Klinikum Landkreis Freudenstadt: Kleine Eingriffe schaffen große Wirkung

Sie trafen mit ihren Vorträgen die fachlichen Interessen der Teilnehmer (von links): Jörg Mosa, Christian Gleißner und Florian Bea, ärztlicher Direktor des Klinikums Landkreis Freudenstadt.
Klinikum Landkreis Freudenstadt- Kardiologie-Symposium in Freudenstadt: Fokus auf minimalinvasive Verfahren.
- Lipidtherapie senkt Blutfette, bremst Arterienablagerungen und verringert Risiko.
- Vorhofflimmern im Blick: Klinik führt schonende Pulsed-Field-Ablation per Katheter durch.
- Mitralklappeninsuffizienz: Clip-Reparatur reduziert Undichtigkeit und verbessert Lebensqualität.
- Veranstalter betonen Praxisnähe und Vernetzung, Resonanz der Teilnehmenden war sehr positiv.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Herzerkrankungen klingen angsteinflößend, nach hochinvasiven Eingriffen und riskanten Behandlungen. Dass es auch andere Möglichkeiten gibt, zeigte das 14. Freudenstädter Kardiologie-Symposium. Hier diskutierten Ärzte, Pflegepersonal und Medizinstudenten über minimalinvasive Behandlungsmöglichkeiten in der Kardiologie. Darüber wird in einer Pressemitteilung berichtet.
In fast anderthalb Jahrzehnten habe sich das Freudenstädter Kardiologie-Symposium zu einem Fixpunkt im Weiterbildungskalender entwickelt, der auch ein wichtiger Treffpunkt geworden sei. „Es geht nicht nur um medizinisches Fachwissen, sondern auch um Vernetzung und Austausch zwischen dem Klinikum und unseren niedergelassenen Kollegen“, erklärt Florian Bea, ärztlicher Direktor des Klinikums Landkreis Freudenstadt und Chefarzt der Kardiologie, der das Symposium einst ins Leben gerufen hat.
Zwei Leiden, eine große Betroffenengruppe
Eröffnet wurde das Symposium von Christian Gleißner, Chefarzt der Kardiologie und des Schlaganfallzentrums an den Rottal-Inn Kliniken, mit einem anschaulichen Vortrag über die Lipidtherapie bei Gefäßerkrankungen. Sie zielt darauf ab, erhöhte Blutfettwerte zu senken, um Ablagerungen in den Arterien zu verhindern oder deren Fortschreiten zu bremsen. Das Risiko für Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall kann so laut Mitteilung erheblich gesenkt werden.
In der täglichen kardiologischen Praxis spiele die Lipidtherapie eine große Rolle. Entsprechend lebhaft war die Diskussion, die sich zu Gleißners Vortrag entwickelte.
Auch Jörg Mosa, Oberarzt in der Kardiologie am Klinikum Landkreis Freudenstadt, habe mit seinem Vortrag über das Vorhofflimmern ein großes Thema angesprochen. Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung, von der laut Deutscher Herzstiftung mehr als 1,6 Millionen Menschen betroffen sind.
Mosa gab zunächst eine allgemeine Einleitung zu Auftreten, Erkennung und Behandlung von Vorhofflimmern, bevor er das neue Therapieverfahren am Klinikum Landkreis Freudenstadt vorstellte: die Pulsed-Field-Ablation. Bei diesem, wie es heißt, sehr schonenden und effektiven Verfahren wird ein Katheter über eine Vene zum Herzen geführt, um kurze elektrische Impulse abzugeben. Diese kommen ohne Hitze oder Kälte aus und veröden gezielt die Auslöser der Rhythmusstörung am Herzmuskel, ohne benachbartes Gewebe, Nerven oder Blutgefäße zu belasten.
Ein kleiner Clip kann das Leben verändern
Den Abschluss machte Florian Bea mit einem Beitrag über die Mitralklappeninsuffizienz, der häufigsten Klappenerkrankung beim Menschen. Bei dieser schließt die Mitralklappe zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer nicht mehr vollständig. Bei jedem Herzschlag fließt so Blut zurück in den Vorhof, was Atemnot, Leistungsminderung und eine Herzschwäche verursachen kann.
Bea schilderte die verschiedenen Formen, in denen die Insuffizienz zutage treten kann und stellte schließlich ein neues Therapieverfahren vor, welches auch am Klinikum Landkreis Freudenstadt etabliert ist: die Reparatur der undichten Herzklappen mit Hilfe von Katheter Technik. Wie bei der Pulsed-Field-Ablation wird hier auf minimalinvasive Weise ein Zugang gesetzt, über den ein kleiner Clip platziert wird, der wie eine Wäscheklammer wirkt und die Herzklappenundichtigkeit deutlich reduziert, heißt es in der Mitteilung. Für die Patienten könne dadurch nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Lebensdauer erhöht werden.
Konzept kommt gut an
„Wir haben für das Symposium gezielt sehr praxisrelevante Themen gewählt, die die tägliche Arbeit in der Praxis und in der Klinik betreffen“, wird Florian Bea in der Pressemitteilung zitiert. Mit dem Kardiologie-Symposium möchte das Klinikum nicht nur Fachwissen weitergeben, sondern auch die Kooperation von Klinikum und niedergelassenen Ärzten in der Region stärken. Im Anschluss an das Fachprogramm wurde deshalb zu Imbiss und Gesprächen eingeladen. Bei den Teilnehmern seien Konzept und Themen sehr gut angekommen, wie das positive Feedback im Nachgang der Veranstaltung gezeigt habe.

