Geldsegen fürs Stadtarchiv
: Wie in Haslach wertvolle historische Dokumente vor dem Verfall gerettet werden

Das Haslacher Stadtarchiv Haslach hat eine Förderung von 14.000 Euro vom Bund erhalten. Die Freude vor Ort ist groß – ebenso wie das Engagement.
Von
fx
Haslach
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Freuen sich über den Geldsegen für das Stadtarchiv (von links): Martin Schwendemann, Leiter Kultur und Marketing, Bürgermeister Armin Hansmann, SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner und Leon Pfaff, Leiter des Stadtarchivs.

Freuen sich über den Geldsegen für das Haslacher Stadtarchiv (von links): Martin Schwendemann, Leiter Kultur und Marketing, Bürgermeister Armin Hansmann, SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner und Leon Pfaff, Leiter des Stadtarchivs.

Büro Fechner
  • Haslachs Stadtarchiv erhält 14.000 Euro Bundesmittel für den Erhalt schriftlichen Kulturguts.
  • Spezialfirmen restaurieren Pergament- und Papierurkunden, reinigen, glätten und entsäuern.
  • So wird Tintenfraß gestoppt – gerettet wird auch die älteste Urkunde von 1496.
  • Fechner, Hansmann, Schwendemann und Archivar Pfaff betonen die Bedeutung des Projekts.
  • Möglich wurde die Förderung durch eine Vollzeitstelle und einen Archivverbund mit Umlandgemeinden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Haslacher Stadtarchiv hat sich bei der Mittelvergabe aus dem Bundesförderprogramm zum Erhalt des schriftlichen Kulturguts gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt. Darüber informiert der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner, der dem Stadtarchiv aus diesem Anlass einen Besuch abstattete.

Gemeinsam mit Bürgermeister Armin Hansmann verschaffte sich Fechner einen Überblick über „dieses wichtige Restaurierungsprojekt“. Kulturamtsleiter Martin Schwendemann und Archivar Leon Pfaff freuen sich über den Geldsegen. „Wir können mit diesen Mitteln viele wichtige Urkunden restaurieren und somit langfristig für die Nachwelt erhalten“, so Pfaff.

Spezialfirma nimmt sich der Sache an

Mit den Fördermitteln sollen die ältesten wertvollen Pergament- und Papierurkunden der Stadt Haslach vor dem Verfall gerettet werden. Dazu reinigen, glätten und entsäuern Spezialfirmen die im Archiv lagernden Dokumente. Dadurch wird insbesondere der gefürchtete Tintenfraß gestoppt, bei dem Säure aus historischer Eisengallustinte das Papier im Laufe der Jahrhunderte zersetzt.

Urkunde aus dem Jahr 1496

Zu den geretteten Schätzen gehört unter anderem das älteste Dokument des Stadtarchivs Haslach, eine Urkunde aus dem Jahr 1496. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Bundesförderung hier vor Ort ganz konkret wirkt und dazu beiträgt, jahrhundertealte Zeugnisse unserer Geschichte für die nachfolgenden Generationen zu erhalten“, wird Fechner in der Mitteilung zitiert.

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Stadt schafft Vollzeitstelle

Ermöglicht wurde der Fördererfolg durch die professionelle Aufstellung des Archivs. Nach 50 Jahren ehrenamtlicher Pflege schaffte der Gemeinderat eine Vollzeitstelle, die seit drei Jahren vom Historiker Leon Pfaff besetzt ist, wie Rathauschef Hansmann berichtete: „In Haslach sind wir uns unserer Geschichte bewusst und wir pflegen die Heimatgeschichte für die Nachwelt.“

Archivverbund mit Umlandgemeinden

Zudem bildet Haslach dabei einen interkommunalen Archivverbund mit den Umlandgemeinden Fischerbach, Mühlenbach und Hofstetten. Auch bringt sich das Stadtarchiv aktiv bei der Einführung der elektronischen Akte für die städtische Verwaltung ein, um die rechtssichere Langzeitarchivierung digitaler Dokumente zu gewährleisten