Bürgermeisterwahl in Empfingen: Truffner bekommt sein Tattoo

Nach dem Wahlsieg: Ferdinand Truffner vor dem Banner, das seine Bürger für ihn gestaltet haben.
Juergen LueckUm 19.13 Uhr tritt Wahlleiter Achim Walter auf die Bühne der Täleseehalle und verkündet das amtliche Ergebnis der Bürgermeisterwahl: ’“Ich musste mich noch auf meinen musikalischen Auftritt vorbereiten.“
Dann moderiert er die Zahlen an, die schon seit knapp 30 Minuten auf dem Monitor zu sehen waren: „Weißer Rauch ist aufgestiegen. Habemus Bürgermeister.“
99,74 Prozent der Stimmen sind für den einzigen Kandidaten: Amtsinhaber Ferdinand Truffner. 1542 Stimmen für ihn, auf vier Stimmzetteln wurde ein anderer Name geschrieben. Das ist eine Wahlbeteiligung von 45,76 Prozent. Wahlleiter Walter: „Damit ist Ferdinand Klemens Truffner Bürgermeister von Empfingen.“

Die Täleseehalle applaudiert ihrem Bürgermeister Ferdinand Truffner.
Foto: Juergen LueckDer Wahlsieger verzieht scherzhaft das Gesicht. Seinen zweiten Namen hört er nicht so gerne. In der Halle gibt es Jubel und Applaus.
Achim Walter, auch Gemeinderat: „Wir freuen uns auf die nächsten acht Jahre. Bleibe weiter so umtriebig, bleibe einer von uns!“
So gratuliert Landrat Andreas Junt
Freudenstadts Landrat Andreas Junt: „Ich habe gehofft, die Wahlbeteiligung liegt bei 50 Prozent.“ Truffner hatte versprochen: Wenn es so viel werden, lässt er sich ein Anker-Tattoo stechen. Junt: „Weil das diesmal nicht geklappt hat, haben wir für Dich das erste Auerhahn-Tattoo (Wappentier des Landkreis Freudenstadt, d. Red.) zum auftragen. Wenn es Dir gefällt, kannst Du es Dir stechen lassen.“

Landrat Andreas Junt hat ein Auerhahn-Tattoo für Ferdinand Truffner als Geschenk.
Foto: Jürgen LückTruffner lacht. Sagt dann: „Achim, Du hast vergessen, mich zu fragen, ob ich die Wahl annehmen. Ja, ich nehme an. Danke, dass Ihr mich vor dem Tattoo bewahrt habt. Vielen Dank für die hohe Wahlbeteiligung von 45,76 Prozent – das ist besser als Horb.“
Wahlbeteiligung höher als in Horb
Bei der OB-Wahl in Horb im Juli – mit über 25 000 Einwohnern viermal so groß wie Empfingen mit 4252 Einwohnern – lag die Wahlbeteiligung bei knapp 39 Prozent.
Michael Keßler (CDU), Bald-OB von Horb: „Die Wahlbeteiligung zeigt, dass Empfingen hinter Ferdinand Truffner steht. Und Empfingen ist mobilisierbar.“
Ralph Zimmermann, Bürgermeister von Horb: „Ich werte das als großen Rückhalt für Truffner.“

Familie Truffner freut sich mit: Ehefrau Michaela, Sohn Johannes und Tochter Anna.
Foto: Juergen LueckDer Wahlsieger selbst sagt zu dieser Redaktion: „Wenn nur ein Kandidat zur Wahl steht, ist eine Wahlbeteiligung über 40 Prozent Weltklasse.“
Dann wird auch Truffners Familie beschenkt. Blumen für Ehefrau Michaela, Spielzeug für die Kinder Johannes und Anna. Junt: „Wer so viel unterwegs ist in Social Media und in 3D, der schafft das nur, wenn er eine Frau hat, die hinter ihm steht.“

Ein Fest für den Trompeter Ferdinand Truffner: Mit schmissiger Blasmusik wird seine Wiederwahl zum Bürgermeister gefeiert.
Foto: Juergen LueckNach dem offiziellen Teil wird gemeinsam gefeiert und geplaudert in der Tälesee-Halle. Mit schmissiger Blasmusik, zum Wahlbier von Truffner. Er sagt: „Hoffentlich geht es weg heute, sonst müssen wir es bei der Fasnet endgültig vernichten!“.
Mit dem Wahlsieger feiern die Bürger, seine Familie, sowie viele OB- und Bürgermeister Kollegen. Unter anderem Michael Keßler (designiert, Horb), Thomas Noé (Starzach), Markus Tideman (SPD, Eutingen) und Thomas Staubitzer (Schopfloch). Auch CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schindele war in der Täleseehalle.
In einer früheren Version des Textes hieß es „Ferdinand Clemens Truffner“. Der zweite Vorname des Empfinger Bürgermeisters ist „Klemens“. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
