Innungen Freudenstadt und Calw: Alle acht Prüfungsteilnehmer dürfen sich nun Maurergeselle nennen

Die Junggesellen und der Gesellenprüfungsausschuss der Innungen Calw/Nagold und der Bauinnung Freudenstadt hinter den Gesellenstücken, einer gemauerten Wandecke mit Fensteröffnung
Jan Blötscher- Acht Prüflinge aus den Innungen Freudenstadt und Calw bestanden die Maurer-Gesellenprüfung.
- Ort war die Rolf-Benz-Schule in Nagold – begonnen wurde mit einem schriftlichen Teil.
- Danach folgte eine vierstündige Maueraufgabe mit Sichtmauerwerk und eine Vermessungsaufgabe.
- Nach der Pause bauten die Prüflinge eine Bretterschalung für eine Podestplatte mit Besonderheiten.
- Zum Schluss banden sie eine Stahlbewehrung; alle erhielten den Gesellenbrief.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Begonnen haben die acht Prüflinge in der Bauwerkstatt, in der bisher der Werkstattunterricht stattgefunden hat, mit einem schriftlichen Teil, bei dem die Arbeitsvorbereitung und Materialberechnung gefordert waren. Davon wird in einer Pressemitteilung berichtet.
Im Anschluss wurde vier Stunden lang gemauert. Die Schwierigkeit dabei war das saubere und genaue Arbeiten, damit das Sichtmauerwerk voll zu seiner Geltung kam und es möglichst viele Punkte gab; zeitgleich fand eine Vermessungsaufgabe statt, bei der Höhen ermittelt und übertragen werden mussten.
Nach der vierstündigen Maueraufgabe, die unter dem Leitspruch ,,Tempo ist kein Taschentuch“ vorgenommen wurde, folgte die Mittagspause. Anschließend ging es mit einer Schalungsaufgabe weiter. Eine Bretterschalung für eine Podestplatte musste hergestellt werden, die Besonderheit daran war, dass es eine abgeschrägte Ecke und einen Falz an der Podestplatte gab, die die Herstellung erschwerte, denn die Prüflinge mussten sich in die Aufgabe hineindenken, da sonst die große Gefahr bestand, dass sie spiegelverkehrt hergestellt wurde. Nach zweieinviertel Stunden musste die Schalung betonierfertig sein, das heißt, man hätte sie dann befüllen können.
Zum Schluss mussten die angehenden Gesellen einen Stahlbewehrung aus Baustahl für eine Betonstütze binden. Die Eisenstäbe und Stahlbügel mussten an der richtigen Stelle und mit den richtigen Bindetechniken zusammengeflochten werden.
Nach dieser letzten Hürde haben die Prüflinge die Bauwerkstatt verlassen und der Gesellenprüfungsausschuss der Innungen Calw und Freudenstadt konnten die Aufgaben bewerten und die Noten ermitteln.
Gesellenprüfungsvorsitzender Jan Blötscher und Jörg Günter konnten das erfreuliche Ergebnis verkünden, dass sich jeder der acht Prüfungsteilnehmer nun Maurergeselle nennen darf. Die beiden Prüfungsvorsitzenden wünschten den frischgebackenen Junggesellen für ihre Zukunft alles Gute.
Man war sich abschließend sicher, dass die Junggesellen mit dem Gesellenbrief im Maurerhandwerk gute Perspektiven haben und sich nun auf dem goldenen Boden des Handwerks befinden, heißt es in der Mitteilung abschließend.
