Unsitte in Horb: Stadt warnt vor Folgen der Wasservogelfütterung

Die Enten dürfen nicht gefüttert werden.
photo 5000 - stock.adobe.comViele halten es für etwas Harmloses und freuen sich über die Enten und Blesshühner, die sich über Brotbrocken hermachen, die man ihnen ins Wasser wirft. Doch das Füttern ist nicht nur schädlich für die Tiere, sondern auch verboten.
Die Stadt Horb stellt klar: „Im Bereich des Mühlkanals in der Unteren Kernstadt ist es verboten, Enten zu füttern, damit die Tiere nicht in ihrer natürlichen Nahrungssuche gestört werden und um ihre Gesundheit sowie die Natur zu schützen.“
Obwohl es gut gemeint ist, kann das Füttern mit Brot oder anderen Lebensmitteln für die Tiere und die Umwelt schädlich sein.
Die Stadt erklärt in ihrer Pressemitteilung: „Das Zufüttern beeinträchtigt die tierartgerechte, natürliche Nahrungssuche und Lebensweise der Vögel und kann Ratten anlocken, welche Krankheiten übertragen können und weiter deren Ausbreitung fördern. Die Folgen dieser Entwicklung sind nicht zu unterschätzen. Ratten gelten als Überträger gefährlicher Krankheiten wie dem Hantavirus, der Leptospirose oder der Salmonellose.“
Vögel brauchen Schutz
Besonders in öffentlichen Bereichen wie Spielplätzen oder Spazierwegen entlang des Neckars stellen Ratten laut Stadt ein ernsthaftes Risiko für die Gesundheit von Menschen und Tieren dar. Wer Enten füttert, muss zudem mit einer Geldstrafe rechnen. Auch andere Wassertiere, wie Schwäne, brauchen besonderen Schutz. Vor allem während der Brut- und Setzzeit. „Die Berührung oder Belästigung der Schwäne und ihrer Jungtiere sollte unbedingt vermieden werden, um die Tiere und sich selbst nicht in Gefahr zu bringen“, warnt die Verwaltung weiter und weist auf das Entenfütterungsverbot in Horb hin. Sie bittet auch darum, keine Lebensmittelreste am Neckarufer zurückzulassen. „Damit wird ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Natur und zur Eindämmung der Ratten geleistet. Auch sollten Schwäne nicht gefüttert werden, um deren natürliche Verhaltensweisen nicht zu stören und ihre Gesundheit sowie die Natur zu schützen.“