Schreiben an OB Ibert: Lahrer SPD nimmt Asiatische Tigermücke in den Fokus

Die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke bereitet nicht nur der Lahrer SPD-Fraktion Sorgen.
Pixabay/WikiImages- SPD-Fraktion in Lahr fordert Maßnahmen gegen die Asiatische Tigermücke.
- Brief an OB Markus Ibert: Prüfung von KABS-Mitgliedschaft oder Kooperation.
- Kritik: stehendes Wasser im Schutterentlastungskanal und in Laubauffangkörben.
- Fragen an Stadt: Dokumentation von Funden und kostenlose Bti-Tabletten für Bürger.
- Bericht im Umweltausschuss am 24. September – Fokus auf ökologische Bekämpfung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der an OB Markus Ibert gerichtete Brief, der unserer Redaktion vorliegt, steht unter dem Betreff „Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke in Lahr / Prüfung einer KABS-Mitgliedschaft oder gezielter Bekämpfungsmaßnahmen“. Unterzeichnet ist das Schreiben von Fraktionsvorsitzendem Roland Hirsch.
Die Fraktion wende sich mit dem Thema an Oberbürgermeister Markus Ibert, nachdem Hirsch mehrfach darauf angesprochen worden sei. Die zunehmende Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke betreffe die Lebensqualität und die gesundheitliche Vorsorge in Lahr.
Die invasive Mückenart sei nicht nur extrem lästig, da sie im Gegensatz zu heimischen Stechmücken tagsüber aktiv und sehr aggressiv sei. „Sie stellt als potenzieller Überträger von gefährlichen Krankheitserregern (wie dem Dengue- oder Chikungunya-Virus) auch ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar“, heißt es in dem Brief weiter. Da die Stadt derzeit kein Mitglied der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplagen (KABS) sei, liege die Last der Vorsorge vollständig bei den Bürgern.
Insbesondere der Schutterentlastungskanal trage laut Hirsch zur Vermehrung der Tigermücke bei, da er derzeit kein fließendes Gewässer sei, sondern nur stehende Wasserinseln aufweise. Auch in den Laubauffangkörben der Kanalisation stehe Restwasser, das eine ideale Brutstätte darstelle. „Die Tigermücke konnte auch schon im gesamten Stadtgebiet festgestellt werden“, betont Hirsch in seinem Brief.
Ein effektiver Schutz gelinge jedoch nur durch eine koordinierte, professionelle Bekämpfung im gesamten Stadtgebiet. „Viele rheinnahe Nachbarkommunen profitieren bereits stark von der Expertise und den Maßnahmen der KABS“, so Hirsch weiter.
Daher bittet er im Namen der Lahrer SPD-Gemeinderatsfraktion um die Beantwortung mehrerer Fragen: So wolle man wissen, wie die Stadtverwaltung die aktuelle Verbreitung der Tigermücke im Lahrer Stadtgebiet einschätzt und ob Funde zentral dokumentiert werden. Zudem wollen die Stadträte wissen, ob seitens der Stadt eine Mitgliedschaft bei der KABS oder eine offizielle Kooperation für die Zukunft geprüft werde. Eine weitere Frage ist, ob geplant sei, den Bürgern kurzfristig biologische Bekämpfungsmittel wie Bti-Tabletten für Regentonnen sowie Informationsmaterialien (möglichst mehrsprachig) kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Es geht um „ökologisch vertretbare Möglichkeiten“
Außerdem möchte die Fraktion wissen, inwieweit der BGL durch abgestimmtes Vorgehen bei der Bekämpfung der Tigermücke miteingebunden werden könne. Abschließend stellen die Stadträte in dem Brief die Frage, wie den idealen Brutgebieten im Schutterentlastungskanal und den Laubauffangkörben der Kanalisation entgegengewirkt werden kann.
Es ginge, so Hirsch in dem Schreiben, nicht um unkontrollierte Ausbringung von Insektiziden, sondern um ökologisch vertretbare Möglichkeiten, die gegebenenfalls mit den Naturschutzverbänden abzusprechen seien.
Sicherlich seien auch Gartenbesitzer angehalten, durch geeignete Maßnahmen, etwa das Abdecken der Wassertonnen, dafür Sorge zu tragen, eine Verbreitung zu verhindern. Entsprechende Verhaltensmaßnahmen könnten zum Beispiel durch die Stadt über soziale Medien, Zeitungen oder Ortsblättchen angeregt werden.
Thema im nächsten Umweltausschuss?
Abschließend bittet Hirsch den OB im Namen der Fraktion, zu veranlassen, dass im nächsten Umweltausschuss am 24. September umfassend über die Thematik und die geplanten Maßnahmen der Stadt zur Bekämpfung der Tigermücke berichtet wird.


