Bürgermeister-Kandidat
: Was Timmy Niehoff mit Schiltach vorhat

Tradition bewahren, Leerstände bekämpfen und trotzdem nach vorne schauen: Der  Bürgermeisterkandidat hat bei einer gut besuchten Veranstaltung seine Ideen vorgestellt.
Von
red/pm
Schiltach
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Wie soll sich Schiltach in den kommenden acht Jahren entwickeln? Bürgermeisterkandidat Timmy Niehoff hat bei einer gut besuchten CDU-Veranstaltung seine Vorstellungen präsentiert.

Robert King
  • CDU-Veranstaltung in Schiltach gut besucht – Timmy Niehoff stellt seine Ziele vor.
  • Er tritt unabhängig an und will über Parteigrenzen mit allen Akteuren arbeiten.
  • Schwerpunkt Innenstadt: Tradition bewahren, Leerstände bekämpfen, Leben und Wohnen verknüpfen.
  • Stadtbild im Fokus, denn „Schiltach darf nicht zum Museum werden“, Pflege soll sichtbar sein.
  • Weitere Themen: Wohnen, Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaft, Vereine und digitale Verwaltung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eines dürfte sicher sein: Sollte Timmy Niehoff am 20. September zum Bürgermeister von Schiltach gewählt werden, hat er im Rathaus und im „Städtle“ einiges vor.

Bei der öffentlichen Vorstandssitzung des CDU-Ortsverbandes Schiltach-Schenkenzell stellte der 43-jährige, unabhängige Bürgermeisterkandidat seine Vorstellungen für die kommenden acht Jahre vor. Die Veranstaltung auf dem Campingplatz war laut Mitteilung gut besucht und entwickelte sich zu einem lebhaften Austausch.

Unter der Leitung der stellvertretenden Vorsitzenden Brigitte Sum, die den erkrankten Vorsitzenden Matthias Fay vertrat, erläuterte Niehoff seine Ideen für die Stadt. Der seit 15 Jahren bei Mercedes beschäftigte Projektleiter für digitale Zukunftsprojekte betonte dabei, dass er bewusst als unabhängiger Kandidat antrete.

Er wolle über Partei- und Interessengrenzen hinweg mit Bürgern, Vereinen, Unternehmen und den politischen Kräften der Stadt zusammenarbeiten.

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„Neuer Wind und neuer Schwung“

Sein Ziel sei es, die Attraktivität Schiltachs nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu steigern. Die gute finanzielle Ausgangslage der Stadt müsse genutzt werden, um Schiltach langfristig attraktiv und lebenswert zu halten.

Handlungsbedarf sieht Niehoff unter anderem bei der Bevölkerungsentwicklung. Die Einwohnerzahl sei in den vergangenen Jahren um rund zehn Prozent zurückgegangen.

„Für den Fall meiner Wahl will ich mich mit allen Verantwortlichen zusammensetzen und darüber reden, wohin wir in den kommenden acht Jahren wollen“, sagte Niehoff. Sein Angebot an die Bürger: „Neuer Wind und neuer Schwung.“

Tradition bewahren, Innenstadt beleben

Gleichzeitig will der Bürgermeisterkandidat die gewachsene Tradition Schiltachs erhalten und weiterentwickeln. Als Mitglied zahlreicher Schiltacher Vereine kenne und schätze er die Menschen und seine zur Heimat gewordene Stadt.

Dabei fällt ein Satz, der zu einer Art Leitmotiv seiner Vorstellungen wird: „Schiltach darf nicht zum Museum werden.“ Das gelte insbesondere für die Innenstadt. Leerstände dürften nicht einfach hingenommen werden. Geschäfte, Gastronomie, Wohnen und Begegnungsmöglichkeiten müssten zusammengedacht werden, damit das historische Zentrum auch künftig ein Ort bleibe, an dem sich Einheimische ebenso gerne aufhalten wie Besucher.

„Was wir haben, müssen wir sichtbar pflegen“

Ein weiteres Anliegen ist für Niehoff die Pflege des Stadtbildes. Die historische Altstadt sei eines der größten Aushängeschilder Schiltachs. Sauberkeit, gepflegte öffentliche Flächen und ein aufmerksamer Blick für die vielen kleinen Dinge im Stadtbild seien deshalb keine Nebensache. „Was wir haben, müssen wir nicht nur bewahren, sondern auch sichtbar pflegen“, so Niehoff.

Dabei müsse nicht jede Verbesserung zum jahrelangen Großprojekt werden. Vieles könne mit klaren Zuständigkeiten und pragmatischen Lösungen schneller angegangen werden.

Wohnen, Wirtschaft und Ehrenamt

Neben der Innenstadt will Niehoff weitere Themen in den Blick nehmen. Dazu gehören Wohnen und Bevölkerungsentwicklung, gute Rahmenbedingungen für die heimischen Unternehmen, die Unterstützung von Vereinen und Ehrenamt sowie eine moderne und digitale Verwaltung.

Seine Vorstellungen versteht der Kandidat dabei ausdrücklich nicht als fertigen Plan, der der Stadt übergestülpt werden soll. Vielmehr wolle er zuhören, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und anschließend auch umsetzen. Sein Leitgedanke lautet: „Bewahren, was gut ist, und mutig anpacken, was besser werden muss.“

An Ideen mangelt es dem Bürgermeisterkandidaten jedenfalls nicht. Auch seine Bereitschaft zum Austausch wurde bei der mehr als zweistündigen, lebhaften Veranstaltung deutlich. Immer wieder entwickelte sich die Vorstellung seiner Pläne zu einem offenen Gespräch über die Zukunft Schiltachs.