Bürgermeisterwahl in Empfingen
: 99,74 Prozent für Ferdinand Truffner

Der Amtsinhaber war in Empfingen der einzige Kandidat. Trotzdem lag die Wahlbeteiligung bei 45,76 Prozent - höher als bei der OB-Wahl in Horb.
Von
Jürgen Lück
Oberndorf
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Ein gut gelaunter Bürgermeister Ferdinand Truffner sieht dem Ergebnis zuversichtlich entgegen.

Juergen Lueck

18 Uhr in der Tälesee-Halle. Die Kirbe ist abgebaut, Amtsinhaber Ferdinand Truffner (im grauen Lodenjanker) steht am Lautsprecher auf der Empore, macht die Blasmusik an. Die Gäste (unter anderem CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schindler) sitzen davor.

Das Licht geht aus, die weiße Wand mit Empfingen-Wappen und der Monitor mit dem Online-Ergebnis der Wahlauszählung sind an.

18.14 Uhr

Truffner plaudert mit den Horbern. In der Hand: Ein Bier mit seinem „Truffner“-Portrait. Unter anderem mit Brigitte Hellstern, im OB- und Bürgermeister-Sekretatriat von Horb. In Horb hatte er direkt nach dem Studium sein erstes Verwaltungsjahr absolviert.

18.25 Uhr

Um 18.25 Uhr kommt Landrat Andreas Junt. Zehn Minuten später sind alle Bürgermeister-Kollegen da: Der designierte OB von Horb Michael Keßler, Thomas Noé (Starzach), Markus Tideman (SPD, Eutingen) und Thomas Staubitzer (Schopfloch).

18.40 Uhr

Das Ergebnis ist da: 45,76 Prozent Wahlbeteiligung. 99,74 Prozent für Ferdinand Truffner. Er war der einzige Kandidat und hatte versprochen: Wenn es über 50 Prozent Wahlbeteiligung gibt, lasse ich mir ein Anker-Tattoo stechen.

Die Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung – sie ist relativ hoch. Bei der OB-Wahl in Horb – mit über 25 î000 Einwohnern viermal so groß wie Empfingen mit 4252 Einwohnern – lag die Wahlbeteiligung bei knapp 39 Prozent.

Michael Keßler (CDU), Bald-OB von Horb: „Die Wahlbeteiligung zeigt, dass Empfingen hinter Ferdinand Truffner steht. Und Empfingen ist mobilisierbar.“

Ralph Zimmermann, Bürgermeister von Horb: „Ich werte das als großen Rückhalt für Truffner.“

Der Wahlsieger selbst sagt: „Wenn nur ein Kandidat zur Wahl zählt, ist eine Wahlbeteiligung über 40 Prozent Weltklasse.“

Vor Freude nimmt Ferdinand Truffner seinen Sohn Johannes auf den Arm. Er sagt: „Das Ergebnis ist gut. Empfingen hat noch mal acht Jahre Zeit, ehe es vielleicht was mit dem Tattoo wird.“

Danach geht er auf die Bühne, sagt: „Der Vorsitzende der Wahlkommission, Achim Walter, sollte eigentlich das Ergebnis verkünden. Doch er hat wohl Verspätung.“

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