Tiere in Sulz: Hoffnung auf Schwan-Nachwuchs für nächstes Jahr ist hoch

Das Schwanenpaar hatte auch in diesem Jahr Pech. Derzeit sind sie oft am Neckar zu entdecken.
Daniel SchneiderDie Schwäne sind seit einiger Zeit wieder in Sulz angekommen. Allerdings ohne Nachwuchs. Denn etwa über ein Vierteljahr haben sich die Schwäne für die Brutzeit an einen anderen Ort zurückgezogen, vermutlich nach Oberndorf, berichtet Schwanenbetreuer Ludwig Schrägle.
Jetzt schwimmen sie seit einiger Zeit wieder den Sulzer Neckar hinauf und hinunter. „Ein schöneres Revier als hier finden sie nicht. Das haben sie jetzt auch begriffen“, ist sich Schrägle sicher. Hier hätten sie viel Platz, den sie für sich alleine beanspruchen können.
Jungtiere Hochwasser zum Opfer gefallen
Nur mit dem Nachwuchs hatten sie in den vergangenen drei Jahren kein Glück. Durch Hochwasser verlor das Schwanen-Paar ihre Jungen. Und auch in diesem Jahr blieb die Brut erfolglos.
Aus diesem Grund baute der Tierschützer eine Art Hochsitz für die Schwäne. Dort sollen die Jungen auch vor Hochwasser geschützt werden. Denn diese könnten zwar schwimmen, aber würden in starker Strömung mitgerissen werden. Im vergangenen Jahr sei der Neckar zweimal über die Ufer getreten. Dort habe er sogar eines der Jungen gefunden. Doch alle Rettungsversuche seien vergeblich gewesen, bedauert er.
Daher finde er den Platz am Schindergraben eigentlich auch sehr unpassend. Denn dort würde das Wasser bei starkem Regen hoch anschwellen. Allerdings sei das neu gebaute Nest so hoch, „dass eigentlich nichts passieren dürfte“, meint der Experte: „Aus jedem negativ Erlebnis lernt man.“
Experte blickt zuversichtlich auf 2026
So ist er auch zuversichtlich, dass es im kommenden Jahr mit der Brut funktionieren wird. Denn: Schwäne hätten keine spätere Brut. Das bedeutet, dass sie bei einer misslungenen Brut bis ins nächste Frühjahr warten. Doch es liege dann an ihnen das gebaute Nest auch anzunehmen, so der Experte.
Bis dahin kommt nun aber erst einmal die kalte Jahreszeit. Da die Schwäne ein so großes Revier alleine haben, würden sie auch in dieser Zeit genug zu fressen finden. „Sie sollen und können sich selber verpflegen.“ Daher appelliert der Schwanenbetreuer, dass die Tiere nicht gefüttert werden. Das schade mehr, als dass es helfe. Wenn gefüttert werde, solle das nur über Fachleute passieren. Und diese würden das auch nur machen, wenn es nötig sei. Das seien aber nur wenige Ausnahmen, so Schrägle.