20 Autoren haben mitgewirkt
: Lahrer Verein erhält Landespreis für Werk über Geschichte und Gegenwart der Russlanddeutschen

Für das Buch „Doppelte Heimat – Aus dem Leben der Russlanddeutschen im Raum Lahr“ wurde der Verein Bürger Aktiv Lahr mit dem Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Von
Pascal Lienhard
Lahr
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Das Foto zeigt die Autoren, die mit ihren Geschichten das Buch „Doppelte Heimat“ geschaffen haben, bei der Vorstellung des Werks vergangenen März in der Sulzberghalle.

Das Foto zeigt die Autoren, die mit ihren Geschichten das Buch „Doppelte Heimat“ geschaffen haben, bei der Vorstellung des Werks vergangenen März in der Sulzberghalle. An der Präsentation nahmen damals rund 400 Besucher teil.

Baublies
  • Verein Bürger Aktiv Lahr erhält den Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg.
  • Auszeichnung für das Buch Doppelte Heimat: Leben der Russlanddeutschen im Raum Lahr.
  • 20 Autorinnen und Autoren schildern Geschichte vom 18. und 19. Jahrhundert bis heute.
  • Walter Caroli leitete das Projekt, schrieb das Einführungskapitel und betreute Layout und Register.
  • Hauptpreis: 5000 Euro – Förderpreise für „Museum to go: Bus der Habseligkeiten“ und Lena Wolf.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In dem rund 400 Seiten starken Buch „Doppelte Heimat“ erzählen insgesamt 20 Autorinnen und Autoren aus dem Leben der Russlanddeutschen im Raum Lahr. Sie geben dabei Einblicke in das Leben von russlanddeutschen Familien – von der Auswanderung im 18. und 19. Jahrhundert bis heute.

Herausgegeben wird das Buch vom Verein Bürger Aktiv Lahr, es handelt sich um eines der größten Vorhaben seiner Geschichte. Hilda Beck, Vorsitzende des Vereins, hofft laut ihrem Vorwort, dass die Veröffentlichung „einen gewichtigen Beitrag zum weiteren Zusammenwachsen der einheimischen Bevölkerung mit den in die alte Heimat zurückgekehrten Russlanddeutschen leistet“. Präsentiert wurde das Buch im vergangenen März auf einer sehr gut besuchten Vorstellung in der Sulzberghalle.

Der Historiker und frühere Landtagsabgeordnete Walter Caroli hat an der Entstehung des Buchs einen gewichtigen Anteil, er war Projektleiter. Zudem schrieb er das einführende Kapitel, das einen Überblick über die Auswanderung nach Russland gibt und die Lahrer Auswanderer thematisiert. Außerdem organisierte er die Zuwendung von Spenden, fertigte Satz und Layout an und erstellte die Personen- und Ortsregister. Im Verbund mit drei Lektorinnen bearbeitete er die deutsche Übersetzung der überwiegend auf Russisch verfassten Texte.

Preis wird in zweijährigem Turnus verliehen

Die Arbeiten an dem Buch nahmen zwei Jahre in Anspruch. Das hat sich ganz offensichtlich gelohnt, denn nun wurde der Verein Bürger Aktiv Lahr für das Projekt mit dem Hauptpreis des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

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Das Land verleiht im zweijährigen Turnus für hervorragende Leistungen auf kulturellem Gebiet den Russlanddeutschen Kulturpreis. In diesem Jahr wurde der Preis für den Bereich „Publizistik: Russlanddeutsche Kultur zwischen Gestern und Heute“ ausgeschrieben. Der Preis wird in erster Linie an russlanddeutsche Kulturschaffende verliehen, deren Werk das Kulturgut der Russlanddeutschen repräsentiert.

Der Preis kann auch an Kulturschaffende verliehen werden, die der russlanddeutschen Kultur verbunden sind und dazu beitragen, die Kultur und Geschichte der Deutschen aus Russland in der Bundesrepublik Deutschland und in den Herkunftsgebieten zu vermitteln. Das teilt das Haus der Heimat, eine nachgeordnete Dienststelle des Innenministeriums des Landes, auf seiner Homepage mit.

Jury bestand aus sieben Mitgliedern

Der Preis besteht aus dem Hauptpreis in Höhe von 5000 Euro und zwei Förderpreisen in Höhe von jeweils 2500 Euro. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury, die aus sieben Mitgliedern besteht. Den Hauptpreis gab es nun für das Lahrer Buch.

Den Förderpreis erhielt zum einen das Projekt „Museum to go: Bus der Habseligkeiten“. Ein weiterer Förderpreis ging an Lena Wolf, Autorin der autobiografischen Graphic Novel „Möge die Welt dein Zuhause sein! Eine deutsche Geschichte aus Kasachstan“.

Das Buch

Das 404 Seiten starke Werk, das der Lahrer Verlag Ernst Kaufmann publiziert, kann über den Buchhandel erworben werden (ISBN 978-3-7806-8209-3).