Aktion Grundrechte auf Stelen ist gestartet
: Die erste Grundgesetz-Safari durch die Lahrer Innenstadt kommt gut an

Mit etwa 40 Gästen, darunter auch die beteiligten Künstler, ist die Grundrechte-Aktion am Samstag erfolgreich gestartet.
Von
Jonas Köhler
Lahr
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Initiator Michael Paul – hier vor dem Stadtplan, der zeigt, an welchen Orten die Grundrechte-Plakate zu finden sind, – führte die Gäste am Samstagmorgen durch die Innenstadt.

Initiator Michael Paul – hier vor dem Stadtplan, der zeigt, an welchen Orten die Grundrechte-Plakate zu finden sind, – führte die Gäste am Samstagmorgen durch die Innenstadt.

Köhler
  • In Lahr startete eine Grundrechte-Aktion mit künstlerischen Plakaten an Stelen in der Innenstadt.
  • Etwa 40 Gäste nahmen an der ersten Führung teil, darunter beteiligte Künstler.
  • Veranstalter ist „L'Art pour Lahr“ mit Initiator Michael Paul, Partner sind Kulturamt und Forum Demokratie.
  • Tobias Meinen und Rüdiger Metzger-Thessen unterstützten die Aktion – Demokratie müsse geschützt werden.
  • Bei einem Rundgang erklärten Künstler ihre Werke, Plakate regten Diskussionen an und fanden Zuspruch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Auftakt ist geglückt: Drei Wochen lang hängen an Stelen in der Lahrer Innenstadt künstlerisch gestaltete Plakate, auf denen Grundrechte prangen. Der Verein „L'Art pour Lahr“ und Initiator Michael Paul hatten vor der ersten Führung am Samstag in die Galerie eingeladen, um die Aktion zu präsentieren.

Der Lahrer Autor und Gabriele Rauch vom Vorstand des Vereins freuten sich sehr, die Künstler und einige Interessierte in der Galerie in der Obertorstraße zu begrüßen. „Es ist eine grundsätzliche, überparteiliche Aktion“, richtete Rauch eingangs einige Worte an die Gäste. Sie freute sich über ein „bunt gemischtes“ Publikum – und ebensolche Plakate.

Der Verein hat als Partner das Lahrer Kulturamt und das Forum Demokratie gewinnen können. Für die Stadt Lahr lobte Kulturamtschef Tobias Meinen die Aktion ausdrücklich. Rüdiger Metzger-Thessen vom Lahrer Demokratie-Verein sprach davon, dass jene Demokratie in Bedrängnis gerät. „Immer mehr Menschen merken, welcher Schatz in unserem Grundgesetz steckt“, erklärte er. Diesen solle man nicht für selbstverständlich halten, sonst werde er abgewertet.

Paul selbst ging noch auf die Entstehungsgeschichte der Aktion ein (wir berichteten) und freute sich sehr, nicht nur OB Markus Ibert, sondern auch die Bundestagsabgeordneten Yannick Bury (CDU) und Johannes Fechner zu begrüßen. „Wir würden auch gerne im Bundestag ausstellen“, richtete er sich augenzwinkernd an die Politiker.

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Der Schriftsteller hob noch einmal die Idee der Aktion hervor: „Mit Fakten zu diskutieren wird zunehmend schwieriger. Es ist ein Angebot der passiven Kommunikation. Jeder sieht die Plakate.“ Paul erhofft sich, dadurch möglichst viele Menschen zu erreichen. Immerhin arbeiteten große Marken wie Coca-Cola in ihren Werbekampagnen – erfolgreich – nach dem gleichen Prinzip.

Künstler erläutern ihre Gedanken

„Kunst darf auch provozieren“, befand Paul. Gerade an den vielen prominenten Plätzen, an denen die Plakate hängen, sei das möglich. Das bewies er anschließend bei der ersten Führung. Die Gruppe begab sich auf einen rund eineinhalbstündigen Rundgang zu den Stelen. Da viele der Künstler dabei waren, erklärten sie direkt an den Plakaten, was sie sich bei ihrer Kreation gedacht hatten. Einige Passanten in der Innenstadt wurden auf die Gruppe aufmerksam, manche schlossen sich ihr sogar an. Die Plakate, die die Lahrer Zeitung in einer Serie ausführlich vorstellt, regten immer wieder zu Diskussionen an. Paul präsentierte jedes mit einigen Hintergrundinformationen zum jeweiligen Grundrecht und gab seinerseits Denkanstöße, als er etwa einen fehlenden Diskurs in der Corona-Zeit bemängelte oder dazu aufrief, die „Stadtbild“-Frage des Kanzlers einmal umzudrehen.

Die Führung endete mit einer kleinen Erfrischung in einer Galerie, bei der sich alle einig waren: Die Aktion setzt die richtigen Zeichen.