Wirtschaft in Waldachtal: Busbranche zwischen Fachkräftemangel und neuen Technologien

Austausch über die Zukunft der Busbranche: Anne Schweizer (von links), Geschäftsführer Franz Schweizer, die CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schindele und Waldachtals Bürgermeisterin Annick Grassi beim Reiseunternehmen Schweizer in Waldachtal.
Büro Schindele- CDU-Abgeordnete Katrin Schindele informierte sich bei Reiseunternehmen Schweizer in Waldachtal.
- Im Fokus standen Fachkräfte, neue Technologien, KI in der Reiseplanung und ÖPNV-Rollen.
- Hohe Dieselpreise belasten Reiseverkehr und ÖPNV – wirtschaftlich tragfähige Technik gefragt.
- Branche will Planungssicherheit und Technologieoffenheit, so WBO-Präsident Franz Schweizer.
- Gegen Fachkräftemangel: geplante Tiny Houses für Beschäftigte; Betriebshalle wird renoviert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Gespräch mit Geschäftsführer Franz Schweizer und dessen Tochter Anne Schweizer ging es unter anderem um Mobilität, Fachkräfte, neue Technologien und die Zukunft des Familienunternehmens. Franz Schweizer ist zugleich Präsident des Verbands Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO). An dem Austausch nahm auch Bürgermeisterin Annick Grassi teil.
Thematisiert wurden Veränderungen bei der Reiseplanung durch den zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz, die Entwicklung klassischer Bus- und Fernreisen sowie die Rolle privater Unternehmen im öffentlichen Personennahverkehr. Diskutiert wurde außerdem, welche Technologien für die Branche künftig praktikabel und wirtschaftlich tragfähig sind. Zugleich belasten nach Angaben des Unternehmens hohe Dieselpreise den Reiseverkehr und den ÖPNV.
Ein wichtiger Beitrag zur Mobilität im ländlichen Raum
„Busunternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Mobilität im ländlichen Raum und sind gleichzeitig ein wichtiger Teil unserer mittelständischen Wirtschaftsstruktur“, sagte Schindele. Anforderungen an Klimaschutz und Mobilität müssten deshalb wirtschaftlich umsetzbar sein.
Franz Schweizer betonte, die Branche sei bereit, ihren Beitrag zu einer zukunftsfähigen Mobilität zu leisten. Dafür brauche sie jedoch „verlässliche Rahmenbedingungen, Technologieoffenheit und Lösungen, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich funktionieren“.
Eine weitere Herausforderung sei die Gewinnung von Busfahrerinnen und Busfahrern. Das Unternehmen erwägt deshalb, Tiny Houses als Wohnmöglichkeit für Beschäftigte anzubieten. Damit soll auf hohe Mieten und knappen Wohnraum reagiert werden.
Die Gemeinde Waldachtal hat gemeinsam mit dem Unternehmen daran gearbeitet, die dafür notwendigen planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Schindele bezeichnete bezahlbaren Wohnraum auch als wichtigen Faktor bei der Fachkräftesicherung.
Unternehmensnachfolge und die Investitionen am Standort
Unterdessen bereitet sich das Familienunternehmen auf die Zukunft vor. Eine Betriebshalle wird derzeit umfassend renoviert, zudem ist die Übergabe an die nächste Generation geplant. Anne Schweizer will das Unternehmen gemeinsam mit dem Team weiterentwickeln. Dazu gehörten neue Ideen bei der Mitarbeitergewinnung ebenso wie Digitalisierung, moderne Mobilitätskonzepte und die Weiterentwicklung des Reiseangebots.
Schindele würdigte die geplante Unternehmensnachfolge und die Investitionen am Standort. Sie schafften Perspektiven für den Betrieb, die Beschäftigten und die Region.
