Gastronomie in Lörrach
: Neustart im Brauhaus Lasser

Das Brauhaus Lasser in Lörrach wird ab Montag unter neuer Regie weitergeführt. Die Brauerei will den Neustart nutzen, um das Thema „Bier“ noch stärker ins Zentrum zu stellen.
Von
Bernhard Konrad
Lörrach
Jetzt in der App anhören

Schmuckstück mit Biergarten: das Brauhaus Lasser der Privatbrauerei Lasser

Marco Fraune

Die Privatbrauerei Lasser und das Restaurant Brauhaus Lasser sind eng miteinander verbunden. Betriebswirtschaftlich mögen beide getrennt arbeiten, gleichwohl bildeten sie eine Einheit unter dem Dach des Firmennamens, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Andreas Walter am Freitag. Den Gastro-Betrieb zu schließen, sei für ihn nicht in Frage gekommen, zumal der Zuspruch der Gäste immer da war.

GastronomischeJustierungen

Die bereits im Frühjahr verbreitete Zuversicht war offenbar berechtigt: Das großräumige, urige Restaurant samt Biergarten bleibt sich im Grundsatz treu, doch soll dieser Neustart im Jubiläumsjahr durch den frischen Wind einiger konzeptioneller Justierungen rasch Fahrt aufnehmen. Nach der offiziellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Mai werde der bisherige Pächter Frank Berberich nicht mehr als selbstständiger Gastronom im Brauhaus tätig sein, sondern gemeinsam mit Hajnalka Nagy – sie arbeitete ebenfalls bereits vor Ort – die Brauhausküche im Zwei-Schicht-Betrieb leiten. „Er ist und bleibt ein guter Koch“, sagte Walter über Berberich. Indes wird die betriebswirtschaftliche und organisatorische Leitung ab dem 1. September „mit der neu gegründeten Brauhaus Lasser GmbH von uns selbst in die Hand genommen“, so Walter, der im Beisein von Elke Strickle, kaufmännische Leiterin der Privatbrauerei Lasser, die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Freiburger Insolvenzverwalter Michael Schneider hervorhob.

Die rund 20 Gastro-Mitarbeiter werden in die neue Gesellschaft übernommen.

Andreas Walter im Sudhaus der Brauerei

Foto: Bernhard Konrad

Das Thema Bier noch stärker in Szene setzen

Künftig sollen die Lasser-Biere im Restaurantbetrieb noch stärker in Szene gesetzt werden. Die Brauerei will damit ihr Profil schärfen und die Gaststätte noch enger an die Marke binden. Das heißt konkret: „Die Speisekarte wird noch bieraffiner gestaltet.“ Geplant sind neben speziellen Menüs auch neue Veranstaltungen sowie Verkostungen rund ums Thema Bier.

Selbst gemachte und frisch zubereitete Produkte

Und: „Wir wollen wieder mehr selber machen in unserer Küche. Mit solch frisch zubereiteten Produkten heben wir uns von vielen anderen Restaurants ab. Convenience kann der Gast auch Zuhause“, sagt Walter.

Er blickt mit Zuversicht in die Zukunft: „Die Resonanz der Gäste ist positiv. Und gerade im Sommer und Herbst bietet der Biergarten großes Potenzial.“