Kreis Freudenstadt
: Bürokratie, Energiepreise, Fachkräftemangel – was Handwerksbetriebe umtreibt

Vertreter der Kreishandwerkerschaft Freudenstadt sprachen mit Saskia Esken über die aktuellen Herausforderungen der Handwerksbetriebe.
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red/pm
Kreis Freudenstadt
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SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken im Austausch mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft

SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken im Austausch mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft

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  • Esken sprach mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft Freudenstadt über akute Probleme.
  • Betriebe fordern verlässliche Förderpolitik – spontane Kürzungen erschweren Investitionen.
  • Hohe Energiepreise belasten stark; Entlastungen müssten KMU im Handwerk gezielt erreichen.
  • Mehr Tempo beim Bürokratieabbau gefordert, digitale Verwaltung nur praxistauglich wirksam.
  • Fachkräfte fehlen, Mini-Jobs sichern Flexibilität für Betriebe und Einkommen für Familien.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Gespräch mit der Kreishandwerkerschaft Freudenstadt informierte sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken über die aktuellen Herausforderungen der Handwerksbetriebe in der Region. Mit Kreishandwerksmeister Friedrich Barth und Geschäftsführer Lennart Nöller sowie Richard Schweizer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Reutlingen, und Sebastian Egelhof, Geschäftsführer Politik bei Handwerk BW, wurden zentrale Themen des Handwerks diskutiert. Davon berichtet Eskens Büro in einer Pressemitteilung.

Kreishandwerksmeister Barth machte deutlich, dass die Betriebe dringend verlässlichere politische Rahmenbedingungen benötigen. Kurzfristig veränderte oder gestrichene Förderprogramme, etwa im Bereich erneuerbare Energien oder Elektromobilität, erschwerten Investitionsentscheidungen und belasteten das Vertrauen in politische Zusagen. „Solche Entscheidungen erschweren es Betrieben, langfristige Investitionen zu planen und belasten das Vertrauen in Förderprogramme“, so Barth.

Für viele Betriebe stellen die hohen Energiepreise eine erhebliche Herausforderung dar. Die Kreishandwerkerschaft machte deutlich, dass Entlastungsmaßnahmen bei Strom- und Energiekosten kleine und mittlere Unternehmen stärker berücksichtigen müssen. Gerade das Handwerk brauche Rahmenbedingungen, die Investitionen ermöglichen, statt Betriebe durch steigende Kosten zusätzlich auszubremsen.

Mehr Tempo bei Bürokratieabbau gefordert

Auch beim Bürokratieabbau erwartet das Handwerk mehr Tempo und messbare Ergebnisse. Berichtspflichten, langwierige Genehmigungsverfahren und komplizierte Verwaltungsprozesse binden in kleinen und mittleren Betrieben wertvolle Arbeitszeit. Sebastian Egelhof machte mit Blick auf die Betriebe in Baden-Württemberg deutlich, dass insbesondere Berichtspflichten zunehmend Ressourcen binden, die in den Betrieben für die eigentliche Arbeit fehlen. Esken verwies auf geplante Maßnahmen der Bundesregierung, darunter die Abschaffung einzelner Berichtspflichten, die Ausweitung der Genehmigungsfiktion sowie die notwendige Digitalisierung der Verwaltung. Egelhof mahnte dazu: „Digitale Lösungen schaffen nur dann einen Mehrwert, wenn sie praxistauglich sind und tatsächlich zu einer Entlastung der Betriebe führen.“

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Ein weiterer Schwerpunkt war der demografische Wandel und der zunehmende Fach- und Arbeitskräftemangel. Esken verwies auf das sogenannte Fachkräfteparadoxon: Während vielerorts Fachkräfte gesucht würden, gingen in anderen Bereichen Arbeitsplätze verloren. Daraus könnten sich auch Chancen ergeben, Beschäftigte wieder stärker für das Handwerk zu gewinnen.

Geschäftsführer Lennart Nöller warnte zudem vor einer Abschaffung oder Einschränkung von Mini-Jobs. Diese seien für viele Handwerksbetriebe elementar wichtig, um flexibel auf Arbeitsspitzen reagieren und Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen zu können. Zugleich seien Mini-Jobs für viele Familien eine wichtige Möglichkeit, ergänzende Einnahmen zu generieren.