekt, „das uns mehr als 14 Jahre lang beschäftigt hat“, wie Rieger sagt. Und dass auch nicht immer ohne Widerstände oder Probleme über die Bühne ging. Nun aber zeige sich, dass man mit der Idee eines Bürgerzentrums goldrichtig lag, betont Rieger. „Überall sollen jetzt Bürgerzentren gebaut werden, weil man solche Begegnungsorte braucht.“


